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          <resp>Archäologische Beschreibung und geografische Daten</resp>
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            und Epigraphik, Karl-Franzens-Universität Graz</orgName>
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            Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz</orgName>
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          <orgName>GAMS -
            Geisteswissenschaftliches Asset Management System</orgName>
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        <title ref="https://gams.uni-graz.at/fercan">FERCAN: Fontes Epigraphici Religionum
          Celticarum Antiquarum</title>
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          <resp>Projektleitung</resp>
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            <settlement>Leiden</settlement>
            <repository>Rijksmuseum van Oudheden; Leihgabe an Middelburg, Zeeuws Museum (Stand
              Stuart/Bogaers 2001, A 41)</repository>
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            <summary>Weihinschrift</summary>
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                  <p>Der Aedicula-Altar ist aus drei Teilen zusammengesetzt erhalten
                    geblieben. Die Bruchlinien ziehen sich jeweils von links oben schräg nach rechts
                    unten und dritteln den Stein in unregelmäßige Abschnitte. Die Oberfläche ist
                    schwer beschädigt, besonders der obere Teil der Nische und die Inschriftentafel.
                    Die Nische ist mit kannelierten Pilastern und Halbsäulen architektonisch
                    gerahmt. Die Nischendecke ist mit einer gezackten Muschel verziert, deren Enden
                    in großen Knöpfen enden. Der gebrochene Giebel wird von reliefverzierten Pulvini
                    links und rechts bekrönt, auf der satteldachförmigen Oberseite liegen hinten
                    zwei Äpfel, in der Mitte zwei Trauben.</p>
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                  <p>Das Inschriftenfeld ist zur Gänze erhalten, der Text jedoch stark
                    korrodiert, sodass er zu großen Teilen nicht mehr zu lesen ist. Z.1 befindet
                    sich außerhalb des Inschriftenfeldes im Relief.</p>
                  <note type="condition">größere Fehlstelle/n</note>
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                <desc type="execution">gemeißelt</desc>
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                <p>
                  <rs type="divine">Nehalennia</rs> ist sitzend auf einem Thron dargestellt. Auf
                  ihrem rechten Knie hält sie mit der rechten Hand eine Obstschale. In der anderen
                  Hand, die auf ihrem anderen Knie ruht, hält sie vermutlich einen Blumenstrauß oder
                  ein Büschel Pflanzen. Sie trägt einen langen Mantel und darunter ein langes
                  Gewand, das bis zu ihren Knöcheln reicht. Auch eine Pelerine, die ihre Oberarme
                  bedeckt, ist zu erkennen. Ihr Kopf ist durch den Bruch nicht mehr vorhanden. Der
                  Hund liegt links zu ihren Füßen, halb hinter dem Thron verschwindend. Er hat den
                  Kopf zu ihr umgewandt und erhoben. Auf der rechten Seite steht ein kleiner
                  Obstkorb, der mit großen Äpfeln gefüllt ist. Links und rechts von <rs type="divine">Nehalennia</rs> stehen, ebenfalls noch auf dem Podest, zwei der
                  Gestalt nach weibliche Figuren (Stuart/Bogaers 2001, 79 f. sprechen hingegen von
                  männlichen Figuren). Sie haben den jeweils äußeren Fuß auf eine kleine Kugel,
                  einen Globus, gestellt, das andere Bein ist nach hinten gestreckt und
                  verschwindet. Etwas über ihren Hüfte windet sich ein schmales, zusammengebauschtes
                  Tuch. Sie strecken ihre Brust nach vor und haben beide Arme erhoben. Da der obere
                  Teil der Figuren zerstört und verwittert ist, sind keine weiteren Beschreibungen
                  möglich. Von der Art der Ikonographie ist entweder an Mänaden oder Victorien zu
                  denken, wie sie auch auf einem Altar der <rs type="divine">Matronae
                    Boudunneihae</rs> (CF-GeI-50) vorkommen. Da die Figuren allerdings unbekleidet
                  zu sein scheinen, wäre eine Bezeichnung als Mänaden wohl treffender. Da alle
                  Figuren auf einem Podest stehen, auf dem zusätzlich noch die erste Zeile der
                  Inschrift steht, wäre an ein Götterbild zu denken. <lb></lb> Auf der linken
                  Schmalseite, die in zwei Register geteilt ist, die mit einem dünnen Rahmen
                  versehen sind, ist im unteren ein Schiff mit zwei Personen zu erkennen. In der
                  Mitte ist die Ladung zu erkennen – es handelt sich um Fässer. Darüber steht eine
                  nackte männliche Figur in leichtem Kontrapost mit rechtem Stand- und
                  verschwommenem linkem Spielbein mit über die Schulter und rechten Arm geworfenem
                  Mantel; mit der rechten Hand stützt sich die Figur auf einen nach oben zeigenden
                  Dreizack. Der Kopf ist nach links gewandt. In der linken Hand ist ein unförmiger
                  Gegenstand zu erkennen, Stuart/Bogaers (2001, 79 f.) sprechen von einem Delphin.
                  Es handelt sich offenkundig um eine Darstellung des Gottes <rs type="divine">Neptun</rs>. <lb></lb> Auf der rechten Schmalseite, die ebenfalls in zwei Register
                  unterteilt ist, ist im unteren Register ein dreibeiniger Tisch zu erkennen. Rechts
                  davon steht eine nach links vornüber gebeugte männliche Figur in tunikaartigem
                  Gewand. Sie scheint den Tisch für ein Opfer an die Gottheit herzurichten. Auf dem
                  Tisch liegt als vermutliche Opfergabe ein Schweinskopf. Dahinter stehen eine
                  Flasche und eine Kiste. Im Register darüber steht ein nach links gewandter Mann in
                  einem etwas längeren, verwaschenen Gewand. Es dürfte sich dabei um einen bis über
                  das Knie reichenden weiten Mantel handeln. Mit der linken Hand macht er eine
                  reichende Geste, während die rechte angewinkelt vor dem Körper gehalten wird. Der
                  Kopf ist verwittert. Möglicherweise handelt es sich hierbei um den Stifter
                  (Stuart/Bogaers 2001, 79 f.), der eventuell Weinhändler bzw.
                  Handelsschiffsbesitzer gewesen sein könnte.</p>
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              Frisiavonum</region>
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            </origin>
            <provenance type="found" when="1971">
              <p>
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                  <ref target="info:fedora/context:fercan.geog.modern.oosterschelde_bei_colijnsplaat" type="context">Oosterschelde
                  bei Colijnsplaat</ref>
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                <note>aus dem Meer geborgen</note>
              </p>
            </provenance>
            <provenance subtype="autopsied" type="observed">
              <p>non vidimus</p>
              <p>
                <lb></lb>Lesung gründet auf:
              Stuart/Bogaers 2001</p>
            </provenance>
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      <geoDecl datum="WGS84" xml:id="WGS">World Geodetic System</geoDecl>
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        <p>Digitale Repräsentation konform mit EpiDoc: http://epidoc.sourceforge.net</p>
        <p>Majuskel und Minuskel ausgeführt nach Leidener Klammersystem, Majuskel bildet Inschrift
          originalgetreu ab, Minuskel enthält editorische Hinzufügungen</p>
      </editorialDecl>
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        <p>Die keltischen Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior.
          Eine Fallstudie zu Religion im Kontext von Kulturkontakt und Kulturtransfer (FWF – Projekt
          P 29274-G25 )</p>
        <p>Das Forschungsprojekt beabsichtigt, sämtliche keltischen Götternamen, die sich in
          lateinischen Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior erhaltenen haben,
          zusammenzustellen und auszuwerten. Die gewählte Quellengrundlage erscheint besonders
          geeignet Erscheinungsformen zu untersuchen, welche auf religiöser Ebene durch das
          Zusammentreffen von verschiedenen kulturellen Einflüssen entstanden sind. Diese sind hier
          einerseits definiert durch die Verwendung der keltischen Sprache, andererseits durch die
          lateinische Sprache und durch Formen aus dem Inneren des Imperium Romanum, die man mit dem
          Etikett „römisch“ versehen kann. Das Interesse gilt dabei nicht nur religiösen, sondern
          auch damit verbundenen gesellschaftlichen Aspekten und den entsprechenden Mentalitäten.
          Doch soll damit auch zu einem verbesserten Gesamtbild der Provinzialreligion in
          Niedergermanien beigetragen werden.<lb></lb> Die Abschlusspublikation wird ergänzt um einen
          ausführlichen sprachwissenschaftlichen Kommentar (von Patrizia de Bernardo Stempel) in der
          Reihe ‚Corpus - F.E.R.C.AN. (Fontes epigraphici religionum Celticarum antiquarum)‘
          erscheinen. </p>
      </projectDesc>
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                merito</ref>
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      <desc>Front, Stuart/Bogaers 2001, Taf.32, A41, Rechte vorbehalten</desc>
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      <desc>rechts, Stuart/Bogaers 2001, Taf.32, A41, Rechte vorbehalten</desc>
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        <ref target="info:fedora/context:fercan.inferior" type="context">Germania Inferior</ref>
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      <div subtype="editions" type="bibliography">
        <listBibl>
          <bibl xml:id="LIT.1">Stuart/Bogaers 1980, 52</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.2">AE 1980, 658</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.3">Schwarz/Berger 2000, 25</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.4">Stuart/Bogaers 2001, A41</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.5">Scheungraber 2020, 400 Nr.58</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.6">Ferlut 2022, Nr.1080</bibl>
        </listBibl>
      </div>
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            <idno>EDCS-08900493</idno>
            <date>zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020</date>
          </bibl>
          <bibl type="EDH">
            <idno>HD005224</idno>
            <date>Version vom 12. Juni 2017</date>
          </bibl>
          <bibl type="trismegistos">
            <idno>www.trismegistos.org/text/208784</idno>
            <date>zuletzt aufgerufen am 30.
              Juni 2021</date>
          </bibl>
        </listBibl>
      </div>
      <div subtype="diplomatic" type="edition" xml:id="majuscule" xml:lang="la" xml:space="preserve"><ab><orig><lb n="1"></lb>DEAE  <lb n="2"></lb>
<unclear>N</unclear><gap quantity="1" reason="lost" unit="character"></gap><unclear>HALE</unclear><gap quantity="1" reason="lost" unit="character"></gap>NIAE  <lb n="3"></lb>
<unclear>I</unclear><gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap> <unclear>MARCELL</unclear>VS  <lb n="4"></lb>
I<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap><unclear>A</unclear>T  <lb n="5"></lb>
RAV<unclear>RA</unclear>CORV<unclear>M</unclear> · L · M</orig></ab></div>
      <div subtype="normalised" type="edition" xml:id="minuscule" xml:lang="la" xml:space="preserve"><ab><lb n="1" xml:id="MIN.1"></lb>Deae<lb n="2" xml:id="MIN.2"></lb>N<supplied reason="lost">e</supplied>hale<supplied reason="lost">n</supplied>niae<lb n="3" xml:id="MIN.3"></lb>I<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap> Marcellus<lb n="4" xml:id="MIN.4"></lb>I<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap><supplied reason="lost">civit</supplied><expan><abbr>at</abbr><ex>is</ex></expan>(?)<lb n="5" xml:id="MIN.5"></lb>Rauracorum <expan><abbr>l</abbr><ex>ibens</ex></expan> <expan><abbr>m</abbr><ex>erito</ex></expan></ab></div>
      <div type="translation" xml:lang="de">
        <p>Für die Göttheit <rs type="divine">Nehalennia!</rs>
          <lb></lb> … Marcellus … von der civitas Rauracorum gerne und verdientermaßen.</p>
      </div>
      <div type="translation" xml:lang="en">
        <p>To the goddess <rs type="divine">Nehalennia!</rs>
          <lb></lb> … Marcellus … of the civitas Rauracorum willingly and deservedly. </p>
      </div>
      <div type="apparatus">
        <app loc="#MIN.3 #MAJ.3">
          <note>überflüssiger Zeilenumbruch nach I – EDH; I[ul(ius)] – Ferlut</note>
        </app>
        <app loc="#MIN.4 #MAJ.4">
          <note>I[IIIIIvir? Aug(ustalis)? civit]at(is)(?) – EDH; I[IIIIIvir aug(ustalis)            civit]at(is) – Stuart/Bogaers 1980, Schwarz/Berger, Stuart/Bogaers 2001, Scheungraber, Ferlut</note>
        </app>
      </div>
      <div subtype="general" type="commentary">
        <p>Marcellus: lateinisches Cognomen, Weiterbildung des Praenomens bzw. Cognomens Marcus;
          überall gängiger Name (Kakoschke 2008, CN 1899) </p>
        <p> civitas Rauracorum: Gebietskörperschaft in der Provinz Germania Superior mit dem
          Hauptort Colonia Augusta Raurica (Augst); unter Caesar als Veteranenkolonie gegründet</p>
      </div>
      <div subtype="deity" type="commentary">
        <p>
          <rs type="divine">Nehalennia:</rs> keltisch erklärbar: ‚Die [Göttin] im Salzwasser bzw. in der See‘ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 145f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die 
Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die 
sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle 
Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet 
wurden.)  </p>
        <p> Vorkommen in theonymischen Formularen: </p>
        <p>
          <rs type="divine">Nehalennia</rs>: <lb></lb> - Germania Inferior: Belege sind überaus häufig.
          Zwei Inschriften stammen aus Köln alle anderen aus Domburg und Colijnsplaat. Die Göttin
          wird dabei, bis auf wenige Ausnahmen, stets als <rs type="divine">dea Nehalennia</rs>
          angesprochen. <lb></lb> - außerhalb der Germania Inferior: -</p>
      </div>
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