Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Nehalennia
CF-GeI-335
1 DE[---]
2 NEHÂLEṆṆIAE M
3 CVPITIVS VỊC̣TOR
4 AGENS REM AḌIVṬỌR
5 C̣AI EX VOTO SVCEPTO L M
1 De[ae]
2 Nehalenniae M(arcus)
3 Cupitius Victor
4 agens rem adiutor
5 Cai ex voto su(s)cepto l(ibens) m(erito)
| Civitas | Civitas Frisiavonum |
| Apparatus criticus | Z. 2:
ohne Ligatur – EDH
Z. 4: agens rem(igium) “Antreiber der Rudermannschaft” – De Bernardo Stempel 2004, 184 Anm.35 Z. 5: su(s)cepto – Stuart/Bogaers, AE, EDH |
| Übersetzung Deutsch |
Für die Göttin Nehalennia!
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| Übersetzung Englisch |
To the goddess Nehalennia!
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| Autopsie |
non vidimus
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| Editionen und Lesungen | Stuart/Bogaers 2001, A29 AE 2001, 1458 Scheungraber 2020, 399 Nr.51 Ferlut 2022, Nr.1074 |
| Elektronische Ressourcen |
HD047342
(Version vom 12. Juni 2017) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) EDCS-23400576 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) www.trismegistos.org/text/209560 (zuletzt aufgerufen am 30. Juni 2021) (Trismegistos) |
| Fundort antik | Ganuenta |
| Fundstelle | Oosterschelde bei Colijnsplaat 51.599839 3.849262 |
| Verwahrung | Middelburg, Zeeuws Museum, Sammlung Valster |
| Inventarnummer | GAV 1994-9 |
| Inschriftträger | Aedicula-Altar |
| Material | Kalkstein |
| Archäologische Klassifikation |
Apfel
Aufsatzschmuck Baum Birne Frucht Götterbild Hund Laubbaum Obstschale Reliefschmuck Tier |
| Beschreibung Objekt | Der Aedicula-Altar mit der auffallend klein gehaltenen Nische ist besonders an der Vorderseite etwas verwittert. Der Sockel ist links unten ausgebrochen. |
| Zustand Objekt | vollständig |
| Maße | Höhe: 59,0 cm Breite: 37,0 cm Tiefe: 16,0 cm |
| Ikonografie | Das Reliefdekor am Aufsatz ist aufgrund der verwitterten Oberfläche nicht mehr zu erkennen. |
| Inschrift | Das zur Gänze beschriebene Inschriftenfeld ist vollständig erhalten. Der Text ist z.T. sehr stark korrodiert. Z.1 erstreckt sich links und rechts der Nische, der rechte Teil ist allerdings nicht mehr lesbar. |
| Zustand Inschriftfeld | weitgehend vollständig |
| Technik | gemeißelt |
| Notabilia Varia | v.5: „Cai” pro „Caii”, „sucepto” pro „suscepto“ |
| Kommentar Götternamen |
Nehalennia: keltisch erklärbar: ‚Die [Göttin] im Salzwasser bzw. in der See‘ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 145f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.) Vorkommen in theonymischen Formularen:
Nehalennia: |
| Kommentar allgemein |
Marcus Cupitius Victor: tria nomina agens rem adiutor: Was genau darunter zu verstehen ist, bleibt unklar: “Sachwalter und Helfer” (Stuart/Bogaers), „sans doute actor ou institor“ (AE); De Bernardo Stempel (2004, 184 Anm.35) hat ansprechend „agens rem(igium)“ ‚Antreiber der Rudermannschaft‘ vorgeschlagen, „adiutor“ wäre demnach eine darauffolgende Rangbezeichnung. Cai: Es wird sich dabei vermutlich um einen Angehörigen der Familie des Dedikanten mit dem gleichen Gentilnomen handeln. Nicht völlig auszuschließen ist allerdings, dass es sich dabei um eine Person handelt, deren voller Name irgendwo im Umfeld der Inschrift deutlich wurde. Bei einem Einheimischen, der nur einen Namen führte, würde man wohl die Angabe des Namens des Vaters annehmen dürfen. |
| Zitiervorschlag | CF-GeI-335, hdl.handle.net/11471/504.50.335 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
