Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Nehalennia
CF-GeI-331
1 DEAE NEHA
2 LENNIAE
3 L OPTẠTVS
4 [---] Ḷ M
1 Deae Neha-
2 lenniae
3 L(ucius) Optatus
4 [---] l(ibens) m(erito)
| Civitas | Civitas Frisiavonum |
| Apparatus criticus | Z. 2:
fehlender Zeilenwechsel nach lenniae – AE, EDH
Z. 4: [v(otum) s(olvit)] l(ibens) m(erito) – Ferlut |
| Übersetzung Deutsch |
Für die Göttin Nehalennia!
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| Übersetzung Englisch |
To the goddess Nehalennia!
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| Autopsie |
non vidimus
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| Editionen und Lesungen | Stuart/Bogaers 2001, A24 AE 2001, 1455 Scheungraber 2020, 399 Nr.47 Ferlut 2022, Nr.1084 |
| Elektronische Ressourcen |
HD047339
(Version vom 12. Juni 2017) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) EDCS-23400573 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) www.trismegistos.org/text/209557 (zuletzt aufgerufen am 30. Juni 2021) (Trismegistos) |
| Fundort antik | Ganuenta |
| Fundstelle | Oosterschelde bei Colijnsplaat 51.599839 3.849262 (!) |
| Fundjahr | 1994 |
| Verwahrung | Middelburg, Zeeuws Museum, Sammlung Valster |
| Inventarnummer | GAV 1994-11 |
| Inschriftträger | Aedicula-Altar |
| Material | Kalkstein |
| Archäologische Klassifikation |
Apfel
Architektur Aufsatzschmuck Birne Blattdekor Frucht Füllhorn mit Blattkelch gebrochener Giebel Globus Götterbild Hund Muschelschloss Nuss Obstkorb Obstschale Pinienzapfen Reliefdekor Reliefschmuck Rosette Thron Tier |
| Beschreibung Objekt | Der Aedicula-Altar ist bis auf die linke obere Ecke komplett erhalten geblieben. Die Oberfläche ist stellenweise zerkratzt und bestoßen sowie verwaschen. Dennoch sind Dekor und Relief zum Großteil gut erkennbar. |
| Zustand Objekt | größere Fehlstelle/n |
| Maße | Höhe: 62,5 cm Breite: 35,0 cm Tiefe: 15,5 cm |
| Ikonografie | Die Pulvini sind mit Rosettendekor versehen. |
| Inschrift | Der Inschriftentext ist weitgehend komplett erhalten; in der linken unteren Ecke ist er zu stark abgerieben, um noch lesbar zu sein. In verlorenen rechten Teil von Z.4 fand sich entweder ein kurzes Cognomen oder v(otum) s(olvit). |
| Zustand Inschriftfeld | weitgehend vollständig |
| Technik | gemeißelt |
| Kommentar Götternamen |
Nehalenia: Variante von Nehalennia: keltisch erklärbar: ‚Die [Göttin] im Salzwasser bzw. in der See‘ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 145f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.) Vorkommen in theonymischen Formularen:
Nehalennia: |
| Kommentar allgemein |
L(ucius) Optatus: Es bestehen verschieden Verständnismöglichkeiten: tria nomina mit nicht erhaltenem Cognomen; es könnte aber auch L für ein Gentilnomen stehen und Optatus dann ein Cognomen sein; weiters ist wohl auch das Verständnis als Praenomen mit Cognomen nicht völlig auszuschließen. |
| Zitiervorschlag | CF-GeI-331, hdl.handle.net/11471/504.50.331 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
