Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen


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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Vatviae

CF-GeI-310

VATVIM[---] ELE

REEI[---]ATVCVM

M[---]

Vatvim[s ---]ele

Reei[---] atucum

M[---]

CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: mögliche zusätzliche Zeile über dieser – EDH; [---? V]atvims – EDH (Z.2 wegen möglicher zusätzlicher Zeile über dieser); ]VATVIM[3] ELE – Scheungraber
Z. 2: [---?]REEI[---]ATVCVM – EDH (Z.3 wegen möglicher zusätzlicher Zeile vor Z.1)
Z. 3: [---?]M[------ – EDH (Z.4 wegen möglicher zusätzlicher Zeile vor Z.1)
Übersetzung Deutsch

Für die Vatviae!

Übersetzung Englisch

To the Vatviae!

Autopsie

non vidimus


Lesung gründet auf: CIL

Editionen und LesungenCIL XIII 7861a
Scheungraber 2020, 585 Nr.6
Elektronische Ressourcen HD082484 (Version vom 08. Januar 2021) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-11100086 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/414928 (zuletzt aufgerufen am 26. Juli 2021) (Trismegistos)
Fundort antikIuliacum
Fundstelle

Hasselsweiler 50.989615 6.393337

Fundjahr1883
InschriftträgerWeihestein
Archäologische Klassifikation Abschrift
Fragment
Beschreibung Objekt

keine Beschreibung möglich

Ikonografie

keine Beschreibung möglich

Inschrift

Der fragmenthaft überlieferte Text entzieht sich einer Entschlüsselung. Lediglich die Ergänzung auf „Vatvim[s]“ scheint sehr naheliegend.

Zustand Inschriftfeldgrößeres Fragment
Notabilia Varia

v.1: „Vatvims” pro „Vatviis”

Kommentar Götternamen

Vatviae: keltisch: ‚Die [Muttergöttinnen] der Prophezeihungen’ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 210f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen in theonymischen Formularen:

Vatviae:
- Germania Inferior: Für die hier besprochene Inschrift ist zumindest in Erwägung zu ziehen, dass ein vorausgehendes „Matronis“ abgebrochen ist. Es findet sich darin die germanische Endung -ims für den Dativ Plural (wie auch in CF-GeI-314, 316–319).
- außerhalb der Germania Inferior: -

Vatviae Berchliachenae :
- Germania Inferior: Für dieses theonymische Formular kann lediglich CF-GeI-284 als Beleg gelten. Ähnlich wie bei den Matronae Vatviae Nersihenae (CF-GeI-311) könnte es sich bei Berchliachenae um einen von einer Örtlichkeit hergeleiteten Beinamen handeln (Nesselhauf-Lieb 1959, zu Nr.236), doch könnten darunter auch zwei eigenständige theonymische Formulare – Vatviae und Berchliachenae – zu verstehen sein.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Matronae Vatviae:
- Germania Inferior: Das theonymische Formular stellt die zumeist belegte Form dar.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Matronae Vatviae Nersihenae:
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist lediglich in CF-GeI-311 belegt. Nersiahenae wurde auf den Flussnamen Niers zurückgeführt (Neumann 1987, 110; Derks 1998, 123).
- außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-310, hdl.handle.net/11471/504.50.310
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0