Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Sunuxsalis
CF-GeI-305
1 DAII SVNXALIS FIIRIINDAS FIICIT CLAVDIVS VICTORINVS
1 D(e)ae Sunxalis ferendas fecit Claudius Victorinus
| Civitas | CCAA |
| Apparatus criticus | Z. 1:
Sun(u)xalis – Scheungraber
|
| Übersetzung Deutsch |
Die der Göttin Sunxalis zu bringenden hat Claudius Victorinus gemacht. |
| Übersetzung Englisch |
Those that have to be brought to the goddess Sunxalis have been made by Claudius Victorinus. |
| Autopsie |
non vidimus |
| Editionen und Lesungen | CIL XIII 8546 Kütter 2008, Nr.964 Sylvestre 2015, 86 Nr.84 Scheungraber 2020, 519 Nr.1 Ferlut 2022, Nr. 1257 |
| Elektronische Ressourcen |
HD080498
(Version vom 20. August 2020) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) EDCS-11100640 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) www.trismegistos.org/text/415561 (zuletzt aufgerufen am 26. Juli 2021) (Trismegistos) |
| Fundort antik | Novaesium |
| Fundstelle | Neuss 51.204344 6.688123 |
| Fundjahr | 1872 |
| Verwahrung | Berlin, Staatliche Museen, Antikensammlung |
| Inventarnummer | TC 6296 |
| Inschriftträger | Guttus |
| Material | Keramik |
| Archäologische Klassifikation |
Aryballos
Gefäß |
| Beschreibung Objekt | Es handelt sich um einen Einhenkelkrug oder Guttus, der wohl wertvolle Flüssigkeiten wie Salben oder Öl bzw. Duftöl beinhaltet hat. Die Wände des Gefäßes sind glatt, es ist mit einem Henkel versehen und verfügt über einen bauchigen Behälter mit einer schwachen und leicht wulstig abgesetzten Standfläche, die eine leichte Aufwölbung und Rillung aufweist. Der Hals ist kurz und durch den breiten Bandwulstrand charakterisiert (Kütter 2008, 231). Die eingeritzte Inschrift verläuft ringförmig rechts des Henkels beginnend an der Schulter des Gefäßes. Der Ton des Gefäßes wird als hell oder weißlich beschrieben (Kütter 2008, 231; Freudenberg 1873, 310f.) und dürfte über kein Dekor verfügt haben. |
| Zustand Objekt | vollständig |
| Ikonografie | kein Dekor vorhanden |
| Inschrift | Besondere Zeichen: Im Text wird das sog. gallisches E verwendet, außerdem finden sich besondere Formen des F, des A und des L. |
| Zustand Inschriftfeld | vollständig |
| Technik | stilo scripta (CIL) |
| Notabilia Varia | v.1: „dae“ pro „deae“ |
| Kommentar Götternamen |
Sunxalis: Variante von Sunuxsalis: keltisch: ‚Erhabene [Göttin] bei den Sunuci’ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 152f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.) Vorkommen in theonymischen Formularen:
Sunuxsalis: |
| Kommentar allgemein |
Claudius Victorinus: römisches Namensformular ohne Praenomen |
| Zitiervorschlag | CF-GeI-305, hdl.handle.net/11471/504.50.305 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
