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          <title type="main">Nehalennia</title>
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          <resp>Archäologische Beschreibung und geografische Daten</resp>
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            und Epigraphik, Karl-Franzens-Universität Graz</orgName>
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            Centre for Digital Humanities, Karl-Franzens-Universität Graz</orgName>
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          <orgName>GAMS -
            Geisteswissenschaftliches Asset Management System</orgName>
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        <date when="2024">2024</date>
        <pubPlace>Graz</pubPlace>
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          <licence target="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0">Creative Commons BY-NC
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        <title ref="https://gams.uni-graz.at/fercan">FERCAN: Fontes Epigraphici Religionum
          Celticarum Antiquarum</title>
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          <resp>Projektleitung</resp>
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            <forename>Wolfgang</forename>
            <surname>Spickermann</surname>
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            <settlement>Leiden</settlement>
            <repository>Rijksmuseum van Oudheden; Leihgabe an Utrecht, Rijksmuseum Het
              Catharijneconvent (Stand Stuart/Bogaers 2001, 59)</repository>
            <idno>RMO i 1970/12.7</idno>
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          <msContents>
            <summary>Weihinschrift</summary>
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                  <p>Der Aedicula-Altar ist bis auf einen Ausbruch an der unteren rechten
                    Ecke, die teilweise auch das Inschriftenfeld betrifft, komplett erhalten. Die
                    Oberfläche ist verwittert. Kanten und Ecken des Altares sind leicht
                    bestoßen.<lb></lb>Die Nische, in der sich das Götterbild befindet, ist
                    architektonisch von sehr verblichenen Pilastern und Halbsäulen gerahmt, oben mit
                    einer Muschel mit gezacktem Rand verziert und relativ flach gehalten. Der
                    gebrochene Giebel dürfte mit einem nun verblassten Muschelschloss bekrönt
                    gewesen sein.<lb></lb>Auf der Oberseite des Altares befinden sich vier Früchte
                    zwischen den Pulvini.</p>
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                    vollständig</ref>
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                  <p>Der Inschriftentext ist bis auf eine Bruchstelle auf der rechten Seite
                    erhalten, doch ist er stark korrodiert.</p>
                  <note type="condition">größere
                    Fehlstelle/n</note>
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                <desc type="execution">gemeißelt</desc>
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              <decoNote>
                <p>Am Aufsatz ist an der Seite der Pulvini noch Blattdekor erkennbar. <lb></lb>
                  <rs type="divine">Nehalennia</rs> sitzt aufrecht in der flachen Nische. Man
                  erkennt deutlich eine Pelerine, die ihr bis zu den angewinkelten Armen fällt; sie
                  hat eine Schale Obst auf den Knien, die sie mit ihrer linken Hand hält. In ihrer
                  rechten Hand hält sie einen nicht näher identifizierbaren Gegenstand, den sie
                  anscheinend auf die Schale gelegt hat. Um den Hals hängt eine Kette mit
                  Lunula-Anhänger als Schmuckelement. Vermutlich trägt sie auch eine kleine Haube,
                  die ihr Haar umschließt. Ihr Mantel und das darunterliegende Kleid sind bodenlang.
                  <lb></lb> Der Hund kauert mit überkreuzten Vorderpfoten links von ihr und hat den Kopf
                  zu ihr erhoben. An der rechten Seite steht ein Obstkorb, dessen Flechtwerk
                  deutlich auszumachen ist, und der mit relativ großen runden Früchten, vermutlich
                  Äpfeln, gefüllt ist. <lb></lb> Auf der linken Schmalseite befindet sich ein Füllhorn
                  im Blattkelch. Es ist mit Birnen und einem Kiefernzapfen gefüllt, eine Kornähre
                  hängt an der rechten Seite heraus. Auf der linken Seite des Füllhornes unten ist
                  ein flach gearbeiteter Gegenstand zu erkennen, bei dem es sich um ein Schiffsruder
                  handeln dürfte. Es scheint an das Füllhorn angelehnt zu sein. <lb></lb> Auf der
                  rechten Seite befindet sich ebenfalls ein Füllhorn mit Blattkelch, das ebenfalls
                  mit Obst und einem Kiefernzapfen gefüllt ist. </p>
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                <placeName ref="https://pleiades.stoa.org/places/109000">Ganuenta</placeName>
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              Frisiavonum</region>
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              <origDate></origDate>
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              <p>
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                  <ref target="info:fedora/context:fercan.geog.modern.oosterschelde_bei_colijnsplaat" type="context">Oosterschelde
                  bei Colijnsplaat</ref>
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                <note>aus dem Meer geborgen</note>
              </p>
            </provenance>
            <provenance subtype="autopsied" type="observed">
              <p>non vidimus<lb></lb>Lesung gründet auf:
              Stuart/Bogaers 2001</p>
            </provenance>
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                <ref target="info:fedora/context:fercan.person.other.negotiator_cantianus_et_geserecanus" type="context">negotiator Cantianus et Geserecanus</ref>
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      <editorialDecl>
        <p>Digitale Repräsentation konform mit EpiDoc: http://epidoc.sourceforge.net</p>
        <p>Majuskel und Minuskel ausgeführt nach Leidener Klammersystem, Majuskel bildet Inschrift
          originalgetreu ab, Minuskel enthält editorische Hinzufügungen</p>
      </editorialDecl>
      <projectDesc>
        <p>Die keltischen Götternamen in den Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior.
          Eine Fallstudie zu Religion im Kontext von Kulturkontakt und Kulturtransfer (FWF – Projekt
          P 29274-G25 )</p>
        <p>Das Forschungsprojekt beabsichtigt, sämtliche keltischen Götternamen, die sich in
          lateinischen Inschriften der römischen Provinz Germania Inferior erhaltenen haben,
          zusammenzustellen und auszuwerten. Die gewählte Quellengrundlage erscheint besonders
          geeignet Erscheinungsformen zu untersuchen, welche auf religiöser Ebene durch das
          Zusammentreffen von verschiedenen kulturellen Einflüssen entstanden sind. Diese sind hier
          einerseits definiert durch die Verwendung der keltischen Sprache, andererseits durch die
          lateinische Sprache und durch Formen aus dem Inneren des Imperium Romanum, die man mit dem
          Etikett „römisch“ versehen kann. Das Interesse gilt dabei nicht nur religiösen, sondern
          auch damit verbundenen gesellschaftlichen Aspekten und den entsprechenden Mentalitäten.
          Doch soll damit auch zu einem verbesserten Gesamtbild der Provinzialreligion in
          Niedergermanien beigetragen werden.<lb></lb> Die Abschlusspublikation wird ergänzt um einen
          ausführlichen sprachwissenschaftlichen Kommentar (von Patrizia de Bernardo Stempel) in der
          Reihe ‚Corpus - F.E.R.C.AN. (Fontes epigraphici religionum Celticarum antiquarum)‘
          erscheinen. </p>
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            <item>
              <ref target="info:fedora/context:fercan.dedication.ob_merces_bene_conservatas_libens_meri" type="context">ob merces
                bene conservatas libens merito</ref>
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            <item></item>
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      <desc>Front, Stuart/Bogaers 2001, Taf.8, A9, Rechte vorbehalten</desc>
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      <desc>rechts, Stuart/Bogaers 2001, Taf.8, A9, Rechte vorbehalten</desc>
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        <ref target="info:fedora/context:fercan" type="context">FERCAN</ref>
        <ref target="info:fedora/context:fercan.inferior" type="context">Germania Inferior</ref>
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          <bibl xml:id="LIT.1">Stuart/Bogaers 1971, Nr.7</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.2">Bogaers 1983, 13</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.3">AE 1983, 720</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.4">Stuart/Bogaers 2001, A9</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.5">Scheungraber 2020, 397 Nr.37</bibl>
          <bibl xml:id="LIT.6">Ferlut 2022, Nr.1095</bibl>
        </listBibl>
      </div>
      <div subtype="concordances" type="bibliography">
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            <idno>EDCS-09401505</idno>
            <date>zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020</date>
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          <bibl type="EDH">
            <idno>HD000340</idno>
            <date>Version vom 12. Juni 2017</date>
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            <idno>www.trismegistos.org/text/208883</idno>
            <date>zuletzt aufgerufen am 30.
              Juni 2021</date>
          </bibl>
        </listBibl>
      </div>
      <div subtype="diplomatic" type="edition" xml:id="majuscule" xml:lang="la" xml:space="preserve"><ab><orig><lb n="1"></lb><unclear>DE</unclear><gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap> N<unclear>EH</unclear>AL<unclear>E</unclear>NN<unclear>I</unclear><gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap> <lb n="2"></lb>
<gap quantity="1" reason="lost" unit="character"></gap> <unclear>V</unclear>A<unclear>L</unclear> MA<unclear>R</unclear><gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap> <lb n="3"></lb>
<unclear>NEG</unclear>OT CAN<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap> <lb n="4"></lb>
<gap cert="low" extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap> <unclear>GE</unclear>SE<unclear>RE</unclear>CAN<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap> <lb n="5"></lb>
<gap quantity="1" reason="lost" unit="character"></gap><unclear>B</unclear> <hi rend="ligature">ME</hi>RCES <unclear>BE</unclear>NE <unclear>C</unclear><gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap> </orig></ab></div>
      <div subtype="normalised" type="edition" xml:id="minuscule" xml:lang="la" xml:space="preserve"><ab><lb n="1" xml:id="MIN.1"></lb>De<supplied reason="lost">ae</supplied> Nehalenni<supplied reason="lost">ae</supplied><lb n="2" xml:id="MIN.2"></lb><gap quantity="1" reason="lost" unit="character"></gap> <expan><abbr>Val</abbr><ex>erius</ex></expan> Mar<gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap><lb n="3" xml:id="MIN.3"></lb><expan><abbr>negot</abbr><ex>iator</ex></expan> Can<supplied reason="lost">tianus</supplied><lb n="4" xml:id="MIN.4"></lb><supplied cert="low" reason="lost">et</supplied> Geserecan<supplied reason="lost">us </supplied><gap extent="unknown" reason="lost" unit="character"></gap><lb n="5" xml:id="MIN.5"></lb><supplied reason="lost">o</supplied>b merces bene c<supplied cert="low" reason="lost"><expan><abbr>ons</abbr><ex>ervatas</ex></expan> <expan><abbr>l</abbr><ex>ibens</ex></expan> <expan><abbr>m</abbr><ex>erito</ex></expan></supplied></ab></div>
      <div type="translation" xml:lang="de">
        <p>Für die Göttin <rs type="divine">Nehalennia!</rs>
          <lb></lb> … Valerius Mar… Händler zwischen Kent und Boulogne-sur-Mer hat (dies) wegen der
          wohlbehaltenen Fracht gerne und verdientermaßen (aufgestellt).</p>
      </div>
      <div type="translation" xml:lang="en">
        <p>To the goddess <rs type="divine">Nehalennia!</rs>
          <lb></lb> … Valerius Mar… trader between Kent and Boulogne-sur-Mer (set this up) due to the
          undamaged wares willingly and deservedly.</p>
      </div>
      <div type="apparatus">
        <app loc="#MIN.1 #MAJ.1">
          <note>[D]e[ae] Ne[h]alenni[ae] – Stuart/Bogaers 1971</note>
        </app>
        <app loc="#MIN.2 #MAJ.2">
          <note>[ca.2] VA [ca.3] M [ca.8] – Stuart/Bogaers 1971; Mar[tialis/-cianus/-cellus] –            Boegaers, AE; [3] Val(erius) – Scheungraber</note>
        </app>
        <app loc="#MIN.3 #MAJ.3">
          <note>negot(iator) S [ca.2] N [ca.6] – Stuart/Bogaers 1971; Can[tianus] et – AE</note>
        </app>
        <app loc="#MIN.4 #MAJ.4">
          <note>[ca.4] SE.ECAN[ca.6] – Stuart/Bogaers 1971; Zeile beginnt gleich mit Geserecan[us ---] – Bogaers, AE; möglw. auch Geserican[us] – Bogaers, Stuart/Bogaers 2001; am Zeilenende vielleicht CCAA – Stuart/Bogaers 2001; [et] Geserecan[us)…] – Ferlut</note>
        </app>
        <app loc="#MIN.5 #MAJ.5">
          <note>[ob] – Stuart/Bogaers 1971; Zeile endet mit c[ons(ervatas)] – Stuart/Bogaers 1971, Bogaers, AE, Scheungraber; Zeile endet mit c[onser(vatas)] – Ferlut</note>
        </app>
      </div>
      <div subtype="general" type="commentary">
        <p>Valerius: Valerius: italisches Gentilnomen, überall äußerst gängig (Kakoschke 2006, GN
          1346) </p>
        <p> negotiator Cantianus et Geserecanus: Händler zwischen Kent und Boulogne-sur-Mer <lb></lb>
          Cantianus: Adjektiv zu Cantium (Kent) <lb></lb> Geserecanus: Adjektiv zu Gesoriacum
          (Boulogne-sur-Mer)</p>
      </div>
      <div subtype="deity" type="commentary">
        <p>
          <rs type="divine">Nehalennia:</rs> keltisch erklärbar: ‚Die [Göttin] im Salzwasser bzw. in der See‘ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 145f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die 
Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die 
sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle 
Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet 
wurden.) </p>
        <p> Vorkommen in theonymischen Formularen: </p>
        <p>
          <rs type="divine">Nehalennia</rs>: <lb></lb> - Germania Inferior: Belege sind überaus häufig.
          Zwei Inschriften stammen aus Köln alle anderen aus Domburg und Colijnsplaat. Die Göttin
          wird dabei, bis auf wenige Ausnahmen, stets als <rs type="divine">dea Nehalennia</rs>
          angesprochen. <lb></lb> - außerhalb der Germania Inferior: -</p>
      </div>
      <linkGrp domains="#majuscule #minuscule" type="alignment">
        <link target="#MAJ.1 #MIN.1"></link>
        <link target="#MAJ.2 #MIN.2"></link>
        <link target="#MAJ.3 #MIN.3"></link>
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        <link target="#MAJ.5 #MIN.5"></link>
      </linkGrp>
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