Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Nehalennia
CF-GeI-290
1 DEAE NEHALENN̂IÂ[.]
2 Q IVL FRONTINVṢ
3 V S L M
1 Deae Nehalennia[e]
2 Q(uintus) Iul(ius) Frontinus
3 v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito)
| Civitas | Civitas Frisiavonum |
| Apparatus criticus | Z. 1:
ohne Ligaturen – EDH
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| Übersetzung Deutsch |
Für die Göttin Nehalennia!
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| Übersetzung Englisch |
To the goddess Nehalennia!
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| Autopsie |
non vidimus |
| Editionen und Lesungen | Stuart/Bogaers 2001, A4 AE 2001, 1446 Scheungraber 2020, 397 Nr.32 Ferlut 2022, Nr.1078 |
| Elektronische Ressourcen |
HD047325
(Version vom 12. Juni 2017) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) EDCS-23400560 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) www.trismegistos.org/text/209549 (zuletzt aufgerufen am 30. Juni 2021) (Trismegistos) |
| Fundort antik | Ganuenta |
| Fundstelle | Oosterschelde bei Colijnsplaat 51.599839 3.849262 |
| Fundjahr | 1971 |
| Verwahrung | Leiden, Rijksmuseum van Oudheden |
| Inventarnummer | i 1971/11.74 |
| Inschriftträger | Aedicula-Altar |
| Material | Kalkstein |
| Archäologische Klassifikation |
Akanthus
Apfel Aufsatzschmuck Birne Blattdekor Blumenstrauß Frucht gebrochener Giebel Gefäß Götterbild Hund Kapitell Muschelnische Muschelschloss Obstkorb Obstschale Pflanzenornament Pilaster Pinienzapfen Ranke Reliefdekor Reliefschmuck Teller aus Blattkelch Tempelarchitektur Tier Vase Weintraube |
| Beschreibung Objekt | Der Aedicula-Altar besteht aus einem einfachen Sockel, darüber der Altarkörper und die durch ein vorspringendes Sims abgetrennten Nische, die architektonisch mit Pilastern gerahmt ist. Zwischen den Pulvini der Bekrönung lagen ursprünglich wohl vier Früchte. Auf der linken Seite ist die Nische ausgebrochen. Die Vorderseite ist teilweise verwittert, während die linke Seite vollständig, die rechte Seite größtenteils verwittert ist. |
| Zustand Objekt | weitgehend vollständig |
| Maße | Höhe: 95,5 cm Breite: 54,0 cm Tiefe: 27,5 cm |
| Ikonografie |
Nehalennia sitzt auf einer Bank bzw. einem einfachen Schemel, Arm- oder Rückenlehnen sind nicht erkennbar. Sie sitzt auf einer kleinen Anhöhe, deren Seiten schräg nach hinten verlaufen (in der Form kann ein Sechseck als Grundriss angenommen werden). Sie trägt einen langen Mantel mit Pelerine, die tief eingeschnitten ist. Ihr Oberkörper ist dabei besser und deutlicher zu erkennen als der verwaschene Unterkörper. Rechts hält sie einen kleinen Obstkorb auf den Knien, während sie in der anderen Hand ein Büschel Pflanzen o.Ä. (Blumenstrauß) zu halten scheint; nach Stuart/Bogaers (2001, 54) handelt es sich um ein Bündel Trauben. |
| Inschrift | Der Inschriftentext ist so gut wie vollständig erhalten aber teilweise sehr stark korrodiert. |
| Zustand Inschriftfeld | vollständig |
| Technik | gemeißelt |
| Kommentar Götternamen |
Nehalennia: keltisch erklärbar: ‚Die [Göttin] im Salzwasser bzw. in der See‘ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 145f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.) Vorkommen in theonymischen Formularen:
Nehalennia: |
| Kommentar allgemein |
Q(uintus) Iul(ius) Frontinus: tria nomina |
| Zitiervorschlag | CF-GeI-290, hdl.handle.net/11471/504.50.290 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
