Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen


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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Matronae Renahenae

CF-GeI-280

MAT̂R̂ON̂IS

[.]ENAĤENA

[.]VS · P M

CRESCENS

  5 EX · IM · IP

PR · S · L M

Matronis

[R]enahena-

[b]us P(ublius) M(---)

Crescens

  5 ex im(perio) ip(sarum)

pr(o) s(e) l(ibens) m(erito)

CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 3: M(arius) – Ferlut
Z. 5: ex imp(erio) – Nesselhauf-Lieb, Scheungraber, Ferlut; ips(arum) – Ferlut
Übersetzung Deutsch

Für die Matronae Renahenae!
Publius M… Crescens auf deren Befehl für sich gerne und verdientermaßen.

Übersetzung Englisch

To the Matronae Renahenae!
Publius M… Crescens according to their order for himself willingly and deservedly.

Autopsie

vidimus (CIL XIII Projekt)

Editionen und LesungenNesselhauf/Lieb 1959, Nr.200
Scheungraber 2020, 443 Nr.1
Ferlut 2022, Nr.547
Elektronische Ressourcen HD080357 (Version vom 27. Januar 2021) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-10900430 (zuletzt aufgerufen am 01. Juli 2024) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
https://www.trismegistos.org/text/419690 (zuletzt aufgerufen am 01. Juli 2024) (Trismegistos)
Fundort antikBonna
Fundort modern Bonn
Fundstelle

in der am Hang des Dransdorfer Berges verlaufenden Bonner Straße, nahe ihrer Gabelung in „Dransdorfer Weg“ und die Straße „Auf dem Hügel“

Fundumständebei Kanalisationsarbeiten
Fundjahr1944
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum
Inventarnummer44280
InschriftträgerWeihealtar
MaterialSandstein
Archäologische Klassifikation Aufsatzschmuck
Blattdekor
glatt
Opferschale
Reliefdekor
Rosette
Beschreibung Objekt

Der Weihealtar ist vollständig erhalten, bis auf einen Ausbruch in der oberen Hälfte des Altarkörpers an der linken Kante und eines Ausbruchs an der linken unteren Sockelkante. Der Sockel ist profiliert, ebenso die Aufsatzplatte, auf der ein mittiger Giebel mit Rosettendekor und zwei Pulvini liegen, deren Dekor aufgrund der oberflächigen Bestoßungen nicht mehr erkennbar ist.
In der Literatur sind keine weiteren Angaben zu Reliefschmuck vorhanden.

Zustand Objekt vollständig
MaßeHöhe: 47,0 cm
Breite: 27,5 cm
Tiefe: 15,5 cm
Ikonografie

Angaben zu den Seitenflächen sind in der Literatur nicht vorhanden.

Inschrift

Der Inschriftentext ist abgesehen von einem Ausbruch am linken Rand in Z.1 und 2 vollständig erhalten. Die Buchstabengröße nimmt von oben nach unten deutlich ab.
Ligaturen: s. Majuskeltext. Besondere Zeichen: in Z.1 eine Ligatur von T und R mit erhöhtem T (H: 5,2 cm) und eine Ligatur von N und I mit erhöhter rechter senkrechter Haste (H: 5,2 cm); am Ende von Z.2 Reste eines verkleinerten A

Zustand Inschriftfeldweitgehend vollständig
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe (cm)2,7–4,2 cm
Notabilia Varia

v.2: „Renahenabus” pro „Renahenis”

Kommentar Götternamen

Renahenae: keltisch erklärbar: ‚Im Rhein Geborene [Muttergöttinnen]’ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 256f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen in theonymischen Formularen:

Matronae Renahenae:
- Germania Inferior: Der Name der Matronen ist 2 x belegt. In der hier besprochenen Inschrift kann der erste Buchstabe mit Hinblick auf CF-GeI-281 ergänzt werden.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Kommentar allgemein

Crescens: lateinisches Cognomen, äußerst gängiger Name (Kakoschke 2007, CN 954)

ZitiervorschlagCF-GeI-280, hdl.handle.net/11471/504.50.280
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0
Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC


Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC