Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Matronae Gavadiae?
CF-GeI-268
1 M[---]NIS
2 G[---]ABVS
3 M · +[---]LIVS
4 PRI[---]VS · ET
5 NO[---]LIA · SEC
6 VN[---]· S · L · M ·
1 M[atro]nis
2 G[---]abus
3 M(arcus) +[---]lius
4 Pri[---]us et
5 No[vel]lia Sec-
6 un[da v(otum)] s(olverunt) l(ibentes) m(erito)
| Civitas | CCAA |
| Apparatus criticus | Z. 1:
fehlender Zeilentrenner zwischen M[atro]nis und G[avadi]abus – Ferlut
Z. 2: G[avad]iabus – Becker; G[avadi]abus – Haug, CIL, Espérandieu, Kakoschke, Scheungraber; fehlt wegen vergessenem Zeilentrenner in Z.1 – Ferlut Z. 3: A[em]ilius – Becker; N[ovel]lius – Haug; I[---]lius – CIL; I[u]lius – Espérandieu; A[mabi]lius – Kakoschke; A[---]lius – EDH; N[ovel]lius(?) – Scheungraber; wegen fehlendem Zeilentrenner in Z.1 ist dies Z.2 [Iu]lius – Ferlut Z. 4: Pri[vat]us – Haugg, Scheungraber; Pri[mul]us – Espérandieu; auch Pri[mul]us möglich – Kakoschke; wegen fehlendem Zeilentrenner in Z.1 ist dies Z.3 Pri[m]us et – Ferlut Z. 5: wegen fehlendem Zeilentrenner in Z.1 ist dies Z.4 N[ovel]lia – Ferlut |
| Übersetzung Deutsch |
Für die Matronae G…ae!
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| Übersetzung Englisch |
To the Matronae G…ae!
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| Autopsie |
non vidimus
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| Editionen und Lesungen | Becker 1867 (Mythologie), 107 Haug 1877, Nr.25 CIL XIII 7887 Espérandieu VIII 6344 Kakoschke 2017 (Adnot.Epigr.IX) Nr.4 Scheungraber 2020, 292 Nr.1 Ferlut 2022, Nr.892 |
| Elektronische Ressourcen |
HD075689
(Version vom 07. September 2021) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) EDCS-11100112 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) www.trismegistos.org/text/414950 (zuletzt aufgerufen am 26. Juli 2021) (Trismegistos) |
| Fundort antik | Iuliacum |
| Fundort modern | Rödingen |
| Fundstelle | in der Flur „in der Hölle“ |
| Fundjahr | 1781 |
| Verwahrung | verschollen |
| Inschriftträger | Aedicula-Altar |
| Material | Sandstein |
| Archäologische Klassifikation |
Architektur
Aufsatzschmuck Fragment Götterbild Kapitell Obstschale Pflanzenornament Pilaster Rahmen Ranke Reliefschmuck Tempelarchitektur |
| Beschreibung Objekt | Der Aedicula-Altar ist stark beschädigt in zwei großen Bruchstücken und mehreren kleineren Fragmenten erhalten. Der Altar ist im oberen Teil durch zahlreiche Ausbrüche beschädigt, ebenso fehlt das mittlere Drittel der Inschrift aufgrund eines vertikal verlaufenden Ausbruches. Sockel und Aufsatz sind ebenfalls beschädigt und bestoßen, aber noch zu erkennen. |
| Zustand Objekt | größere Fehlstelle/n |
| Maße | Höhe: 102,0 cm Breite: 66,0 cm Tiefe: 33,0 cm |
| Ikonografie | Die drei Matronen sind in ihrer üblichen Darstellung vorhanden: Sie sitzen nebeneinander auf einer durchgehenden Bank in der durch kannelierte Pilaster architektonisch gerahmten Nische mit geradem Abschluss. Durch die Pilaster mit Kapitellschmuck wird ein Tempel nachgeahmt. |
| Inschrift | Der Inschriftentext ist mit einer größeren Lücke in der Mitte erhalten. Zu den verschiedenen Ergänzungsvorschlägen siehe den Apparatus criticus. |
| Zustand Inschriftfeld | größere Fehlstelle/n |
| Technik | gemeißelt |
| Kommentar Götternamen |
G…ae: vermutlich Rest von Gavadiae oder der Variante Gavasiae: keltisch: ‚[Muttergöttinnen] der Lügen- bzw. der Falschheit[saufdeckung]’ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 212f). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.) Vorkommen in theonymischen Formularen:
Matronae Gavadiae:
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| Kommentar allgemein |
Novellia Secunda: weibliches Namensformular mit Gentil- und Cognomen |
| Zitiervorschlag | CF-GeI-268, hdl.handle.net/11471/504.50.268 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
