Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Vacallinehae

CF-GeI-221

[---]ALLI[---]

[---]alli[---]

CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: [Vac]alli[nehis] – Lehner, Alföldy, EDH
Übersetzung Deutsch

Für die ...alli… !

Übersetzung Englisch

To the ...alli… !

Autopsie

vidimus (CIL XIII Projekt)

Editionen und LesungenLehner 1918, Nr.405
Alföldy 1968 (Rheinland III), 53 Nr.144
Elektronische Ressourcen HD077155 (Version vom 20. Januar 2021) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-35600104 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/417647 (zuletzt aufgerufen am 26. Juli 2021) (Trismegistos)
Fundort modern Bad Münstereifel Nöthen (Pesch), Tempelbezirk (Matronentempel Eifel)
Fundstelle

Hof A

Fundjahr1913
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum
Inventarnummer24940
InschriftträgerWeihestein
MaterialSandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Götterbild
Beschreibung Objekt

Es handelt sich um ein ringsum abgeschlagenes Fragment. Über dem Inschriftrest sind Reste einer menschlichen Figur zu erahnen: Lehner (1918, 174) geht von den Resten einer Matronengruppe aus.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 31,5 cm
Breite: 29,0 cm
Tiefe: 17,5 cm
Ikonografie

Erhalten geblieben sind die Reste von Füßen und von langem Gewand. Die Figur wirkt durch den gerade verlaufenen Grat über der Inschrift ein wenig eingetieft, d.h. eventuell handelt es sich um einen Aedicula-Altar.

Inschrift

Die erhaltenen Buchstaben stammen aus der obersten Zeile. Wie weit sich der Text ursprünglich nach links, rechts und unten erstreckte, bleibt offen.

Zustand Inschriftfeldkleineres Fragment
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe (cm)6,5 cm
Kommentar Götternamen

...alli…: Rest von Vacallinehae oder einer Variante davon: keltisch: ‚Unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilende [Muttergöttinen]‘ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 241-243). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen in theonymischen Formularen:

Vacallinehae:
- Germania Inferior: häufig bezeugt. In der hier vorgelegten Inschrift ist die Zuordnung der erhaltenen Reste zu den Vacallinehae an diesem Fundort sehr wahrscheinlich. Ob im verlorenen Teil ursprünglich „Matronis“ (oder „Matribus“) stand oder nicht, muss offen bleiben.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Matronae Vacallinehae:
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist häufig bezeugt.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Matres Vacallinehae:
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-221, hdl.handle.net/11471/504.50.221
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0
Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC

Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC