Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Vacallinehae

CF-GeI-219

[---]Ṇ̂E˧I[.]

[---]N [.]

[---]nechi[s]

[---]N [.]

CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: [Vacalli]nêhi[s] – Alföldy, Scheungraber; [Vacalli]ne<h=I>i[s] – EDH
Z. 2: [3]N – Scheungraber; es folgt Z. 3 mit unbestimmtem Inhalt – EDH, Scheungraber
Übersetzung Deutsch

Für die ...nechae!

Übersetzung Englisch

To the ...nechae!

Autopsie

vidimus (CIL XIII Projekt)

Editionen und LesungenAlföldy 1968 (Rheinland III), 53 Nr.142
Scheungraber 2020, 569 Nr.118
Elektronische Ressourcen HD077153 (Version vom 25. Januar 2021) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-35600102 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/417645 (zuletzt aufgerufen am 26. Juli 2021) (Trismegistos)
Fundort modern Bad Münstereifel Nöthen (Pesch), Tempelbezirk (Matronentempel Eifel)
Fundstelle

Hof A

Fundjahr1913
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum
Inventarnummer24944
InschriftträgerWeihestein
MaterialSandstein
Archäologische Klassifikation Fragment
Beschreibung Objekt

Es handelt sich um die rechte obere Ecke mit Gesimsrest eines Weihesteins.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 28,0 cm
Breite: 17,0 cm
Tiefe: 14,0 cm
Ikonografie

kein Dekor erhalten

Inschrift

Vom Inschriftentext sind das Ende der ersten und winzige Reste einer zweiten Zeile in der rechten oberen Ecke erhalten.
Ligatur: s. Majuskeltext. Besondere Zeichen: In Z.1 findet sich das Zeichen für den velaren Reibelaut.

Zustand Inschriftfeldkleineres Fragment
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe (cm)5,0 cm
Kommentar Götternamen

...nechae: Rest einer Variante von Vacallinehae: keltisch: ‚Unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilende [Muttergöttinen]‘ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 241-243). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen in theonymischen Formularen:

Vacallinehae:
- Germania Inferior: häufig bezeugt. Ob in der hier vorgelegten Inschrift vor dem erhaltenen Teil ursprünglich noch „Matronis“ (oder „Matribus“) zu lesen war oder nicht, muss offen bleiben.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Matronae Vacallinehae:
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist häufig bezeugt.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Matres Vacallinehae:
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-219, hdl.handle.net/11471/504.50.219
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0
Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC

Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC