Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Vacallinehae

CF-GeI-197

VACA[---]

˧IS · Ṿ[---]

Vaca[---]-

chis V[---]

CivitasCCAA
Apparatus criticusZ. 1: davor eine mögliche Z.0 unbekannten Inhaltes – Alföldy, EDH, Scheungraber; Vaca[lline] – Lehner, Alföldy, EDH, Scheungraber
Z. 2: his – Lehner, Alföldy, Scheungraber; <h=I>is – EDH
Übersetzung Deutsch

Für die Vaca…chae!

Übersetzung Englisch

To the Vaca…chae!

Autopsie

vidimus (CIL XIII Projekt)

Editionen und LesungenLehner 1918, Nr.390
Alföldy 1968 (Rheinland III), 49 Nr.113
Scheungraber 2020, 567 Nr.94
Elektronische Ressourcen HD077127 (Version vom 11. September 2020) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-35600083 (zuletzt aufgerufen am 24. Februar 2020) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/417626 (zuletzt aufgerufen am 26. Juli 2021) (Trismegistos)
Fundort modern Bad Münstereifel Nöthen (Pesch), Tempelbezirk (Matronentempel Eifel)
Fundstelle

Hof A

Fundjahr1916
VerwahrungBonn, Rheinisches Landesmuseum
Inventarnummer28749
InschriftträgerWeihestein
MaterialKalkstein
Archäologische Klassifikation Baum
Blatt
Fragment
Laubbaum
Lorbeer
Reliefschmuck
Beschreibung Objekt

Aufgrund des Erhaltungszustandes ist keine Beschreibung von Form und Gestaltung möglich.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 8,5 cm
Breite: 13,5 cm
Tiefe: 7,0 cm
Ikonografie

Auf der erhaltenen linken Schmalseite ist nach Lehner (1918, 171) ein Blattrest erkennbar. Dieser umfasst zwei Blätter und eine in deren Mitte sitzende Frucht. Dies erinnert an die gängige Darstellung von Lorbeerbäumen, daher darf für diese Seite ein Lorbeerbaum oder –zweig angenommen werden.
Ansonsten ist kein weiteres Dekor erhalten geblieben.

Inschrift

Vom Inschriftentext sind die Anfänge von zwei Zeilen am linken Rand erhalten. Ob und wie viele Zeilen davor und danach vorhanden waren, muss offen bleiben.
Besondere Zeichen: in Z.1 Zeichen für den velaren Reibelaut

Zustand Inschriftfeldkleineres Fragment
Technikgemeißelt
Kommentar Götternamen

Vaca…chae: Rest einer Variante von Vacallinehae: keltisch: ‚Unter den Bäumen bzw. dem Wald Verweilende [Muttergöttinen]‘ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 241-243). (Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen in theonymischen Formularen:

Vacallinehae:
- Germania Inferior: häufig bezeugt. Ob in der hier vorgelegten Inschrift mit einem nicht erhaltenen „Matronis“ (oder auch „Matribus“) zu rechnen ist, bleibt unbekannt.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Matronae Vacallinehae:
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist häufig bezeugt.
- außerhalb der Germania Inferior: -

Matres Vacallinehae:
- Germania Inferior: Das theonymische Formular ist mindestens 1x gesichert bezeugt (CF-GeI-239).
- außerhalb der Germania Inferior: -

ZitiervorschlagCF-GeI-197, hdl.handle.net/11471/504.50.197
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0
Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NCBild 2: links, Rechte vorbehalten

Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC
Bild 2: links, Rechte vorbehalten