Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen


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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Mercurius Tourenus

CF-GeS-1141

MERCVR

IO TOVRE

N.C.ET.RN

OMROV[.]S

Mercur -

io Toure -

no Firm(?) -

o Atron[i]s(?)

CivitasCivitas Nemetum
Apparatus criticusZ. 2: IC.TOVRE – Steiner
Z. 3: NO.ET.R N – Steiner; CETRN – Brambach
Z. 4: OMROVS – Steiner; OMROIVIS – Brambach
Übersetzung Deutsch

Für Mercurius Tourenus!
Firmo (der Sohn) des Atro...

Übersetzung Englisch

To Mercurius Tourenus!
Firmo (the son) of Atro...

Autopsie

non vidimus

Lesung gründet auf: Lersch

Editionen und LesungenLersch 1843, 123
Steiner 1851, Nr.754
Becker 1852, 492
Brambach 1867 (Corpus), Nr.1830
Fundort modern Rheinzabern
InschriftträgerWeihestein
Beschreibung Objekt

Der Inschriftenträger befand sich noch 1852 im Privatbesitz des Dr. Hepp in Neustadt an der Hardt. Zwei verschiedene Angaben zum Inschriftenträger überliefert: "eine Ara, zu Rheinzabern" (Lersch 1843, 123); und "Auf einer [...] Thonplatte mit grossen (sic!) Buchstaben, deren Vorderseite in halb erhabener Arbeit die Bildnisse des Mercur und Vulcan, der Minerva und Fortuna zeigt. Nach der brieflichen Mittheilung des Herrn Dr. Hepp ist dieses Denkmal eine Thonplatte und nicht eine Ara, wie Lersch bemerkt." (Steiner 1851, Nr.754) "auf einer Thonplatte" (Becker 1852, 492).
Aufgrund des Erhaltungszustandes keine weitere Beschreibung möglich.

Zustand Objekt unklar
Ikonografie

Keine bildliche Gestaltung überliefert.

Inschrift

Die Inschrift ist nur abschriftlich und in einer falschen Lesung von Z.3 und Z.4 überliefert. Aufgrund des in der Überlieferung betonten hohen Grades an Übereinstimmung des Inschriftenihaltes mit CF-GeS-1057, deren Zeilen 3 und 4 auch nichts mit der Überlieferung gemein haben schlagen wir die selbe Lesung wie dort vor. Darüberhinaus scheint diese Identheit in der Forschung zu einer Verschmelzung der beiden Inschriften geführt zu haben.

Zustand Inschriftfeldunklar
Kommentar Götternamen

Tourenus (incl. ev. Varianten):

Sprachlich:
keltisch: -Etymologie unklar- (Holder 1896–1917 Bd.2, 1896)
(Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen:
Der Göttername ist nur in der Germania Superior belegt.

Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgenden theonymischen Formularen vor:

Mercurius Tourenus (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: -
- Germania Superior: CF-GeS-1056(?), CF-GeS-1057, CF-GeS-1121, CF-GeS-1141.

Tourenus (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: -
- Germania Superior: CF-GeS-1055.

Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en)

Kommentar allgemein

Firmo Atronis: einheimisches Namensformular mit Angabe des Namens des Vaters im Genetiv

Firmo: Kakoschke liest und kennt nur den lateinischen Namen Firmio (Kakoschke 2021, CN 1322)

Atro: Kakoschke liest und kennt nur den lateinischen Namen Airo (Kakoschke 2021, CN 100), Vater des Ersten

ZitiervorschlagCF-GeS-1141, hdl.handle.net/11471/504.50.1141
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0

Versionen

Last Update/Current Version: 2024