Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Sedatus
CF-GeS-1137
1 [.]EO▴SEDATO▴IASSIVS▴
2 [---]ẠNVS▴ARAM
3 ------
1 [D]eo Sedato Iassius
2 [---]anus aram
3 ------
| Civitas | Civitas Ulpia Sueborum Nicrensium |
| Apparatus criticus | Z. 1:
Die unterstrichenen Teile in Z.1 und Z.2 sind heute nicht mehr erhalten, sie werden nach Wiegels wiedergegeben.
Z. 2: [-3?-]ạnus – Wiegels, Kakoschke, Matijević |
| Übersetzung Deutsch |
Für den Gott Sedatus! |
| Übersetzung Englisch |
To the god Sedatus! |
| Autopsie |
vidimus (CIL XIII Projekt) |
| Editionen und Lesungen | AE 2000, 1087 Wiegels 2000, 54f. Nr.12 Kakoschke 2002, Nr.5.31 Matijević 2012, 100 Anm.14 Noelke 2020/2021, 347f. Nr.2.42 Scheungraber 2020, 473 Nr.1 |
| Elektronische Ressourcen |
HD032358
(Version von 2020-08-04) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) https://lupa.at/25580 (Version von 2024-03-12) (Ubi Erat Lupa) EDCS-20601077 (zuletzt abgerufen 2024-04-10) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) https://www.trismegistos.org/text/210656 (zuletzt abgerufen 2024-04-10) (Trismegistos) |
| Fundort modern | Ladenburg |
| Fundstelle | "Valentinianstraße dicht westlich vom Neubau Nr. 21, im südichen Vicusgraben, unweit der Bezirke der Tempel und Heiligtümer" (Wiegels 2000, 54f. Nr.12). |
| Fundumstände |
Grabung |
| Fundjahr | 1971 |
| Verwahrung | Ladenburg, Lobdengau-Museum |
| Inschriftträger | Weihealtar |
| Material | Sandstein |
| Archäologische Klassifikation |
Aufsatzschmuck
Giebel Opferschale (Gestaltungsmerkmal) Pflanzenornament Pulvini Rosette |
| Beschreibung Objekt | Erhalten sind der Aufsatz sowie die ersten zwei Zeilen der Inschrift des Weihealtares. Das Inschriftenfeld war wohl nicht gerahmt, ist aber durch eine Reliefleiste vom Aufsatz getrennt. Dieser ist gestaltet durch zwei stark herausgearbeitete Pulvini, von denen nur mehr der rechte erhalten ist und in dem noch eine Rosette zu erahnen ist. Dazwischen ein breiter Giebel, der wohl auch floral geschmückt war. Dahinter befindet sich die Opferschale. Auf der Rückseite ein schmaler Profilrand. Der gesamte Stein ist stark verwittert und abgestoßen. Wiegels (2000, 54 Nr.12) beschreibt "die Fläche des Steins [...als] mit modernen Pickelspuren übersät". |
| Zustand Objekt | kleineres Fragment |
| Maße | Höhe: 41 cm Breite: 66,5 cm Tiefe: 39 cm Die angegebenen Maße sind die des erhaltenen Objektes. |
| Ikonografie | Keine bildliche Gestaltung vorhanden. |
| Inschrift | Die erhaltenen Zeilen haben beide den linken Zeilenanfang verloren. Wieviel Text verloren ist, lässt sich nicht rekonstruieren. Die Buchstaben sind nicht ganz regelmäßig, und am rechten Zeilenende, besonders stark in Z.2, abgerieben aber noch lesbar. |
| Zustand Inschriftfeld | kleineres Fragment |
| Technik | gemeißelt |
| Buchstabenhöhe (cm) | 3,8–4,2 |
| Kommentar Götternamen |
Sedatus (incl. ev. Varianten):
Sprachlich:
Vorkommen: Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgendem theonymischen Formular vor:
Sedatus: (incl. ev. Varianten)
- Germania Inferior: - Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en) |
| Kommentar allgemein |
Iassius …anus: römisches Namensformular ohne Praenomen, tria Nomina? Iassius: seltenes einheimisches Pseudogentilnomen, abgeleitet vom keltischen Namen Iassus (Kakoschke 2021, GN 6110) |
| Zitiervorschlag | CF-GeS-1137, hdl.handle.net/11471/504.50.1137 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
