Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Herecura
CF-GeS-1125
1 HERECVRE▴COTTVS
2 GṆ[.]I▴EX VOTO SVSCEPT
3 POSVIT▴V▴S▴L▴L▴M▴
1 Herecur(a)e Cottus
2 G N[.] I ex voto suscept(o)
3 posuit v(otum) s(olvit) l(aetus) l(ibens) m(erito)
| Civitas | Civitas Port-? |
| Apparatus criticus | Z. 2:
GMI – CIL; G[all?]i – Haug/Sixt, Scheungraber; G[...]i – Espérandieu; Gạṃi – Riese
Z. 3: l(ibens l(aetus) – Espérandieu, Schuengraber, Ferlut |
| Übersetzung Deutsch |
Für Herecura! |
| Übersetzung Englisch |
To Herecura! |
| Autopsie |
vidimus (CIL XIII Projekt) |
| Editionen und Lesungen | CIL XIII 6438 Barthel 1907, 43 Nr.1 Haug/Sixt 1914, 391 Nr.270 Riese 1914, Nr.2620 Espérandieu 1931, Nr.564 Paret 1949, 96 Scheungraber 2020, 322 Nr.1 |
| Elektronische Ressourcen |
HD036838
(Version von 2020-04-09) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) https://lupa.at/7806 (Version von 2022-12-29) (Ubi Erat Lupa) EDCS-11000458 (zuletzt abgerufen 2024-03-22) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) https://cil.bbaw.de/ace/id/KO0000479 (zuletzt abgerufen 2024-03-22) https://www.trismegistos.org/text/211065 (zuletzt abgerufen 2024-03-22) (Trismegistos) |
| Fundort modern | Bad Cannstatt |
| Fundstelle | "in einem 3,8 x 3,4 m großen Gebäude im Gräberfeld bei der Höferschen Ziegelei" (Filtzinger 1980, 98 Nr.44) |
| Fundumstände |
gemeinsam mit CF-GeS-1126; "die Skulpturen sind nicht 'in situ' gefunden worden, sondern sie waren regellos in das Fundament wie in eine Grube hineingeworfen" (Haug 1906, 36); bei "für das Höfer'sche Ziegelwerk vorgenommenen ausgedehnten Grabungen" (Haug, Sixt 1914, 363) |
| Fundjahr | 1898 |
| Verwahrung | Stuttgart, Landesmuseum Württemberg |
| Inventarnummer | RL 232 |
| Inschriftträger | Weihestein |
| Material | Sandstein |
| Archäologische Klassifikation |
Apfel
Götterbild Kornähre Obstschale Reliefschmuck Thron |
| Beschreibung Objekt | Der Weihestein besteht aus einer schlichten Basis, auf der sich die ungerahmte Inschrift befindet, sowie darüber befindlich das Götterbild in Reliefdarstellung, von dem jedoch nur mehr der Unterkörper sowie die Hände erhalten sind. Die erhaltenen Teile zeigen Verwitterungsspuren. |
| Zustand Objekt | größeres Fragment |
| Maße | Höhe: 90 cm Breite: 60 cm Tiefe: 60 cm Die angegebenen Maße sind die des erhaltenen Objektes. |
| Ikonografie | Zu sehen ist Herecura auf einem gepolsterten Thron. Erhalten ist nur mehr der Unterkörper, sowie dementsprechend die Sitzfläche. Die beschuhten Füße sind breit am Boden aufgestellt, was eine Darstellung tiefer Tellerfalten im Gewand ermöglicht. Zu erkennen sind das Ober- als auch das Untergewand. Zwischen ihren Knien abgestellt hat sie eine große Obstschale, gefüllt mit Äpfeln, die sie mit ihrer linken Hand stützt. Ihre rechte Hand liegt auf ihrem rechten Oberschenkel und Knie abgelegt und hält eine zum Boden gerichtete große Kornähre. |
| Inschrift | Die Inschrift füllt den Sockel vollständig aus. Die Buchstaben sind unregelmäßig und teilweise stark verwittert. |
| Zustand Inschriftfeld | weitgehend vollständig |
| Technik | gemeißelt |
| Buchstabenhöhe (cm) | 3,5–4 |
| Notabilia Varia | v.1: „Herecure” pro „Herecurae” |
| Kommentar Götternamen |
Herecura (incl. ev. Varianten):
Sprachlich:
Vorkommen: Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgendem theonymischen Formular vor:
Herecura (incl. ev. Varianten): Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en) |
| Kommentar allgemein |
Cottus: einheimisches Namensformular |
| Zitiervorschlag | CF-GeS-1125, hdl.handle.net/11471/504.50.1125 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
