Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen


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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Diana? Abnoba?

CF-GeS-1111

[---]D D

[---]EANE A[---]

[---]VIV[---]

------

[I](n) [ h(onorem)] d(omus) d(ivinae)

[D]ean(a)e(!) A[bnob(a)e]

[---]VIV[---]

------

CivitasCivitas Ulpia Sueborum Nicrensium
Apparatus criticusZ. 3: [Ful?]viu[s...] – CIL, Wagner; [---]viu[s] – Wiegels; [---]viu[s?] – EDH; [---]uiu[s---] – Ferlut; ohne die Buchstaben – Noelke
Übersetzung Deutsch

Zu Ehren des Kaiserhauses, für Diana Abnoba!
...

Übersetzung Englisch

In honour of the Divine Household, to Diana Abnoba!
...

Autopsie

non vidimus

Lesung beruht auf: CIL

Editionen und LesungenCIL XIII 6342
Wagner 1911, 179
Riese 1914, Nr.2716
Wiegels 2010 (Adnotationes), 246
Noelke 2020/2021, 356 Nr.2.63
Ferlut 2022, Nr.6
Elektronische Ressourcen HD036534 (Version von 2018-10-18) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-11000352 (zuletzt abgerufen 2024-02-15) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/210813 (zuletzt abgerufen 2024-02-15) (Trismegistos)
Fundort modern Ubstadt-Weiher
Fundstelle

"am Wege gegen Zeutern beim sog. Schwedenbrunnen" (Wagner 1911, 179)

Fundumstände

gefunden von Pfarrer Stratthaus (Wagner 1911, 179)

Fundjahr1875
InschriftträgerWeihestein
Beschreibung Objekt

Aufgrund des Erhaltungszustandes ist keine Beschreibung möglich.

Zustand Objekt unklar
Ikonografie

Aufgrund des Erhaltungszustandes ist keine Beschreibung möglich.

Inschrift

Die Inschrift war bereits bei Aufnahme in den CIL verloren, die Überlieferung basiert auf einer Abschrift des Pfarrer Stratthaus.
Der Vorschlag die erhaltenen Buchstaben von Z.2 als Deane Abnobe zu lesen besitzt eine gewisse Plausibilität, so erscheint auch auf CF-GeS-1100 und CF-GeS-1107 Deanae Abnobae als Adressatin, dies stellt jedoch keinen Beweis für die Richtigkeit der Lesung dar.

Zustand Inschriftfeldunklar
Technikgemeißelt
Notabilia Varia

v.2: „Deane” pro „Dianae”

Kommentar Götternamen

Abnoba (incl. ev. Varianten):

Sprachlich:
keltisch: ‚Fluss, Wasser‘ (Scheungraber 2020, 64).
(Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen:
Nur aus der Germania Superior bekannt. Unter den zehn Weihungen an Abnoba erscheint sie einmal als Dea Abnoba und dreimal als Diana Abnoba. Sie wird als Göttin des Schwarzwaldes gedeutet (s. Kotterba 1996, 6).
Die bei Scheungraber (2020, 63 Nr.4) zu findende Ergänzung eines Fragmentes aus Lahr (CIL XIII 11710) als dea[e Abnobae] muss als zu unsicher abgelehnt werden.

Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgenden theonymischen Formularen vor:

Abnoba: (incl. ev. Varianten)
- Germania Inferior: -
- Germania Superior: CF-GeS-1099(?), CF-GeS-1102 CF-GeS-1103, CF-GeS-1104(?), CF-GeS-1105, CF-GeS-1106

Dea Abnoba: (incl. ev. Varianten)
- Germania Inferior: -
- Germania Superior: CF-GeS-1101

Diana Abnoba: (incl. ev. Varianten)
- Germania Inferior: -
- Germania Superior: CF-GeS-1100, CF-GeS-1107, CF-GeS-1111(?)

Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en)

ZitiervorschlagCF-GeS-1111, hdl.handle.net/11471/504.50.1111
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0

Versionen

Last Update/Current Version: 2024