Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Casses
CF-GeS-1086
1 [---]▴ET▴TRIB▴QVA▴CAS▴
2 [---]P̣RO▴ṢAL▴D▴D▴N▴N
3 ------
1 [Biv(iis)] et Trib(iis) Qua(driviis) Cas(sibus)
2 [---]pro sal(ute) d(ominorum) n(ostrorum)
3 ------
| Civitas | Civitas Ulpia Sueborum Nicrensium |
| Apparatus criticus | Z. 1:
in einer zusätzlichen Zeile oberhalb von dieser [I O M], diese Zeile als Z.2 – Christ; Tri<v=B>(iis) Qua(driviis) Cas(ibus) – EDH, Scheungraber; Trib(is = Triviis), Qua(driviis), Cas(ibus?) – Keune; Trib(is) Qua(drivis) – Castritius (u.a.), Ferlut; Cas [- - -] – Mattern
Z. 2: Z.3 wegen zusätzlicher Zeile vor Z.1 – Christ |
| Übersetzung Deutsch |
Den Biviae? und Tribiae, Quadriviae, Casses! |
| Übersetzung Englisch |
For the Biviae? and Tribiae, Quadriviae, Casses! |
| Autopsie |
vidimus (CIL XIII Projekt) |
| Editionen und Lesungen | Christ 1879 (Beiträge), 48 CIL XIII 6426 Keune 1924 (Epigraph. Miscellen), Nr.5 Castritius/Clauss 1980, Nr.54 Mattern 2005, Nr.371 Scheungraber 2020, 219 Nr.13 Ferlut 2022, Nr.1163 |
| Elektronische Ressourcen |
HD075899
(Version von 2021-02-24) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) http://lupa.at/26902 (Version von 2023-01-01) (Ubi Erat Lupa) EDCS-11000444 (zuletzt abgerufen 2023-03-10) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) https://www.trismegistos.org/text/425242 (zuletzt abgerufen 2023-03-10) (Trismegistos) |
| Fundort modern | Lorsch |
| Fundstelle | in den Ruinen des Klosters; zwischen den Kreuzgängen des Klosters, im Garten des Oberforstmeisters von Dörnberg (CIL) |
| Fundumstände | "als Mauerstein beim Bau des Klosters Lorsch, zwischen Odenwald und Worms, verwendet" (Keune 1924, 120). Das Fundjahr ist nicht mehr nachvollziehbar, muss aber vor 1877 gewesen sein. |
| Verwahrung | Lorsch, Museumszentrum |
| Inventarnummer | 3.5.367 |
| Inschriftträger | Weihealtar |
| Material | Kalkstein |
| Archäologische Klassifikation |
glatt
|
| Beschreibung Objekt | Erhalten sind die Bekrönung, sowie die ersten eineinhalb Zeilen der anscheinend ungerahmten Inschrift. Da der Stein für seine sekundäre Verwendung als Mauerstein rechteckig zugeschlagen und an allen Seiten behauen wurde, sind keine möglicherweise vorher existierenden Verzierungen mehr sichtbar. Das Inschriftenfeld dürfte ohne Stufung an den Aufsatz angeschlossen haben. |
| Zustand Objekt | kleineres Fragment |
| Maße | Höhe: 47 cm Breite: 60 cm Tiefe: 40 cm Die angegebenen Maße sind die des erhaltenen Fragments. |
| Ikonografie | Keine bildliche Gestaltung vorhanden. |
| Inschrift | Von der Inschrift sind nur die ersten beiden Zeilen erhalten, wobei die zweite beschädigt ist. Aufgrund des Erhaltungszustandes ist es ungewiss, ob die Inschrift noch weitere Zeilen aufwies. Die Buchstaben sind ungleichmäßig gearbeitet. |
| Zustand Inschriftfeld | kleineres Fragment |
| Technik | gemeißelt |
| Buchstabenhöhe (cm) | 1,5–1,5 |
| Kommentar Götternamen |
Casses (incl. ev. Varianten):
Sprachlich:
Vorkommen: Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgendem theonymischen Formular vor:
Casses (incl. ev. Varianten):
Boni Casses (incl. ev. Varianten): Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en) |
| Kommentar allgemein |
Das Kloster Lorsch befindet sich zwar im Gebiet der Civitas Ulpia Sueborum Nicrensium, es liegt jedoch im Bereich des Möglichen, dass der Stein von außerhalb stammt und in einer der Bauphasen des Klosters nach Lorsch transportiert wurde, weswegen die Herkunft der Inschrift ungesichert bleibt. |
| Datierung | 198–211 |
| Zitiervorschlag | CF-GeS-1086, hdl.handle.net/11471/504.50.1086 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
