Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Mercurius Cissonius
CF-GeS-1082
1 MERCVR̂IO
2 CISSONIO
3 ARAM
4 [.]VTEVIVS
5 [.]ICTO[---]
6 ------
1 Mercurio
2 Cissonio
3 aram
4 [L]utevius
5 [V]icto[ri]
6 [nus?---]
| Civitas | Civitas Taunensium |
| Apparatus criticus | Z. 4:
Die unterstrichenen Teile in Z.4–5 sind heute nicht mehr erhalten, sie werden nach CIL wiedergegeben.
Z. 5: [V]icto[ri?]- – EDH; [V]icto[ri]/ – Scheungraber; [V]icto[ri-] – Matijević; [V]icto[rinus] – Grönke 1982 |
| Übersetzung Deutsch |
Für Mercurius
Cissonius hat Lutevius? Victorinus? diesen Altar [errichtet] … |
| Übersetzung Englisch |
For Mercurius Cissonius, Lutevius? Victorinus? [has erected] this altar …. |
| Autopsie |
vidimus (CIL XIII Projekt)
|
| Editionen und Lesungen | Brambach 1867 (Corpus), 1461 CIL XIII 7359 Riese 1914, Nr.3341 Grönke 1982, 70–71 Nr.74 Scheungraber 2020, 235 Nr.7 Matijević (in Vorbereitung) 205–206 |
| Elektronische Ressourcen |
HD058901
(Version von 2019-09-18) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) http://lupa.at/7144 (Version von 2020-03-08) (Ubi Erat Lupa) EDCS-11001455 (zuletzt abgerufen 2023-03-15) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) |
| Fundort antik | Nida |
| Fundort modern | Frankfurt |
| Fundstelle | im Stadtteil Heddernheim; „im Burgfelde […] an der Porta decumana sinistra in dem Festungsgraben“ (Steiner 1851–1864, I 311 Nr.640) |
| Fundumstände | „bei Aufsuchung der Ringmauer des Vicus“ (Steiner, 1851–1864, I 311 Nr.640) |
| Fundjahr | 1841 |
| Verwahrung | Frankfurt, Archäologisches Museum |
| Inventarnummer | WI 335 |
| Inschriftträger | Weihealtar |
| Material | Sandstein |
| Archäologische Klassifikation |
Aufsatzschmuck
Giebel Griffschale Kanne Messer Opferschale (Gestaltungsmerkmal) Peitsche Pulvini Reliefschmuck Reparatur Rosette |
| Beschreibung Objekt | Dem modern ergänzte Weihealtar fehlt der untere Teil des ungerahmten Inschriftenfeldes sowie die Basis. Die vorderen Ecken der doppelt abgestuften Bekrönung sind abgeschlagen, die Pulvini mit Voluten, in denen sich jeweils eine vierblättrige Rosette befindet, sowie der Dreiecksgiebel zwischen ihnen, der mit einem floralen Ornament gefüllt ist, stark abgerieben. Die Opferschale ist jedoch gut erhalten. Die linke Seite scheint fast vollständig erhalten zu sein, beiden Seiten fehlt jedoch ein kleines Stück in Richtung der Vorderseite. |
| Zustand Objekt | größeres Fragment |
| Maße | Höhe: 74,5 cm Breite: 41 cm Tiefe: 33 cm Maße des rekonstruierten Zustands nach Matijević (in Vorbereitung) 205 |
| Ikonografie | Auf der linken Seite des Altars sind im unteren Bereich eine Griffschale und darüber eine Kanne dargestellt. Auf der rechten Seite befinden sich rechts oben ein Etui mit drei Messern, diagonal über die Seite eine Griffschale (Schöpflöffel) und an der Seite Richtung Inschriftenfeld ein Teil eines weiteren Opfergerätes, bei dem es sich vermutlich um eine Peitsche handelt. |
| Inschrift | Die Inschrift füllt das erhaltene Inschriftenfeld zur Gänze aus. Die Buchstaben sind in den einzelnen Zeilen regelmäßig, und werden nach unten hin kleiner. |
| Zustand Inschriftfeld | kleineres Fragment |
| Technik | gemeißelt |
| Buchstabenhöhe (cm) | 3,5–4,5 |
| Kommentar Götternamen |
Cissonius (incl. ev. Varianten):
Sprachlich:
Vorkommen: Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgenden theonymischen Formularen vor:
Mercurius Cissonius (incl. ev. Varianten):
Cissonius (incl. ev. Varianten): Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en) |
| Kommentar allgemein |
Lutevius .icto...: römisches Namensformular ohne Praenomen Lutevius: italisches Gentilnomen oder einheimisches ‚Pseudogentilnomen‘ abgeleitet vom keltischen Namen Lutevus; sehr selten, sonst nur dreimal in Italien und einmal in der Belgica belegt (Kakoschke 2021, GN 717) .icto…: Anfang einiger Namen, abgeleitet von Victor (Kakoschke 2021, CN 3336-3339) |
| Zitiervorschlag | CF-GeS-1082, hdl.handle.net/11471/504.50.1082 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
