Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Grannus?
CF-GeS-1077
1 GRANI
1 Gran(n)i
| Civitas | Civitas Nemetum |
| Apparatus criticus | Z. 1:
(Apollinis?) Gran(n)i – AE, Künzl/Künzl
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| Übersetzung Deutsch |
(Im Besitz?) des Grannus!
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| Übersetzung Englisch |
(The property?) of Grannus!
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| Autopsie |
non vidimus Lesung gründet auf: EDH |
| Editionen und Lesungen | AE 1994, 1300 Künzl/Künzl 2008, 398 Nr.E118 |
| Elektronische Ressourcen |
HD051697
(Version von 2018-06-07) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) EDCS-00380767 (zuletzt abgerufen 2023-06-05) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) https://www.trismegistos.org/text/211635 (zuletzt abgerufen 2023-06-05 ) (Trismegistos) |
| Fundort modern | Neupotz |
| Fundstelle | Altarm des Rhein |
| Fundumstände | Hortfund der Gebrüder Kuhn; gemeinsam mit CF-GeS-1073 |
| Verwahrung | Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte, Außenmagazin |
| Inventarnummer | E_1981/029.005 |
| Inschriftträger | Weihestein |
| Material | Bronze |
| Archäologische Klassifikation |
Zierleiste
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| Beschreibung Objekt | Bei diesem Objekt hat es sich um ein Becken aus Bronze, wobei sich die Inschrift auf der Innenseite befindet. Innen am Boden, am Übergang zum Rand, sowie über der Inschrift, befinden sich jeweils umläufig zwei nahe aneinander liegende, vertiefte feine Linien. Auch an der Außenseite sind auf ca. halber Höhe solche Linien erkennbar. An der Außenseite sind einseitig zwei verkehrte, längliche Dreiecke angebracht, die an ihrer Oberseite, zumindest bei einem Dreieck vollständig erhalten, eine Art Öse besitzen (zum Einhängen eines Henkels?). Die Schale ist teilweise verbogen bzw. hat sie an zwei Stellen teilweise aufgebogene Löcher. |
| Zustand Objekt | vollständig |
| Maße | Höhe: 7 cm Breite: 25 cm |
| Ikonografie | Keine bildliche Gestaltung vorhanden. |
| Inschrift | Es handelt sich um einen im Genitiv eingeritzten Namen, der den Besitzer anzeigt (genetivus possesivus). |
| Zustand Inschriftfeld | vollständig |
| Technik | geritzt |
| Buchstabenhöhe (cm) | 0,3–2 |
| Notabilia Varia | v.1: „Grani” pro „Granni”? |
| Kommentar Götternamen |
Grannus (incl. ev. Varianten):
Sprachlich:
Vorkommen: Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgenden theonymischen Formularen vor:
Apollo Grannus (incl. ev. Varianten):
Apollo Grannus Mogounus
Grannus (incl. ev. Varianten): Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en) Ob in dieser Inschrift wirklich der Genitiv des Götternamens Grannus gemeint ist, ist nicht gesichert. Es könnte ich ebensogut um irgendeine Form eines Personennamens handeln, wie etwa Granianus, Granio oder Granilla (Künzl/Künzl 2008, 400). |
| Kommentar allgemein |
Das Bronzebecken stammt aus einem Fund von Plünderungsgut, das die Alemannen nach ihren Einfällen nach Gallien 275–77 verloren (s. dazu Künzl 2008, Alamannenbeute). |
| Zitiervorschlag | CF-GeS-1077, hdl.handle.net/11471/504.50.1077 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
