Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Vosegus
CF-GeS-1063
1 VOSEGO
2 IVLIVS VI
3 TVNIS V
4 S L▴L▴M
1 Vosego
2 Iulius Vi -
3 tunis v(otum)
4 s(olvit) l(aetus) l(ibens) m(erito)
| Civitas | Civitas Nemetum |
| Apparatus criticus | Z. 2:
Am Ende der Zeile ist die Lesung nicht ganz sicher. – Nesselhauf
Z. 3: fehlender Zeilenwechsel nach dem letzen v – Cüppers Z. 4: l(ibens) l(aetus) – Nesselhauf, EDH, Günther/Köpstein, Gödel, Cüppers, Hirte, Scheungraber |
| Übersetzung Deutsch |
Für Vosegus! |
| Übersetzung Englisch |
To Vosegus! |
| Autopsie |
vidimus (CIL XIII Projekt) |
| Editionen und Lesungen | Nesselhauf 1937, Nr.73 Sprater 1938, 190–191 AE 1938, 82 Günther/Köpstein 1975, 433 Gödel 1980, 121f. Mensching 1982, 9 Nr.5 Cüppers 1990, 497f. Hirte 1995, 438 Scheungraber 2020, 608 Nr.4 |
| Elektronische Ressourcen |
HD022122
(Version von 2019-01-26) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) http://lupa.at/25529 (Version von 2020-07-09) (Ubi Erat Lupa) EDCS-11202170 (zuletzt abgerufen 2023-07-19) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) https://cil.bbaw.de/ace/id/KO0000632 (zuletzt abgerufen 2023-07-19) https://www.trismegistos.org/text/210222 (zuletzt abgerufen 2023-07-19) (Trismegistos) |
| Fundort modern | Neustadt an der Weinstraße |
| Fundstelle | Bezirk Lachen-Speyerdorf; Sandgrube beim (ehemaligen) Forsthaus Breitenstein unmittelbar bei der Haltestelle der Lokalbahn (Sprater 1938, 190) |
| Fundumstände | Weitere Fundumstände sind nicht bekannt. An der Fundstelle kreuzt eine römische Straße von St. Martin kommend das Elmsteiner Tal und führt in Richtung Esthal. |
| Fundjahr | 1937 |
| Verwahrung | Speyer, Historisches Museum der Pfalz |
| Inventarnummer | 1937/10c |
| Inschriftträger | Weihealtar |
| Material | Sandstein |
| Archäologische Klassifikation |
Aufsatzschmuck
Giebel Opferschale (Gestaltungsmerkmal) Pulvini Rosette |
| Beschreibung Objekt | Der Weihealtar ist stark verwittert, jedoch in all seinen Bestandteilen erhalten. Die Basis führt in zwei Stufen zum ungerahmten Inschriftenfeld, das wiederum durch zwei Stufen vom Aufsatz getrennt ist. Dieser ist bereits so stark verwittert, dass man zwar noch Pulvini erkennen und dazwischen einen Dreiecksgiebel vermuten, die genaue Gestaltung jedoch nicht mehr nachvollzogen werden kann. Am linken Pulvini könnte eine Rosette vermutet werden. Dahinter findet sich die Opferschale. |
| Zustand Objekt | weitgehend vollständig |
| Maße | Höhe: 41 cm Breite: 21 cm Tiefe: 15,5 cm |
| Ikonografie | Keine bildliche Gestaltung vorhanden. |
| Inschrift | Der Inschriftentext ist vollständig erhalten. Die Buchstaben sind unregelmäßig und in der ersten und letzten Zeile deutlich kleiner. |
| Zustand Inschriftfeld | vollständig |
| Technik | gemeißelt |
| Buchstabenhöhe (cm) | 2,0–4,2 |
| Kommentar Götternamen |
Vosegus (incl. ev. Varianten):
Sprachlich:
Vorkommen: Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgenden theonymischen Formularen vor:
Vosegus (incl. ev. Varianten):
Vosegus Silvanus (incl. ev. Varianten): Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en) |
| Kommentar allgemein |
Iulius Vitunis: römisches Namensformular ohne Praenomen Iulius: italisches Gentilnomen, kaiserliches Gentilnomen, überall äußerst gängig (Kakoschke 2021, GN 637) Vitunis: keltischer Name, nur hier und ein weiteres Mal in der Belgica belegt (Kakoschke 2021, CN 3402) |
| Zitiervorschlag | CF-GeS-1063, hdl.handle.net/11471/504.50.1063 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
