Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Vosegus

CF-GeS-1062

VOSEGO

MAXSII

MINVS

V▴S▴L▴M

Vosego

Maxsii -

minus(!)

v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito)

CivitasCivitas Nemetum
Apparatus criticusZ. 2: Maxse- – Riese, Hatt 1971, Mensching; Maxi – Hatt 1989
Z. 4: letzter Buchstabe nicht M, sondern L(aetus) – Brambach, Hatt (1971, 1989), EDH
Übersetzung Deutsch

Für Vosegus!
Maxsiminus hat ein Gelübde gerne und verdientermaßen erfüllt.

Übersetzung Englisch

To Vosegus!
Maxsiminus has fulfilled a vow willingly and deservedly.

Autopsie

non vidimus
Lesung gründet auf: CIL

Editionen und LesungenBrambach 1867 (Corpus), Nr.1784
CIL XIII 6080
ILS 3916
Hildenbrand 1911 (Steinsaal), Nr.188
Riese 1914, Nr.3563
Hatt 1971, 226
Mensching 1982, 9 Nr.4
Hatt 1989, 222
Scheungraber 2020, 608 Nr.2
Elektronische Ressourcen HD075745 (Version von 2021-02-18) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-11000072 (zuletzt abgerufen 2023-07-19) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/425042 (zuletzt abgerufen 2023-07-19) (Trismegistos)
Fundort modern Bad Bergzabern
Fundstelle

im Bereich der Burg (Brambach 1867, 326 Nr.1784)

Fundumstände„einst im Schloßhofe eingemauert“ (Sprater 1930, 38); Der Stein muss vor 1589 gefunden worden sein, da er hier das erste Mal erwähnt wird.
Verwahrungverschollen
InschriftträgerWeihestein
Beschreibung Objekt

Aufgrund des Überlieferungszustandes ist keine Beschreibung von Form und Gestaltung möglich.

Zustand Objekt unklar
Ikonografie

Keine bildliche Gestaltung überliefert.

Inschrift

Der nur abschriftlich erhaltene Inschriftentext ist wohl vollständig.

Zustand Inschriftfeldunklar
Technikgemeißelt
Notabilia Varia

v.2: „Maxsiiminus” pro „Maximinus”

Kommentar Götternamen

Vosegus (incl. ev. Varianten):

Sprachlich:
keltisch: ‚unter Kraft‘ (Delamarre 2018, 324; Scheungraber 2020, 608–609).
(Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen:
Der Göttername ist in der Provinz Germania Superior gut belegt, findet sich aber möglicherweise auch in der Belgica in dem Votivformular Merc(urio) Vos(ego) (CIL XIII 4550).

Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgenden theonymischen Formularen vor:

Vosegus (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: -
- Germania Superior: CF-GeS-1062, CF-GeS-1063

Vosegus Silvanus (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: -
- Germania Superior: einmal zweifelsfrei belegt in CF-GeS-1064, dementsprechend wird auch in CF-GeS-1065 und CF-GeS-1066 das theonymische Formular auf Vosegus Silvanus (und nicht Vosegus Silvester) zu ergänzen sein.

Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en)

Kommentar allgemein

Maximinus: einheimisches Namensformular

Maximinus: lateinischer Name, Weiterbildung des Namens Maximus, überall gängig (Kakoschke 2021, CN 2009)

ZitiervorschlagCF-GeS-1062, hdl.handle.net/11471/504.50.1062
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0

Versionen

Last Update/Current Version: 2024