Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Boudina | Mars Smertrius | Vindoridius
CF-GeS-1058
1 IN▴H▴D▴D▴NVMIN[---]
2 MARTI▴SMERTRIO▴ET
3 VINDORIDIO BOVD[.]
4 NAE▴CN▴DOMITIVS▴C+
1 In h(onorem) d(omus) d(ivinae) Numin[i](bus)
2 Marti Smertrio et
3 Vindoridio Boud[i] -
4 nae Cn(aeus) Domitius C+
| Apparatus criticus | Z. 1:
numin[i] – ILS, Gilles; Numin[ibus loci? oder Numin[i Aug.?] – Lehner; Numin[i Aug(usti?)] – Scheungraber
Z. 2: et [---] – Lehner, Scheungraber Z. 3: Vindoridi [et] Boud[e] – ILS; Boud[a] oder Boud[e] – CIL; Boud[---] – Lehner, Gilles, Scheungraber Z. 4: am Ende: Cn(aei) [fil(ius) ---] – CIL, Lehner; Cn(aei?) [fil(ius) ---] – Scheungraber |
| Übersetzung Deutsch |
Zu Ehren des Kaiserhauses für die numina Mars Smertrius und Vindoridius (und) Boudina! |
| Übersetzung Englisch |
In honour of the Divine Houshold to the numina Mars Smertrius and Vindoridius (and) Boudina! |
| Autopsie |
vidimus (CIL XIII Projekt) |
| Editionen und Lesungen | CIL XIII 11975 ILS 9303 Lehner 1918, Nr.1 Gilles 1984, 40 Scheungraber 2020, 198 Nr.3, 493, 600 |
| Elektronische Ressourcen |
HD066928
(Version von 2020-05-29) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) EDCS-12700508 (zuletzt abgerufen 2023-06-28) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) https://cil.bbaw.de/ace/id/KO0115302 (zuletzt abgerufen 2023-06-28) https://godot.date/id/CY4rLkKNWMMeEj6DVz74N4 (zuletzt abgerufen 2023-06-28) https://www.trismegistos.org/text/426350 (zuletzt abgerufen 2023-06-28) (Trismegistos) |
| Fundort modern | Liesenich |
| Fundstelle | auf dem Hunsrück bei Mittelstrimmig, Distrikt „auf der Mauer“ an der Straße Strimmig-Blankenrath (Lehner 1918, 2 Nr.1) |
| Fundumstände | Es sind keine weiteren Fundumstände bekannt. |
| Fundjahr | 1908 |
| Verwahrung | Bonn, Rheinisches Landesmuseum |
| Inventarnummer | 20104 |
| Inschriftträger | Weihestein |
| Material | Kalkstein, Sandstein |
| Archäologische Klassifikation |
glatt
Reparatur |
| Beschreibung Objekt | Der längsrechteckige Weihestein besteht heute noch aus zwei zusammenhängenden Fragmenten, wobei das rechte Drittel schräg über dem Inschriftentext abgebrochen ist. Es scheint keine Rahmung vorhanden gewesen zu sein, was jedoch nicht sicher festgestellt werden kann, da der Stein auf allen Seiten beschlagen ist und der rechte Rand vollständig fehlt. Lehner (1918, 1) beschreibt den Stein wie folgt: „Diesen Block, der vermutlich zu einer Tempelinschrift gehörte, hat man dann, nachdem das rechte Ende bereits abgeschlagen war, für einen späteren Bau wiederverwendet, hat ein Loch seiner bisherigen Rückseite mit Mörtel zugefüllt, und diese nun als Vorderseite durch die beiden kleineren und aus anderem Material bestehenden Quader auf beiden Seiten verlängert“. Es sind weder Basis noch Aufsatz vorhanden. |
| Zustand Objekt | größeres Fragment |
| Maße | Höhe: 51 cm Breite: 85 cm Tiefe: 23 cm |
| Ikonografie | Keine bildliche Gestaltung vorhanden. |
| Inschrift | Vom Inschriftentext sind der linke und der obere Rand gesichert, wie weit er sich nach rechts und nach unten fortsetzte, kann nicht gesagt werden. Die sehr qualitätvollen Buchstaben sind in der ersten Zeile größer als in den folgenden. |
| Zustand Inschriftfeld | größeres Fragment |
| Technik | gemeißelt |
| Buchstabenhöhe (cm) | 6,0–8,1 |
| Kommentar Götternamen |
Boudina (incl. ev. Varianten):
Sprachlich:
Vorkommen:
Boudina (incl. ev. Varianten): Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en) Smertrius (incl. ev. Varianten):
Sprachlich:
Vorkommen: Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgendem theonymischen Formular vor:
Mars Smertrius (incl. ev. Varianten): Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en) Vindoridius (incl. ev. Varianten):
Sprachlich:
Vorkommen: Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgendem theonymischen Formular vor:
Vindoridius (incl. ev. Varianten): Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en) |
| Kommentar allgemein |
Gnaeus Domitius C…: tria nomina?, jedenfalls römisches Namensformular bestehend aus Praenomen und Gentilnomen Domitius: italisches Gentilnomen, äußerst gängig (Kakoschke 2021, GN 440) |
| Zitiervorschlag | CF-GeS-1058, hdl.handle.net/11471/504.50.1058 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
