Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Tourenus
CF-GeS-1055
1 DEO
2 TOVREṆ
3 O AVEṆTO
4 ------
1 Deo
2 Touren -
3 o Avento
4 ------
| Civitas | Civitas Nemetum |
| Apparatus criticus | Z. 2:
Touten – Bernhard, Hupe (hält aber auch Tovien für möglich), EDH, Scheungraber
Z. 3: Wohl nicht mit Sicherheit auszuschließen ist Q. als erster Buchstabe. |
| Übersetzung Deutsch |
Für den Gott Tovrenus! |
| Übersetzung Englisch |
To the god Tovrenus! |
| Autopsie |
vidimus (7.11.2023) |
| Editionen und Lesungen | Bernhard 1983 (Pfalz), 94 Nr.202 Hupe 1997, 197 Nr.B14 AE 1997, 1185 Scheungraber 2020, 540 Nr.2 |
| Elektronische Ressourcen |
HD049730
(Version von 2020-07-29) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) http://lupa.at/26814 (Version von 2020-09-25) (Ubi Erat Lupa) EDCS-09500095 (zuletzt abgerufen 2023-07-17) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) https://www.trismegistos.org/text/211563 (zuletzt abgerufen 2023-07-17) (Trismegistos) |
| Fundort modern | Neustadt an der Weinstraße |
| Fundstelle | zwischen Wallgasse und Festwiese |
| Fundumstände | beim Ausheben der Baugrube für den Neubau der Allgemeinen Ortskrankenkasse (Bernhard 1983 Pfalz, 94 Nr.202) |
| Fundjahr | 1970 |
| Verwahrung | Speyer, Historisches Museum der Pfalz |
| Inventarnummer | HM 1971/0081 |
| Inschriftträger | Weihealtar |
| Material | Sandstein |
| Archäologische Klassifikation |
Aufsatzschmuck
Blattdekor Giebel Opferschale (Gestaltungsmerkmal) Pulvini Rosette |
| Beschreibung Objekt | Von diesem Weihealtar ist noch die obere Hälfte erhalten. Das Inschriftenfeld ist ungerahmt und setzt sich vom Aufsatz durch zwei Stufen ab. Die Bekrönung besteht aus zwei Pulvini mit Rosettendekor, zwischen denen ein Dreiecksgiebel sitzt, der mit Blattdekor gefüllt ist. Darüber könnte sich die Opferschale befinden. |
| Zustand Objekt | größeres Fragment |
| Maße | Höhe: 25 cm Breite: 21 cm Tiefe: 18 cm Die angegebenen Maße sind die des erhaltenen Fragmentes. |
| Ikonografie | Keine bildliche Gestaltung vorhanden. |
| Inschrift | Der Inschriftentext bricht unter der dritten Zeile ab, wie weit er sich noch fortsetzte kann nicht gesagt werden. Die Buchstaben sind unregelmäßig. |
| Zustand Inschriftfeld | kleineres Fragment |
| Technik | gemeißelt |
| Buchstabenhöhe (cm) | 2,7–3,3 |
| Kommentar Götternamen |
Tourenus (incl. ev. Varianten):
Sprachlich:
Vorkommen: Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgenden theonymischen Formularen vor:
Mercurius Tourenus (incl. ev. Varianten):
Tourenus (incl. ev. Varianten): Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en) |
| Kommentar allgemein |
Avento: Wenn einerseits die Lesung richtig ist und sich andererseits das Wort nicht in der nächsten – verlorenen – Zeile fortsetzte, wird es sich dabei um ein Cognomen handeln; vgl. eine Inschrift aus Mainhardt in der Germania Superior in der ein Benefiziarier namens Luc(ilius) Avento bezeugt ist (AE 1996, 1150). Seltener keltischer Name (Kakoschke 2021, CN 412) |
| Zitiervorschlag | CF-GeS-1055, hdl.handle.net/11471/504.50.1055 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
