Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen


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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Ollogabiae

CF-GeS-1038

OLLOG̣[---]

C▴MAM[---]

ET▴ARṚ[---]

ḌAM[---]

  5 [.]M[---]

Ollog[abiabus---?]

C(aius) Mam[---]

et Arr[---]

DAM[---]

  5 [.]M[---]

Apparatus criticusZ. 1: Ollog[abiabus] – Körber, Weber, Ferlut
Z. 2: Mame[---] – Ferlut
Z. 3: Arb – Frenz; auch ARB möglich – EDH
Z. 4: [quond]dam – Körber; OAM – Frenz, Scheungraber, Ferlut; statt D auch O möglich – EDH
Z. 5: Vor dem M ist noch der Ansatz einer Querhaste erkennbar – Frenz; m[erito] – Ferlut
Übersetzung Deutsch

Für die Ollogabiae!
Gaius Mam… und Arr…

Übersetzung Englisch

To the Ollogabiae!
Gaius Mam… and Arr…

Autopsie

vidimus (CIL XIII Projekt)

Editionen und LesungenKörber 1900, Nr.6
CIL XIII 6751
Werber 1966, 79
Frenz 1992, Nr.104
Scheungraber 2020, 432 Nr.1
Ferlut 2022, Nr.513
Elektronische Ressourcen HD055281 (Version von 2017-10-20) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
http://lupa.at/16743 (Version von 2022-12-31) (Ubi Erat Lupa)
EDCS-11000798 (zuletzt abgerufen 2023-06-14) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
https://www.trismegistos.org/text/211860 ( zuletzt abgerufen 2023-06-14 ) (Trismegistos)
Fundort antikMogontiacum
Fundort modern Mainz
FundumständeDie Fundumstände, die Fundstelle und das Fundjahr sind nicht bekannt, der Stein muss jedoch vor 1896 gefunden worden sein. Auch der Fundort ist nicht gänzlich gesichert.
VerwahrungMainz, Landesmuseum
InschriftträgerWeihestein
MaterialKalkstein
Archäologische Klassifikation Rahmen
Zierleiste
Beschreibung Objekt

Von diesem Weihestein ist noch ein Fragment erhalten, das oben und links teilweise an einen Rahmen anschließt, der in seiner Form an einen Perlstab erinnert. Das linke obere Eck jedoch ist abgebrochen. Der Bruch auf der rechten Seite verläuft diagonal von rechts oben nach links unten.

Zustand Objekt kleineres Fragment
MaßeHöhe: 30,5 cm
Breite: 26,5 cm
Tiefe: 7,5 cm
Ikonografie

Keine bildliche Gestaltung vorhanden.

Inschrift

Vom Inschriftentext ist die linke obere Ecke erhalten. Wie weit er sich nach rechts und nach unten fortsetzte, ist unbekannt.
In Z.5 ist vor dem M noch der Ansatz einer Haste sichtbar, vermutlich I, L H oder N.

Zustand Inschriftfeldkleineres Fragment
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe (cm)3,8–4,5
Kommentar Götternamen

Ollogabiae (incl. ev. Varianten):

Sprachlich:
keltisch erklärbar: ,Die Allgebenden [Muttergöttinnen]’ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 218–220).
(Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen:
Der Göttername Ollogabiae ist nur in der Germania Superior nachgewiesen. Die Variante Alagabiae ist in der Germania Inferior zweimal belegt.

Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgendem theonymischen Formular vor:

Ollogabiae (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: Es gibt keine Belege für Ollogabiae, doch ist die Variante Alagabiae im theonymischen Formular Matronae Alagabiae in der Germania Inferior 2x bezeugt: CF-GeI-264, CF-GeI-265.
- Germania Superior: CF-GeS-1037, CF-GeS-1038

Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en)

ZitiervorschlagCF-GeS-1038, hdl.handle.net/11471/504.50.1038
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0
Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC


Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC

Versionen

Last Update/Current Version: 2024