Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Nemetona fals

CF-GeS-1033

MARTI ET

NEMETO

NE I SILV

INVS COH

  5 PRET TR

V S P

Marti et

Nemeto -

n(a)e I(---) Silv -

inus coh(ortis)

  5 pr(a)et(oriae) TR

v(otum) s(olvit) p(osuit?)

Apparatus criticusZ. 3: n̂ae – CIL
Z. 5: prâe – CIL
Übersetzung Deutsch

Für Mars und Nemetona!
I... Silvinus (Soldat) der Prätorianerkohorte TR hat ein Gelübde erfüllt (und das) aufgestellt.

Übersetzung Englisch

To Mars and Nemetona!
I... Silvinus (soldier) of the praetorian cohort TR has fulfilled a vow (and) set (this) up.

Autopsie

non vidimus

Lesung gründet auf: Photo und Lupa

Editionen und LesungenCIL XIII 6131 (im letzten Absatz behandelt)
Scheungraber 2020, 416 Nr.3
Elektronische Ressourcenhttp://lupa.at/26256 (Version von 2021-04-04) (Ubi Erat Lupa)
EDCS-68900003 (zuletzt abgerufen 2023-03-29) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
https://www.trismegistos.org/text/704996 (zuletzt abgerufen 2023-03-29) (Trismegistos)
FundumständeDa es sich um eine Fälschung handelt, wird hier nicht näher auf Ort, Stelle, Jahr und Umstände des Fundes eingegangen.
VerwahrungSpeyer, Historisches Museum der Pfalz, Depot
InventarnummerL 37
InschriftträgerWeihestein
MaterialSandstein
Archäologische Klassifikation Fälschung
Rahmen
Beschreibung Objekt

Es handelt sich um einen Weihestein mit quadratischer Inschriftenfläche, die außerdem einfach gerahmt ist. Ein Abbruch ist lediglich auf der Rückseite vorhanden.

Zustand Objekt vollständig
MaßeHöhe: 50 cm
Breite: 50 cm
Tiefe: 35 cm
Ikonografie

Keine bildliche Gestaltung vorhanden.

Inschrift

Die Inschrift ist kein antikes Original (s. CIL XIII 6131)!

Zustand Inschriftfeldvollständig
Technikgemeißelt
Kommentar Götternamen

Nemetona (incl. ev. Varianten):

Sprachlich:
keltisch: ‚heiliger Hain, geweihter Ort‘ (Holder 1896–1917, Bd.2, 712; Delamarre 2018, 223; Scheungraber 2020, 417).
(Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen:
Der Göttername ist belegt in den Provinzen Belgica und Britannia, vor allem aber in der Germania Superior.

Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgendem theonymischen Formular vor:

Nemetona (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: -
- Germania Superior: CF-GeS-1033, CF-GeS-1034, CF-GeS-1035

Victoria Nemetona (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: -
- Germania Superior: CF-GeS-1036

Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en)
Zum gemeinsamen Auftreten mit Mars (Loucetius) und anderen ‚Begleitfaktoren‘ siehe Kommentar Göttername zu Loucetius.

Kommentar allgemein

Es handelt sich bei dem Stück nicht um ein antikes Original (s. CIL XIII 6131)!


Silvinus: einheimisches Namensformular

Silvinus: gängiger lateinischer Name, Weiterbildung des Gentilnomens Silvius (Kakoschke 2021, CN 2880)

ZitiervorschlagCF-GeS-1033, hdl.handle.net/11471/504.50.1033
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0
Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC

Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC

Versionen

Last Update/Current Version: 2024