Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen


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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Sucellus

CF-GeS-1031

DEO SV

CELO▴

[.]ILVANO

▴T̂I▴G + + P

Deo Su -

celo

[S]ilvano

Ti(berius) G + + P

CivitasCivitas Vangionum
Apparatus criticusZ. 2: [cel]o [et?] – Deyts/Roussel
Z. 3: [Si]lvano – Boppert; vom L nur noch die senkrechte Haste vorhanden – EDH
Z. 4: Ti(berius) G(---)(?) N(---)(?) [l. p. ?] – CIL; [---] I P – Boppert; Ti(berius) G(---)(?) I(?) l(ibens) p(osuit) – EDH; GPIP – Scheungraber
Übersetzung Deutsch

Für den Gott Sucellus Silvanus!
Tiberius ...

Übersetzung Englisch

To the god Sucellus Silvanus!
Tiberius ...

Autopsie

vidimus (CIL XIII Projekt)

Lesung gründet auf: EDH und Photo

Editionen und LesungenCIL XIII 6224
Deyts/Roussel 1989, 246
Boppert 1998, Nr.39
Scheungraber 2020, 496 Nr.9
Elektronische Ressourcen HD054767 (Version von 2018-02-01) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
http://lupa.at/27073 (Version von 2020-11-30) (Ubi Erat Lupa)
EDCS-11000232 (zuletzt abgerufen 2023-07-03) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
http://www.trismegistos.org/text/211800 (zuletzt abgerufen 2023-07-03) (Trismegistos)
Fundort antikBorbetomagus
Fundort modern Worms
Fundstelle

Eulenburg, Garten

FundumständeWeitere Details sind nicht vorhanden.
Fundjahr1844
VerwahrungMainz, Landesmuseum (Depot Bretzenheim)
InventarnummerS 722
InschriftträgerWeihealtar
MaterialSandstein
Archäologische Klassifikation Aufsatzschmuck
Laubbaum
Opferschale (Gestaltungsmerkmal)
Pulvini
Reliefschmuck
Beschreibung Objekt

Der Weihealtar ist sehr stark verwittert, wodurch die Verzierung nur mehr schwer erkennbar ist. Das Inschriftenfeld scheint nicht gerahmt und von Aufsatz und Basis nicht durch Stufen getrennt zu sein. Am Aufsatz sind die Reste von Pulvini und einem Dreiecksgiebel in der Mitte zu erkennen und dahinter eventuell eine Opferschale.

Zustand Objekt weitgehend vollständig
MaßeHöhe: 57 cm
Breite: 37 cm
Tiefe: 21 cm
Ikonografie

Auf den Schmalseiten findet sich jeweils ein sehr ähnlich gestalteter, jedoch seitenverkehrter, einfacher Laubbaum.

Inschrift

Das Inschriftenfeld ist völlig erhalten, doch ist der Text sehr stark verwittert und in Z.4 nicht mehr ohne große Zweifel lesbar.
Zu einer Ligatur: s. Majuskelumschrift. – Besondere Zeichen: Z.4 offenbar eine Ligatur von T und I (H: 6,2 cm).

Zustand Inschriftfeldgrößere Fehlstelle/n
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe (cm)4,8–5,9
Kommentar Götternamen

Sucellus (incl. ev. Varianten):

Sprachlich:
keltisch: ‚der einen guten Hammer hat‘ (Scheungraber 2020, 495–497).
(Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen:
Der Name findet, mit männlicher und weiblicher Endung, auch als Personenname Verwendung. Der Göttername ist bezeugt in den Provinzen Aquitania (ILTG 497), Belgica (CIL XIII 4542; ILTG 565; AE 1990 768a; 768b), Britannia (ILS 4689), Dacia (CIL III 1575), Germania Superior und Narbonensis (CIL XII 1836).

Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgendem theonymischen Formular vor:

Sucellus (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: -
- Germania Superior: CF-GeS-1030 mit der Variante Sucaellus, in CF-GeS-1031 könnte das theonymische Formular allerdings auch als Sucellus Silvanus verstanden werden.

Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en)

ZitiervorschlagCF-GeS-1031, hdl.handle.net/11471/504.50.1031
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0
Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NCBild 2: links, CIL XIII Projekt, CC BY-NCBild 3: rechts, CIL XIII Projekt, CC BY-NC


Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC
Bild 2: links, CIL XIII Projekt, CC BY-NC
Bild 3: rechts, CIL XIII Projekt, CC BY-NC

Versionen

Last Update/Current Version: 2024