Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Visucius
CF-GeS-1029
1 I O M
2 APOL[---]
3 ET▴VISV[---]
4 SOLIT[---]
5 ------
1 I(ovi) O(ptimo) M(aximo)
2 Apol[lini]
3 et Visu[cio]
4 SOLIT[---]
5 ------
| Civitas | Civitas Tribocorum |
| Apparatus criticus | Z. 4:
Solin – Hatt 1978; Soli (?) T – Wendling; Soli T[---] – Fuchs, Scheungraber
|
| Übersetzung Deutsch |
Für Iupiter Optimus Maximus, Apollo und Visucius! |
| Übersetzung Englisch |
To Iupiter Optimus Maximus, Apollo and Visucius! |
| Autopsie |
non vidimus |
| Editionen und Lesungen | CIL XIII 5991 Wendling 1912, 17 Fuchs 1914, 119 Hatt 1971, 242 Hatt 1978, 130 Scheungraber 2020, 605 Nr.8 |
| Elektronische Ressourcen |
EDCS-10801401
(zuletzt abgerufen 2023-07-18) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) |
| Fundort modern | Phalsbourg |
| Fundstelle | "in den Bergen rund um Phalsbourg" (CIL) |
| Fundumstände | Weder die genaue Fundstelle, noch die Fundumstände sind bekannt. Gefunden wurde der Stein vor 1852, da er hier schon dem Museum von Oberst Uhrich von Phalsbourg, dem Finder, geschenkt wurde. |
| Verwahrung | Nancy, Palais des Ducs de Lorraine – Musée Lorrain |
| Inventarnummer | A.95.218 |
| Inschriftträger | Weihealtar |
| Material | Kalkstein |
| Archäologische Klassifikation |
Aufsatzschmuck
Giebel Opferschale (Gestaltungsmerkmal) Pulvini Reparatur |
| Beschreibung Objekt | Vom Weihealtar ist der obere Teil erhalten. Rechts unten ist ein Teil ausgebrochen und modern repariert. Das ungerahmte Inschriftenfeld ist durch drei Stufen vom glatten Aufsatz getrennt. Dieser ist mit zwei Pulvini, dazwischen einem Dreiecksgiebel und dahinter der Opferschale gestaltet. |
| Zustand Objekt | größeres Fragment |
| Maße | Höhe: 120 cm Breite: 42,7 cm Tiefe: 33,5 cm |
| Ikonografie | Keine bildliche Gestaltung vorhanden. |
| Inschrift | Vom Inschriftentext ist im CIL die linke obere Ecke überliefert. Die erste Zeile dürfte vollständig erhalten sein. Wie weit sich der Text nach unten fortsetzte, kann nicht gesagt werden. |
| Zustand Inschriftfeld | größere Fehlstelle/n |
| Technik | gemeißelt |
| Kommentar Götternamen |
Visucius (incl. ev. Varianten):
Sprachlich:
Vorkommen:
Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgenden theonymischen Formularen vor:
Mercurius Visucius
Visucius Mercurius
Visucia
Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en) |
| Kommentar allgemein |
SOLIT: könnte ergänzt werden auf den Namen Solit[us]: keltischer Name (Kakoschke 2021, CN 2914). Die Lesung als Soli T[emplum] scheint als Inschrift auf einem Altar weniger wahrscheinlich. |
| Zitiervorschlag | CF-GeS-1029, hdl.handle.net/11471/504.50.1029 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
