Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Sirona

CF-GeS-1025

APOLLIN[.]

ẸT Ṣ[.]RONA[.]

[.]G̣EN[---]I

[---]I[.]ỊOỊ[---]

Apollin[i]

et S[i]rona[e]

[.]G̣EN[---]I

[---]I[.]ỊOỊ[---]

CivitasCivitas Vangionum
Apparatus criticusZ. 1: Apollin(i) – Scheungraber
Z. 2: S[i]rona(e) – Scheungraber
Z. 4: [---]O[---]M I – AE, Behn; [---]centi[---] – Behrens, Stümpel, Klumbach; [---]ICEN[---]I[---] vom C wird nur die obere Hälfte gezeigt, könnte also auch ein G sein – Nesselhauf; [---]ICEN[---]I[---] – Weisgerber; [..]ioen[…]i[..] – Weber; [.]GEN[---] – Künzl; [---]IGEN[---]I[---]I[---] – EDH, Scheungraber, Ferlut; ev. auch Gen[io]? – EDH
Z. 5: [---] – AE 1933, Behn; m.i..i…… – Behrens, Stümpel, Klumbach; [---]O[---] – Künzl; [---]IOI[---] – Nesselhauf, Weber, Weisgerber, EDH, Scheungraber, Ferlut
Übersetzung Deutsch

Für Apollo und Sirona!
...

Übersetzung Englisch

To Apollo and Sirona!
...

Autopsie

vidimus (CIL XIII Projekt)

Editionen und LesungenBehn 1929/30, 87
AE 1933, 140
Nesselhauf 1937, Nr.86
Behrens 1938, Nr.8
Stümpel 1965 (Alzeyer Museum), 54
Weber 1966, 153
Klumbach 1973 Altiaium, 15
Künzl 1975, Nr.16
Weisgerber 1975, 106
Scheungraber 2020, 488 Nr.12
Ferlut 2022, Nr.1235
Elektronische Ressourcen HD024006 (Version von 2020-08-24) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
http://lupa.at/15481 (Version von 2023-01-01) (Ubi Erat Lupa)
EDCS-11202203 (zuletzt abgerufen 2023-06-27) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
www.trismegistos.org/text/210420 (zuletzt abgerufen 2023-06-27) (Trismegistos)
Fundort antikAltiaia
Fundort modern Alzey
Fundstelle

in den Fundamenten eines römischen Gebäudes im Kastell“ (Behrens 1938, 41); „auf der Ziegelschuttschicht im Nordschlitz“ (Behn 1929/30, 87); „dans une propriété appartenant à M. Heinrich Korn […] dans les fondations sur pilotis de léglise de Saint-Georges, depuis longtemps abandonnée“ (Espérandieu XI 7746)

Fundumständeim Zuge einer Ausgrabung, geleitet durch Friedrich Behn (Espérandieu XI 7746); gemeinsam mit CF-GeS-1024
Fundjahr1929
VerwahrungAlzey, Museum
Inventarnummer10
InschriftträgerWeihestein
MaterialSandstein
Archäologische Klassifikation Aufsatzschmuck
Dübelloch
Giebel
Opferschale (Gestaltungsmerkmal)
Pulvini
Reparatur
Beschreibung Objekt

Der Weihealtar ist in zwei modern durch Zement miteinander verbundenen Fragmenten erhalten. Der Riss zieht sich über das gesamte Inschriftenfeld. Die Basis ist abgebrochen, der Stein ist am Aufsatz stark bestoßen und links sind die Kanten abgebrochen. Der Aufsatz scheint mit Pulvini geschmückt gewesen zu sein, zwischen denen sich ein Dreiecksgiebel befunden haben könnte und an der Oberseite dürfte sich eine Opferschale befinden. Laut Nesselhauf (1937, Nr.86) befindet sich „an der üblichen Stelle oben ein viereckiger Klotz mit Dübelloch wohl für eine Statue“. Das Inschriftenfeld, das durch mehrere Stufen von der Bekrönung getrennt ist, ist ungerahmt erhalten.

Zustand Objekt größeres Fragment
MaßeHöhe: 46 cm
Breite: 23,5 cm
Tiefe: 24 cm
Ikonografie

Keine bildliche Gestaltung vorhanden.

Inschrift

Vom Inschriftentext sind die ersten vier Zeilen sichtbar, wobei nur Zeile 1 und 2 lesbar sind. Ob und wieweit sich der Text darunter noch fortsetzte, ist nicht mehr feststellbar. Die Buchstaben sind regelmäßig ausgeführt, aber stark abgerieben. Eine Bruchlinie zieht sich in Z.1 von rechts oben schräg nach links unten und dann durch die übrigen Zeilen senkrecht bis ganz zum unteren Ende des Steines, wodurch in Z.2 das I und in Z.4 ein unbekannter Buchstabe verloren sind.

Zustand Inschriftfeldkleineres Fragment
Technikgemeißelt
Buchstabenhöhe (cm)3,2–3,4
Kommentar Götternamen

Sirona (incl. ev. Varianten):

Sprachlich:
keltisch: ‚der göttliche Stern‘ (de Bernardo Stempel/Hainzmann 2020, 430–440); ‚erhabener großer Stern‘ bzw. ‚zu den Sternen gehörig‘ (Scheungraber 2020, 491).
(Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen:
Der Göttername ist bezeugt in den Provinzen Aquitania, Belgica, Dacia, Germania Superior, Lugdunensis, Noricum, Pannonia Inferior, Pannonia Superior und Raetia sowie in Rom.

Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgendem theonymischen Formular vor:

Sirona (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: -
- Germania Superior: CF-GeS-1023, CF-GeS-1024(?),CF-GeS-1025, CF-GeS-1026, CF-GeS-1080, CF-GeS-1114, CF-GeS-1117. In CF-GeS-1024(?) ist die Ergänzung der Götternamen auf Apollo und Sirona zumindest möglich.

Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en)

ZitiervorschlagCF-GeS-1025, hdl.handle.net/11471/504.50.1025
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0
Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NCBild 2: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC

Bild 1: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC
Bild 2: Front, CIL XIII Projekt, CC BY-NC

Versionen

Last Update/Current Version: 2024