Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Sirona?
CF-GeS-1024
1 A[---]
2 AP[---]
3 ET S[---]
4 P V[---]
5 NIV[---]
6 VS [---]
1 A[---]
2 Ap[ollini?]
3 et S[ironae?]
4 P(ublius) V[---]
5 niu[---]
6 VS [---]
| Civitas | Civitas Vangionum |
| Apparatus criticus | Z. 1:
A[ram?] – EDH; A[ram] – Behn, AE, Nesselhauf, Espérandieu, Weber, Künzl, Scheungraber, Ferlut
Z. 2: Ap[ollini] – Behn, Nesselhauf, Espérandieu, Behrens, Alzeyer Geschichtsblätter, Weber, Künzl, EDH, Scheungraber, Ferlut; Ap[oll(ini)] – AE Z. 3: S[ir(onae)] – AE; S[ironae] – Behn, Nesselhauf, Espérandieu, Behrens, Stümpel, Weber, Künzl, EDH, Scheungraber, Ferlut Z. 4: Pu... – Behn; PU... – Espérandieu, Stümpel Z. 5: niu[s] – Behn; niu[s ---] – AE, Nesselhauf, Espérandieu, Behrens, Stümpel, Weber, Künzl, EDH, Scheungraber, Ferlut Z. 7: VS aufgrund des Buchstabenabstandes eher Ende eines Cognomen als Beginn der Weiheformel VSLLM – EDH; us – Behrens, Stümpel; v(otum) s(olvit) [l(libens) l(aetus) m(erito)] – AE; v(otum) s(olvit) [l(libens) m(erito)] – Espérandieu; v(otum) s(olvit) [...] – Weber; [.posuit] – Künzl; dem Dedikantennamen folgte posuit oder VSLM – Nesselhauf |
| Übersetzung Deutsch |
... für Apollo und Sirona! |
| Übersetzung Englisch |
... to Apollo and Sirona! |
| Autopsie |
vidimus (CIL XIII Projekt) |
| Editionen und Lesungen | Behn 1929/30, 87–88 AE 1933, 141 Nesselhauf 1937, Nr.85 Espérandieu XI 7746 Behrens 1938, Nr.9 Stümpel 1965 (Alzeyer Museum), 54 Weber 1966, 152 Künzl 1975, Nr.15 Scheungraber 2020, 488 Nr.11 Ferlut 2022, Nr.1237 |
| Elektronische Ressourcen |
HD024009
(Version von 2020-08-24) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) http://lupa.at/15480 (Version von 2023-01-01) (Ubi Erat Lupa) EDCS-11202202 (zuletzt abgerufen 2023-06-27) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) https://www.trismegistos.org/text/210421 (zuletzt abgerufen 2023-06-27) (Trismegistos) |
| Fundort antik | Altiaia |
| Fundort modern | Alzey |
| Fundstelle | „in den Fundamenten eines römischen Gebäudes im Kastell“ (Behrens 1938, 41); „auf der Ziegelschuttschicht im Nordschlitz“ (Behn 1929/30, 87); „dans une propriété appartenant à M. Heinrich Korn […] dans les fondations sur pilotis de léglise de Saint-Georges, depuis longtemps abandonnée“ (Espérandieu XI 7746) |
| Fundumstände | im Zuge einer Ausgrabung, geleitet durch Friedrich Behn (Espérandieu XI 7746); gemeinsam mit CF-GeS-1025 |
| Fundjahr | 1929 |
| Verwahrung | Alzey, Museum |
| Inventarnummer | R 15480 |
| Inschriftträger | Weihealtar |
| Material | Sandstein |
| Archäologische Klassifikation |
bemalt
Götterbild Kapitell Pilaster Schlange Thron Reliefschmuck |
| Beschreibung Objekt | Vom Weihealtar ist nur mehr ein Teil der linken Seite vorhanden, wobei der Bruch durch das Inschriftenfeld geht. Die Begrenzung der linken Seite bildet ein glatter Pilaster mit korinthischem Kapitell. Die linke Seite des Pilasters ist abrasiert. Auf der Rückseite des Steines findet sich ein Götterbild, das rechts ebenfalls von einem glatten Pilaster mit korinthischem Kapitell begrenzt wird. Die Oberfläche ist zum Teil stark verwittert, die Rückseite durch Ausbrüche stark beschädigt. |
| Zustand Objekt | größeres Fragment |
| Maße | Höhe: 90 cm Breite: 48 cm Tiefe: 38 cm Die angegebenen Maße sind die des erhaltenen Fragmentes. |
| Ikonografie | Auf der Rückseite des Steines befindet sich das Götterbild der Sirona, die auf einem Thron sitzend dargestellt ist. Sie trägt ein langes, in Falten geworfenes Gewand und vermutlich einen Schleier. Das Gesicht sowie die Unterarme und auch der Bereich um die Knie sind abgebrochen. Ihre rechte Hand scheint jedoch angewinkelt auf die linke Seite zu zeigen und etwas Rundes zu halten. Weisgerber (1975, 115) will auf dem linken Arm und unter dem linken Zopf (?) Wülste erkennen, die laut ihm die Reste einer Schlange sein könnten. In der Gewandfalte sieht er außerdem weiße Farbreste. |
| Inschrift | Erhalten ist der linke Rand des Inschriftentextes. Außerdem scheinen die erste und die letzte Zeile vorhanden zu sein. Sicherheit ist aber nicht zu erlangen, da sowohl vor als auch nach dem erhaltenen Text am Stein noch Platz für (abgebrochene) zentrierte kürzere Zeilen wäre. Die noch sichtbaren Buchstaben sind regelmäßig und gut lesbar. |
| Zustand Inschriftfeld | kleineres Fragment |
| Technik | gemeißelt |
| Buchstabenhöhe (cm) | 6 |
| Kommentar Götternamen |
Sirona (incl. ev. Varianten):
Sprachlich:
Vorkommen: Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgendem theonymischen Formular vor:
Sirona (incl. ev. Varianten): Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en) In dieser Inschrift sind die Ergänzungen der Götternamen Apollo und Sirona zumindest möglich. |
| Zitiervorschlag | CF-GeS-1024, hdl.handle.net/11471/504.50.1024 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
