Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Mercurius Cissonius
CF-GeS-1015
1 MERCVR[---]
2 CISSONIỌ
3 +[---]
1 Mercur[io]
2 Cissonio
3 +[---]
| Civitas | Civitas Nemetum |
| Apparatus criticus | Z. 3:
ohne Buchstabenrest – EDH, AE, Scheungraber
|
| Übersetzung Deutsch |
Für Mercurius Cissonius! |
| Übersetzung Englisch |
To Mercurius Cissonius! |
| Autopsie |
vidimus (CIL XIII Projekt) |
| Editionen und Lesungen | AE 1990, 767 Wiegels 1989, 28f. Nr.11 Scheungraber 2020, 236 Nr.11 |
| Elektronische Ressourcen |
HD024711
( Version von 2018-04-13) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) EDCS-05200533 (zuletzt abgerufen 2023-03-15) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) |
| Fundort antik | Tabernae |
| Fundort modern | Rheinzabern |
| Fundstelle | im Gewann „24 Morgen“, im Bereich eines Ziegelofens (Wiegels 1989, 28 Nr.10); in den wohl nachträglich aufgeführten Sandsteinmauern beiderseits des Schürlochs der Öfen (Reutti 1983, 64) |
| Fundumstände | sekundär verwendet (Wiegels 1989, 28 Nr.10); gemeinsam mit CF-GeS-1014 |
| Fundjahr | 1981 |
| Verwahrung | Rheinzabern, Terra-Sigillata Museum, Depot |
| Inventarnummer | Rhz. 81/323 |
| Inschriftträger | Weihealtar |
| Material | Sandstein |
| Archäologische Klassifikation |
Aufsatzschmuck
Giebel Opferschale (Gestaltungsmerkmal) Pulvini |
| Beschreibung Objekt | Der Weihealtar ist nur mehr in einem größeren Fragment erhalten, wobei der obere Teil der Inschrift samt dem stark bestoßenen Aufsatz vorhanden sind. Am Aufsatz lassen sich Reste von Pulvini und dazwischen ein Dreiecksgiebel erkennen, sowie eine Opferschale erahnen - zumindest ist an der Oberseite im hinteren Bereich eine halbrunde Form erkennbar. Das Inschriftenfeld dürfte nicht gerahmt gewesen sein, war jedoch durch zwei Stufen vom Aufsatz getrennt. |
| Zustand Objekt | größeres Fragment |
| Maße | Höhe: 29,5 cm Breite: 25 cm Tiefe: 8,8 cm |
| Ikonografie | Keine bildliche Gestaltung vorhanden. |
| Inschrift | Vom Inschriftentext sind die ersten zwei Zeilen weitgehend erhalten, doch sind sie am rechten Rand abgebrochen. Die Gesamtbreite des Inschriftenfeldes ist jedoch feststellbar. Von Z.3 sind nurmehr Reste des ersten Buchstaben vorhanden. Es könnte sich dabei um ein B, D, ein P oder ein R handeln. |
| Zustand Inschriftfeld | kleineres Fragment |
| Technik | gemeißelt |
| Buchstabenhöhe (cm) | 6,3–6,5 |
| Kommentar Götternamen |
Cissonius (incl. ev. Varianten):
Sprachlich:
Vorkommen: Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgenden theonymischen Formularen vor:
Mercurius Cissonius (incl. ev. Varianten):
Cissonius (incl. ev. Varianten): Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en) |
| Kommentar allgemein |
Zur Datierung: Da sich der Stein, offenbar in Sekundärverwendung, bei einem antiken Ziegelofen fand, der vermutlich nach dem Alemanneneinfall 233 n.Chr. errichtet wurde (Reutti 1983, 63f.), ist darin ein terminus ante quem für die ursprüngliche Aufstellung zu sehen. |
| Zitiervorschlag | CF-GeS-1015, hdl.handle.net/11471/504.50.1015 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
