Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Mercurius Cissonius?
CF-GeS-1014
1 [---]C̣ÛR̂IO
2 [---]ONIO
3 [---]ỊNA
1 [Mer]curio
2 [Ciss?]onio
3 [---]ina
| Civitas | Civitas Nemetum |
| Apparatus criticus | Z. 1:
[Mer]ĉurio – AE
Z. 2: [Ciss]onio – AE, EDH, Scheungraber |
| Übersetzung Deutsch |
Für Mercurius Cissonius? ! |
| Übersetzung Englisch |
To Mercurius Cissonius? ! |
| Autopsie |
vidimus (CIL XIII Projekt) |
| Editionen und Lesungen | AE 1990, 766 Wiegels 1989, 28 Nr.10 Scheungraber 2020, 236 Nr.10 |
| Elektronische Ressourcen |
HD024708
(Version von 2018-04-13) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) EDCS-05200532 (zuletzt abgerufen 2023-03-15) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) |
| Fundort antik | Tabernae |
| Fundort modern | Rheinzabern |
| Fundstelle | im Gewann „24 Morgen“, im Bereich eines Ziegelofens (Wiegels 1989, 28 Nr.10); in den wohl nachträglich aufgeführten Sandsteinmauern beiderseits des Schürlochs der Öfen (Reutti 1983, 64) |
| Fundumstände | sekundär verwendet (Wiegels 1989, 28 Nr.10); gemeinsam mit CF-GeS-1015 |
| Fundjahr | 1981 |
| Verwahrung | Rheinzabern, Terra-Sigillata Museum, Depot |
| Inventarnummer | Rhz. 81/607 |
| Inschriftträger | Weihealtar |
| Material | Sandstein |
| Archäologische Klassifikation |
Aufsatzschmuck
Opferschale (Gestaltungsmerkmal) Pulvini |
| Beschreibung Objekt | Vom stark bestoßenen Altar sind nur mehr der obere rechte Teil der Inschrift, samt abgeschlagenem Aufsatz erhalten, der mit Pulvini gestaltet war. Das Inschriftenfeld war nicht gerahmt. An der Oberseite befindet sich noch die Opferschale. Zwischen Aufsatz und Inschriftenfeld ist rechts noch eine Abstufung erkennbar. |
| Zustand Objekt | größeres Fragment |
| Maße | Höhe: 39 cm Breite: 29,5 cm Tiefe: 21 cm |
| Ikonografie | Keine bildliche Gestaltung vorhanden. |
| Inschrift | Erhalten ist der rechte obere Teil des Inschriftenfeldes. Wo sich der linke Rand befand ist erkennbar. Wie weit sich der Text nach unten fortsetzte, kann nicht genau gesagt werden, doch lassen die Dimensionen des kleinen Altars auf weitere 1–2 Textzeilen schließen. Die Buchstabenformen sind unregelmäßig und von ungleicher Größe. |
| Zustand Inschriftfeld | kleineres Fragment |
| Technik | gemeißelt |
| Buchstabenhöhe (cm) | 3,5–3,7 |
| Kommentar Götternamen |
Cissonius (incl. ev. Varianten):
Sprachlich:
Vorkommen: Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgenden theonymischen Formularen vor:
Mercurius Cissonius (incl. ev. Varianten):
Cissonius (incl. ev. Varianten): Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en) |
| Kommentar allgemein |
Zur Datierung: Da sich der Stein, offenbar in Sekundärverwendung, bei einem antiken Ziegelofen fand, der vermutlich nach dem Alemanneneinfall 233 n.Chr. errichtet wurde (Reutti 1983, 63f.), ist darin ein terminus ante quem für die ursprüngliche Aufstellung zu sehen. |
| Zitiervorschlag | CF-GeS-1014, hdl.handle.net/11471/504.50.1014 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
