Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen


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Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen

Epona

CF-GeS-1003

EPONAE

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Eponae

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CivitasCivitas Tribocorum
Apparatus criticusZ. 1: Eponae Som[…] – Forrer, Espérandieu
Übersetzung Deutsch

Für Epona!

Übersetzung Englisch

To Epona!

Autopsie

non vidimus

Lesung gründet auf: CIL

Editionen und LesungenCIL XIII 11601
Forrer 1921, 1249f.
Espérandieu X 7294
CAG 67,2, 428 Nr.424*
Scheungraber 2020, 265 Nr.3
Elektronische Ressourcen HD079046 (Version von 2019-02-13) (Epigraphische Datenbank Heidelberg)
EDCS-12300105 ( zuletzt abgerufen 2023-06-01) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby)
Fundort antikArgentorate
Fundort modern Straßburg
FundumständeKönigshofen im Garten des Kapuzinerklosters (CIL); „au bord nord de la rue des Capucins, au nord de la Chartreuse des Capucins de Koenigshoffen“ (Forrer 1921, 1249). Der Stein wurde entweder um 1901 (CIL, CAG 67,2, 428 Nr.424*) oder 1915 (Espérandieu X 7294) gefunden.
InschriftträgerWeihealtar
MaterialSandstein
Archäologische Klassifikation Aufsatzschmuck
Capricorn
Giebel
Opferschale (Gestaltungsmerkmal)
Pulvini
Reliefschmuck
Reparatur
Stier
Wildschwein
Ziegenbock
Beschreibung Objekt

„Schon in römischer Zeit in zwei Hälften durchgebrochen und mit Blei zusammengefügt“ (Forrer, 1915, 10). „L'autel paraît avoir servi pendant un temps assez long, car il s'est fendu à l'époque romaine et a subi à cette époque une réparation au moyen d'un boulon en plomb qui reliait la partie de derrière à celle de devant“ (Forrer 1921, 1250). Außerdem ist die Basis schräg abgebrochen – der Bruch ragt auf der linken Seite weiter hinauf, als auf der rechten – sowie der gesamte Stein stark bestoßen. Der Aufsatz, der mit doppeltem Kragen vom Inschriftenfeld getrennt ist, ist mit Dreiecksgiebel und Pulvini geschmückt, außerdem ist eine Opferschale zu erkennen.

Zustand Objekt größeres Fragment
MaßeHöhe: 85 cm
Breite: 45 cm
Tiefe: 33 cm
Ikonografie

Laut Abschrift und Beschreibung befinden sich auf der linken Seite ein Capricorn und auf der rechten Seite ein Stier. Laut Foto jedoch sind es links ein Ziegenbock, dessen Vorderbeine erhöht, wie auf einem kleinen Felsen stehen und rechts ein Wildschwein in Schittstellung, dessen Borsten am Rücken gut erkennbar sind.

Inschrift

Nach den Angaben im CIL ist nur der obere Teil der ersten Zeile lesbar. Der obere, der linke und der rechte Rand des Inschriftenfeldes sind erhalten.

Zustand Inschriftfeldkleineres Fragment
Technikgemeißelt
Kommentar Götternamen

Epona (incl. ev. Varianten):

Sprachlich:
keltisch: ‚Göttliche Stute’ bzw. ‚Pferdegöttin’ (de Bernardo Stempel Corpus F.E.R.C.A.N. II/1 94)
(Hier wird kein sprachwissenschaftlicher Beitrag geleistet. Die Literaturangaben dienen lediglich dazu, einen Einstieg in die sprachwissenschaftliche Diskussion zu bieten. Besprochen werden alle Götternamen, die bislang als keltisch oder teilweise keltisch gedeutet wurden.)

Vorkommen:
Der Göttername ist im Imperium Romanum epigraphisch weit verbreitet belegt und auch in literarischen Quellen gut bezeugt. Neben Belenus und Rhenus ist er der einzige keltische Göttername, der in den literarischen Quellen in mehreren voneinander unabhängigen Stellen erwähnt wird (Hofeneder 2013, 130).

Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgendem theonymischen Formular vor:

Epona (incl. ev. Varianten):
- Germania Inferior: CF-GeI-222(?). Die von Alföldy (1968, Nr.146) für CF-GeI-222(?) vorgeschlagene Ergänzung von EP auf „Eponae“ ist erwägenswert, kann aber keinesfalls als Beleg für die Nennung dieser Göttin gelten.
- Germania Superior: CF-GeS-1001, CF-GeS-1002, CF-GeS-1003, CF-GeS-1005, CF-GeS-1006, CF-GeS-1007, CF-GeS-1084, CF-GeS-1124, CF-GeS-1134

Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en)

Zitiervorschlag CF-GeS-1003, hdl.handle.net/11471/504.50.1003
LizenzCreative Commons BY-NC 4.0
Bild 1: Abschrift, CILBild 2: Forrer 1921, 1249


Bild 1: Abschrift, CIL
Bild 2: Forrer 1921, 1249

Versionen

Last Update/Current Version: 2024