Die keltischen Götternamen der germanischen Provinzen
Epona
CF-GeS-1001
1 EPONAE T FL
2 CLAVDIANV
3 TRIB MILITV
4 LEG XXII▴PR P̂F
5 EX SYR ANT̂IO
6 ARAM▴POSÎT▴
7 CVRANTE VALE
8 TERTIO B̂F EIVS V S L
1 Eponae T(itus) Fl(avius)
2 Claudianu(s)
3 trib(unus) militv(m)
4 leg(ionis) XXII Pr(imigeniae) P(iae) F(idelis)
5 ex Syr(ia) Antio(chia)
6 aram pos(u)it
7 curante Vale(rio)
8 Tertio b(ene)f(icario) eius v(otum) s(olvit) l(ibens)
| Apparatus criticus | Z. 2:
Claudianus – Frenz, Scheungraber
Z. 5: Der unterstrichene Teil in Z.5 ist heute nicht mehr erhalten, er wird nach CIL wiedergegeben. Z. 8: b(eneficiario) – AE, Euskirchen, EDH |
| Übersetzung Deutsch |
Für Epona! |
| Übersetzung Englisch |
For Epona! |
| Autopsie |
non vidimus Lesung gründet auf: EDH und Photo |
| Editionen und Lesungen | Körber 1906, 169–170 Körber 1907, 32 AE 1907, 106 Domaszewski/Finke 1906/07, Nr.167 CIL XIII 11801 Riese 1914, Nr.1116 Espérandieu VII 5778 Weber 1966, 124f. Schallmayer et al. 1990, Nr.132 Frenz 1992, Nr.118 Euskirchen 1993, Nr.263 Schmidt Heidenreich 2013 (Le glaive), Nr.C132 Scheungraber 2020, 265 Nr.5 Ferlut 2022, Nr.135 |
| Elektronische Ressourcen |
HD023597
(Version von 2018-03-14) (Epigraphische Datenbank
Heidelberg) http://lupa.at/16874 (Version von 2022-12-20) (Ubi Erat Lupa) EDCS-12700308 (zuletzt abgerufen 2023-03-15) (Epigraphik-Datenbank Clauss/Slaby) |
| Fundort antik | Mogontiacum |
| Fundort modern | Mainz |
| Fundstelle | „auf dem Kästrich hinter dem Haus Nr.65 in der alten, auf römischen Grundmauern ruhenden Stadtmauer“ (CIL) |
| Fundumstände | „bei Abbruch eines Stückes der alten auf römischen Grundmauern ruhenden Stadtmauer, in der er verbaut war“ (Körber 1907, 32 Nr.13). |
| Fundjahr | 1906 |
| Verwahrung | Mainz, Landesmuseum |
| Inventarnummer | S 983 |
| Inschriftträger | Weihealtar |
| Material | Sandstein |
| Archäologische Klassifikation |
Griffschale
Kanne Laubbaum Rahmen Reliefschmuck Zierleiste |
| Beschreibung Objekt | Der Weihealtar ist stark beschädigt, es sind noch beschlagene Teile des Sockels sowie des Altarkörpers vorhanden. Das Inschriftenfeld ist doppelt gerahmt. |
| Zustand Objekt | größere Fehlstelle/n |
| Maße | Höhe: 58 cm Breite: 33 cm Tiefe: 24 cm |
| Ikonografie | Die Nebenseiten sind gerahmt, auf der linken Seite befindet sich ein einfach gestalteter Laubbaum, auf der rechten Seite laut lupa eine Kanne und eine Griffschale. |
| Inschrift | Der obere Rand des Inschriftenfeldes ist nicht erhalten, doch kann aus inhaltlichen Gründen angenommen werden, dass Z.1 auch ursprünglich die erste Zeile war. Der Text füllt das Inschriftenfeld zu Gänze aus. Die unteren beiden Zeilen sind deutlich kleiner, wobei die unterste Zeile nochmals kleiner ist als die vorletzte. Besonders die letzte Zeile weist unregelmäßige Buchstaben auf. In manchen Teilen der Inschrift sind die Buchstaben zum Teil stark abgerieben. Das O am Ende von Z.5 war vermutlich bei der Aufnahme in das CIL noch nicht ausgebrochen. |
| Zustand Inschriftfeld | vollständig |
| Technik | gemeißelt |
| Buchstabenhöhe (cm) | 1,5–3,0 |
| Kommentar Götternamen |
Epona (incl. ev. Varianten):
Sprachlich:
Vorkommen: Im Untersuchungsgebiet kommt der Göttername in folgendem theonymischen Formular vor:
Epona (incl. ev. Varianten): Zur damit angesprochenen Gottheit s. schriftl. Publikation(en) |
| Kommentar allgemein |
Titus Flavius Claudianus: tria nomina Flavius: italisches Gentilnomen; Gentilnomen der flavischen Kaiser, überall äußerst gängig (Kakoschke 2021, GN 514) Claudianus: lateinischer Name, Weiterbildung des GNs/Namens Claudius (Kakoschke 2021, CN 840) T. Flavius Claudianus ist nicht identisch mit dem gleichnamigen Suffektkonsul, M. 3.Jh., in CIL VI 1413 (Weber 1966, 125). Valerius Tertius: römisches Namensformular ohne Praenomen Valerius: italisches Gentilnomen, überall äußerst gängig (Kakoschke 2021, GN 1377) Tertius: lateinischer Name, überall äußerst gängig (Kakoschke 2021, CN 3060) legio XXII Primigenia Pia Fidelis: Die legio XXII Primigenia erhielt nach dem Scheitern des Saturninus-Aufstandes 89 n.Chr. gemeinsam mit anderen Legionen und Truppenkörpern den Ehrenbeinamen Pia Fidelis Domitiana; letzterer fiel nach der damnatio memoriae Domitians wieder weg. Die Legion wurde 97 n.Chr. von Xanten nach Mainz verlegt, wo sie die nächsten zwei Jahrhunderte verblieb. Zwischen 70/71 und 97 n.Chr. sowie 101/102 bis 106/107 n.Chr. wurden Teile der Truppe für Steinbrucharbeiten im Brohtal eingesetzt (Matijević 2010, 29, 227–233). |
| Zitiervorschlag | CF-GeS-1001, hdl.handle.net/11471/504.50.1001 |
| Lizenz | Creative Commons BY-NC 4.0 |
