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Thuk. 6,46,2

TitelGeschichte des Peloponnesischen Krieges
AutorThukydides
Zeitangabe5., 4. Jh.v.Chr.
Originaltext […] οἱ Ῥηγῖνοι οὐκ ἐθελήσαντες ξυστρατεύειν, οὓς πρῶτον ἤρξαντο πείθειν καὶ εἰκὸς ἦν μάλιστα, Λεοντίνων τε ξυγγενεῖς ὄντας καὶ σφίσιν αἰεὶ ἐπιτηδείους.
Quelle H. S. Jones, J. E. Powell, Thucydidis historiae, Bd. 2, Buch V-VIII.
Übersetzung […] und daß die Rhegier nicht mit ihnen ziehn wollten, die sie doch zuerst versucht hatten zu gewinnen und mit den meisten Aussichten, als Stammesverwandte der Leontiner und immer Athens gute Freunde.
Quelle der ÜbersetzungP. Landmann, Thukydides: Geschichte des Peloponnesischen Krieges, Bd. 2, Buch V-VIII.
Kommentar Nachdem die Athener aufgrund eines Hilfegesuches Segestas eine Intervention auf Sizilien beschlossen hatten, wird hier die Überfahrt der Athener beschrieben. Vor allem bei der Beschreibungen der Ereignissen um die Sizilische Expedition führt Thukydides immer wieder die Zugehörigkeit zu einer bestimmten ethnischen Gruppe als Kriterium für politische bzw. militärische Zusammenarbeit an (zuweilen in der Rede eines Protagonisten, wie etwa des Hermokrates, vgl. Thuk. 4,64,3-4), dies gilt zunächst v. a. für Dorer - zumindest unterstellen die Dorer den Ioniern eben kein derart motiviertes Handeln (vgl. Thuk. 4,61,2-4). Dass die Ionier es den Dorern in dieser Hinsicht aber gleichtun, zeigt nun u. a. diese Stelle. Eine gemeinsame ethnische Zugehörigkeit zählt auch bei Anaximen. 2,26 = Aristot. rhet. Alex. 1425a als eine legitimierende Maßnahme für militärische Auseinandersetzungen im Allgemeinen.
BelegstellenDiod. 12,53,1; Diod. 12,54,1; Diod. 12,83,1-3; Thuk. 3,86,2-3; Thuk. 4,64,3-4; Thuk. 4,61,2-4; Thuk. 6,6,1-2; Thuk. 6,9,1; Thuk. 6,50,4; Thuk. 6,76,2-4; Thuk. 6,82,2-3; Thuk. 6,84,2-3; Thuk. 7,5,4; Thuk. 7,57,1-58,3
SchlagwortKriegsbündnis
Geographische ZuordnungSizilien, Athen
Ethnische GruppenIonier
BearbeiterInAnna Trattner-Handy
Permalinkhttps://gams.uni-graz.at/o:ethnos.402