Onlineportal Alte Geschichte und Altertumskunde

PDF« zurück

Thuk. 3,22,2

TitelGeschichte des Peloponnesischen Krieges
AutorThukydides
Zeitangabe5., 4. Jh.v.Chr.
Originaltext ἅμα δὲ καὶ διέχοντες πολὺ ᾖσαν, ὅπως τὰ ὅπλα μὴ κρουόμενα πρὸς ἄλληλα αἴσθησιν παρέχοι. ἦσαν δὲ εὐσταλεῖς τε τῇ ὁπλίσει καὶ τὸν ἀριστερὸν μόνον πόδα ὑποδεδεμένοι ἀσφαλείας ἕνεκα τῆς πρὸς τὸν πηλόν.
Quelle H. S. Jones, J. E. Powell, Thucydidis historiae, Bd. 1, Buch I-IV.
Übersetzung Sie [die Aitorler] gingen auch in weitem Abstand, damit kein Klirren aneinanderstoßender Waffen sie verriete, und in leichter Rüstung, mit Sandalen nur am linken Fuß, zur Sicherung gegen den Schlamm.
Quelle der ÜbersetzungP. Landmann, Thukydides: Geschichte des Peloponnesischen Krieges, Bd. 1, Buch I-IV.
Kommentar Im Zuge der Beschreibungen des Ausbruches der belagerten Plataier im 4. Kriegsjahr (Winter 248/427 v.Chr.) charakterisiert Thukydides die Art der Rüstung der Aitoler näher. Der rechte Fuß bleibt im Gegensatz zum linken ohne Sandale, damit die Gefahr des Ausrutschens im Schlamm verringert wird. Aristoteles (Frg. 1,11,74 Rose bei Macr. Sat. 5,18,16-21) schildert ebenso, dass der Schuh bei ihnen am linken Fuß getragen wird, er begründet dies damit, dass der vorangestellte Fuß beweglich sein muss, das Standbein jedoch nicht. Aristoteles kritisiert im zitierten Fragment Euripides, der in seinem Meleager das Verkehrte behaupten würde.
BelegstellenAristot. Frg. 1,11,74 (Rose) bei Macr. Sat. 5,18,16-21
SchlagwortKampftechnik, Bewaffnung
Geographische ZuordnungPlataiai
Ethnische GruppenAitoler
BearbeiterInAnna Trattner-Handy
Permalinkhttps://gams.uni-graz.at/o:ethnos.292