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Diod. 4,67,7

TitelBiblioteke
AutorDiodorus Siculus
Zeitangabe1. Jh.v.Chr.
Originaltext Βοιωτοῦ δὲ Ἴτωνος γενόμενος ἐτέκνωσεν υἱοὺς τέτταρας, Ἱππάλκιμον καὶ Ἠλεκτρύωνα, ἔτι δ’ Ἀρχίλυκον καὶ Ἀλεγήνορα. τούτων δ’ Ἱππάλκιμος μὲν ἐγέννησε Πηνέλεων, Ἠλεκτρύων δὲ Λήιτον, Ἀλεγήνωρ δὲ Κλονίον, Ἀρχίλυκος δὲ Προθοήνορα καὶ Ἀρκεσίλαον τοὺς ἐπὶ Τροίαν στρατευσαμένους ἡγεμόνας τῶν ἁπάντων Βοιωτῶν.
Quelle F. Vogel (nach I. Bekker, L. Dindorf), Diodori bibliotheca historica, Bd. 1, Buch I-IV.
Übersetzung Itonos, des Boiotos Sohn, zeugte vier Söhne; Hippalkimos und Elektryon, dazu den Archilykos und Alegenor. Von diesen wieder zeugte Hippalkimos den Peneleos, Elektryon den Leïtos, Alegenor den Klonios und Archilykos den Prothoënor sowie Arkesilaos, welche die Führer sämtlicher Boioter bei dem Kriegszug gegen Troia waren.
Quelle der ÜbersetzungG. Wirth, O. Veh, Diodoros: Griechische Weltgeschichte, Bd. 1/II, Buch I-X.
Kommentar Nach den Schilderungen der Abstammung der Boioter von den Aiolern und ihrer ursprünglichen Heimat Thessalien, welche als Aiolis bezeichnet wird (Diod. 4,67,2-4; 5-6), nennt der Autor hier die Nachkommen des Boiotos, der den Itonos zeugte, dessen Enkel die Boioter im Troianischen Krieg anführen. Auf Itonos wird vermutlich der boiotische Stammeskult der Athena Itonia zurückgeführt, der wie die Boioter seinen Ursprung in Thessalien haben soll (Paus. 9,1,1; 9,34,1). Es ist denkbar, dass die aus Thessalien in das spätere Boiotien einwandernden Boioter den Kult in ihre neue Heimat mitbringen, wodurch er möglicherweise bereits in der Einwanderungszeit besteht (so K. Tausend, Amphiktyonie und Symmachie. Formen zwischenstaatlicher Beziehungen im archaischen Griechenland, 26).
BelegstellenPaus. 9,1,1; Paus. 9,34,1
SchlagwortBoiotos, eponymer Heros, Genealogie
Geographische ZuordnungBoiotien
Ethnische GruppenBoioter
BearbeiterInAnna Trattner-Handy
Permalinkhttps://gams.uni-graz.at/o:ethnos.141