Bischof Heinrich II., Seckau
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Hauptsiegel
Datierung: 1296-08-15
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
| Beschreibung | |
|---|---|
| Avers-Typ: | Thronsiegel |
| Avers-Bildinhalt | |
| Allgemeine Beschreibung: | Das Siegel zeigt vor kariertem und mit Blüten belegtem Hintergrund den auf einem Faldistorium sitzenden SF, dessen Füße auf einem Podest ruhen. Vom Faldistorium, über welches eine Decke mit Rautenmuster gebreitet ist, sind die Stuhlbeine oben als Tierköpfe gestaltet sichtbar. Der SF ist mit einer Mitra abgebildet. Über der Albe und der Dalmatik mit Zierbesatz an den Ärmeln sowie am Saum liegt die Kasel, die auf die parallel gestellten Beine herabfällt. Der Amikt umgibt die Kasel kragenförmig und darunter liegt ein Rationale auf, ein runter Schulterkragen, von dem ein Zierstein herabhängt; die Falten der Kasel verlaufen darunter vertikal bis zur Brust und münden in Schüsselfalten. Beide Unterarme hat der SF abgewinkelt, die Hände sind behandschuht. Die Rechte ist segnend erhoben. In der Linken trägt er mit abgewinkeltem Handgelenk das Pedum mit nach außen gerichteter Curva, die in eine Kreuzblume mündet; die Curva ragt in die Siegelumschrift hinein und trennt die beiden Wörter Sʼ(igillum) und HEINRICI. |
| Transkription | |
| Umschrift | |
| Schrifttyp: | Gotische Majuskel, Unziale |
| Abgrenzung innen: | Perlschnur |
| Abgrenzung außen: | Perlschnur |
| Transliteration: | + S’(igillum) ☆ ~ 𐌷𐌴I𐌿RICI • D𐌴I : GR(ati)A’ • 𐌴P(iscop)I’ • 𐌴CC(lesi)𐌴 • S𐌴CCOVI𐌴NSIS |
| Übersetzung: | Siegel Heinrichs von Gottes Gnaden Bischof der Kirche von Seckau |
| Materialität | |
| Form: | spitzoval |
| Maße: | 44 x 62 mm |
| Typ des Siegels: | Abdruck |
| Siegelstoff: | Siegelwachs |
| Farbe: | rot |
| Befestigung: | anhängend an Pergamentstreifen |
| Zustand: | intakter Abdruck |
| Metadaten | |
| Siegelführer: | Bischof Heinrich II. der Diözese Seckau 1292 bis 1297-02-27 Heinrich wurde vor dem 29.3.1292 durch den Salzburger Erzbischof Konrad IV. von Fohnsdorf zum Bischof von Seckau ernannt. |
| Aufbewahrungsort: | Rein, Stiftsarchiv A V/17c Urkunde, 1296-08-15, Graz |
| Weitere Siegel: | se-10 |
| Literatur | |
Michaela Kronthaler, Art. Heinrich. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 719. Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 1: 1218–1337. MStLA 48 (1998) 136f. Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 134. Sonja Leiss, Geistliche Siegel der Gotik in Österreich (ca. 1350–1470). Versuch einer Einordnung der Siegelplastik in die allgemeine Kunstgeschichte. Diss. (Wien 1971) Nr. 194. Paul Kletler, Die Kunst im österreichischen Siegel (Wien 1927) 31. | |
| Impressum | |
| Editorische Redaktion: | Höfer Rudolf K. |
| Datenerfassung: | Feiner Martin |
| Datenmodellierung: | Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities |
| Handle: | hdl.handle.net/11471/104.10.4.9 |
| Herausgeber: | Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz |