Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Matthias, Seckau

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Hauptsiegel

Datierung: 1490-05-06

Foto: Feiner Martin

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Hinweis zum Siegel
Das "Excerptorum genealogico-historicum libri duo" hat dieses Siegel von Matthias Scheit als Zeichnung aufgenommen. Die Fotografie der Zeichnung und unvollständige Beschreibung des Siegels beruhen auf dieser Literaturangabe.
Beschreibung
Avers-Typ:Heiligensiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt die Mutter Gottes als Halbfigur mit dem Jesuskind auf dem rechten Arm in einer gotischen Baldachinarchitektur, die bis zum Siegelrand hinaufreicht. Die Mutter Gottes mit einem strahlenförmigen Nimbus hält in der Linken vor der Brust eine Kugel. Das unbekleidete Jesuskind ist sehr kräftig dargestellt und weist einen Kreuznimbus auf.##Unterhalb der Architektur befinden sich einander zugeneigt zwei halbrunde Schilde, die bis zum Siegelrand reichen; rechts das Bistumswappen, links das persönliche Wappen des SF.
Heraldische Beschreibung:Persönliches Wappen: Geviert, (1) und (4) in Blau ein silbernes Hifthorn mit goldener Fessel, (2) und (3) in Silber ein roter Balken begleitet von zwei roten Leisten.##Bistumswappen: In Rot eine aus dem rechten Schildrand hervorkommende bekleidete silberne segnende Hand mit gestrecktem Daumen-, Zeige- und Mittelfinger.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Minuskel und Majuskel, arabische Ziffern
Abgrenzung innen:Linie
Abgrenzung außen:Linie
Transliteration:☼ • S(igillum) • mathie • ep(iscop)i ~ Seccoviensis 1486 •
Übersetzung:Siegel Matthias' Bischof von Seckau, 1486
Kommentar:Umschrift beginnt rechts unten
Materialität
Form:rund
Maße:42 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Matthias Scheit (Scheyt, Schit, Schyt) der Diözese Seckau

1481-12-10 bis 1512-02-15

Johannes II. Serlinger resignierte als nominierter Bischof von Seckau zugleich mit der päpstlichen Provision seines Nachfolgers Matthias Scheit am 10.12.1481 in die Hände des Papstes. Bischof Matthias Scheit resignierte am 29.7.1502 in Rom. Ihm blieben aber der Titel eines Bischofs von Seckau und die Bistumseinkünfte bis auf eine Pension für den Nachfolger sowie das Recht, bei einer Erledigung das Bistum sogleich wieder zu übernehmen. Die letzte Klausel wurde aktuell als sein Nachfolger Christoph II. Zach 1508 starb. Den auf kaiserliche Initiative am 20.4.1509 zum Koadjutor und Nachfolger bestellten Christoph III. Raubar konnte Scheit bis zu seinem Tod von der Regierung des Bistums ausschließen. Er starb wahrscheinlich am 15.2. (andere Angaben 17.2., 10. oder 17.3) 1512.

Aufbewahrungsort:

unbekannt

Urkunde, 1490-05-06, Linz

Weitere Siegel:se-43se-44se-45se-46se-47se-49se-50
Literatur

Karl Amon, Art. Scheit Matthias. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1448 bis 1648 hg. Erwin Gatz (Berlin 1996) 626–628.

Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 3: 1452–1584. MStLA 50/51 (2001) 182–186, 200–206.

Raimund Duellius, Excerptorum genealogico-historicum libri duo (Leipzig 1725) 483 Taf. 39.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Handle:hdl.handle.net/11471/104.10.4.48
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz