Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Matthias, Seckau

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Hauptsiegel

Datierung: 1484-04-24

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Heiligensiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt die Mutter Gottes als Halbfigur mit dem Jesuskind auf dem rechten Arm in einer gotischen Baldachinarchitektur, die bis zum Siegelrand hinaufreicht. Die Mutter Gottes mit einem strahlenförmigen Nimbus hält in der Linken vor der Brust eine Kugel. Das unbekleidete Jesuskind ist sehr kräftig dargestellt und weist einen Kreuznimbus auf.##Unterhalb der Architektur befinden sich einander zugeneigt zwei Tartschen, die bis zum Siegelrand reichen; rechts das Bistumswappen, links das persönliche Wappen des SF.
Heraldische Beschreibung:Persönliches Wappen: Geviert, (1) und (4) in Blau ein silbernes Hifthorn mit goldener Fessel, (2) und (3) in Silber ein roter Balken begleitet von zwei roten Leisten.##Bistumswappen: In Rot eine aus dem rechten Schildrand hervorkommende bekleidete silberne segnende Hand mit gestrecktem Daumen-, Zeige- und Mittelfinger.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Minuskel
Abgrenzung innen:Linie
Abgrenzung außen:Linie
Transliteration:☼ mathias + d(e) + et + a"pp"(ostoli) + ſedis ~ g(ati)a + epiſcop⁹(us) + ſecco[u]ienſiſ
Übersetzung:Matthias von Gottes und des apostolischen Stuhls Gnaden Bischof von Seckau
Kommentar:Umschrift beginnt rechts unten. "et" als gekürzte Variante. Die tironische Note 9 ist ein Kürzungszeichen für die Silbe "us".
Materialität
Form:rund
Maße:40 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

rot

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:intakter Abdruck, leichte Staubspuren
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Matthias Scheit (Scheyt, Schit, Schyt) der Diözese Seckau

1481-12-10 bis 1512-02-15

Johannes II. Serlinger resignierte als nominierter Bischof von Seckau zugleich mit der päpstlichen Provision seines Nachfolgers Matthias Scheit am 10.12.1481 in die Hände des Papstes. Bischof Matthias Scheit resignierte am 29.7.1502 in Rom. Ihm blieben aber der Titel eines Bischofs von Seckau und die Bistumseinkünfte bis auf eine Pension für den Nachfolger sowie das Recht, bei einer Erledigung das Bistum sogleich wieder zu übernehmen. Die letzte Klausel wurde aktuell als sein Nachfolger Christoph II. Zach 1508 starb. Den auf kaiserliche Initiative am 20.4.1509 zum Koadjutor und Nachfolger bestellten Christoph III. Raubar konnte Scheit bis zu seinem Tod von der Regierung des Bistums ausschließen. Er starb wahrscheinlich am 15.2. (andere Angaben 17.2., 10. oder 17.3) 1512.

Aufbewahrungsort:

Graz, Diözesanarchiv Graz-Seckau

II/155

Urkunde, 1484-04-24, Seggauberg

Weitere Siegel:se-43se-44se-46se-47se-48se-49se-50
Literatur

Karl Amon, Art. Scheit Matthias. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1448 bis 1648 hg. Erwin Gatz (Berlin 1996) 626–628.

Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 3: 1452–1584. MStLA 50/51 (2001) 182–186, 200–206.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 140.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Handle:hdl.handle.net/11471/104.10.4.45
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz