Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Ulrich III., Seckau

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Hauptsiegel

Datierung: 1369-08-03

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Thronsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt den auf einer Thronbank sitzenden SF in einer gotischen Baldachinarchitektur, die bis zum Siegelrand hinaufreicht und von beiden Seiten mit Blütenranken umgeben ist. Die Füße des SF ruhen auf einem Podest, unter dem sich zwei Dreieckschilde befinden, rechts das persönliche Wappen des SF, links das Bistumswappen; das Podest reicht bis zum Siegelrand. Der in leicht geschwungener Körperhaltung mit betont langem Oberkörper und etwas zu kurz anmutender Beinpartie dargestellte SF ist mit Locken und Mitra abgebildet. Über der Albe mit reichen Stoffmassen und der Dalmatik liegt die Kasel. Der Amikt umgibt die Kasel kragenförmig, die auf die Beine herabfällt und Schüsselfalten bildet. Die rechte Hand mit überproportional großen Zeige- und Mittelfinger ist segnend erhoben. In der angehobenen Linken trägt er mit abgewinkeltem Handgelenk das Pedum mit einer nach außen gerichteten schmuckvollen Curva, die in eine Kreuzblume mündet.
Heraldische Beschreibung:Persönliches Wappen: In Rot ein silberner Pfahl.##Bistumswappen: In Rot eine aus dem linken Schildrand hervorkommende bekleidete silberne segnende Hand mit gestrecktem Zeige- und Mittelfinger.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Majuskel, Unziale
Abgrenzung innen:Perlschnur
Abgrenzung außen:Perlschnur
Transliteration:S(igillum) ☼ VL[RI]CI [☼] D𐌴I ☼ GRA[CI]A ☼ ~ S𐌴CCOVI𐌴𐌿(sis) ☼ 𐌴CC(lesi)𐌴 ☼ 𐌴[P(iscop)I]
Übersetzung:Siegel Ulrichs von Gottes Gnaden Bischof der Kirche von Seckau
Materialität
Form:rund
Maße:63 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

rot

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:Siegelwachs flächig ausgebrochen
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Ulrich III. von Weißeneck (Weißenegg) der Diözese Seckau

1355-10-30 bis 1372-03-25

Ulrich von Weißeneck wurde vom Salzburger Erzbischof Ortolf von Weißeneck zum Bischof von Seckau ernannt und durch Papst Innozenz VI. am 30.10.1355 nach Seckau transferiert.

Aufbewahrungsort:

Graz, Steiermärkisches Landesarchiv

AUR 3060

Urkunde, 1369-08-03, Seckau

Literatur

Michaela Kronthaler, Art. Ulrich von Weißeneck. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 721f.

Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 2: 1337–1452. MStLA 49 (1999) 67f., 71–73.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 136.

Sonja Leiss, Geistliche Siegel der Gotik in Österreich (ca. 1350–1470). Versuch einer Einordnung der Siegelplastik in die allgemeine Kunstgeschichte. Diss. (Wien 1971) Nr. 201.

Eva Neukirch, Das Erscheinen von Familienwappen im bischöflichen Siegelbild. Diss. (Erlangen–Nürnberg 1994) Teil 2, C, 288.

Paul Kletler, Die Kunst im österreichischen Siegel (Wien 1927) 25.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Handle:hdl.handle.net/11471/104.10.4.19
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz