Bischof Rudmar, Seckau
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Hauptsiegel
Datierung: 1343-05-22
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
| Beschreibung | |
|---|---|
| Avers-Typ: | Thronsiegel |
| Avers-Bildinhalt | |
| Allgemeine Beschreibung: | Das Siegel zeigt vor gerautetem und mit vier Punkten belegtem Hintergrund den unter einem Kielbogen thronenden SF. Der Kielbogen, der von zwei Säulen getragen wird, die in von Kreuzblumen bekrönten Fialen aufstreben, ist mit Krabben besetzt und wird von einer Kreuzblume bekrönt, die bis zum Siegelrand hinaufreicht. Im Kielbogen sitzt der SF auf einem Faldistorium vor einem gerauteten und mit Blüten belegten Dreipass. Vom Faldistorium, über welches eine in weiche Falten gelegte Decke gebreitet ist, sind die Tierköpfe der Stuhlbeine zum Betrachter gerichtet. Die Füße des SF ruhen auf einem Podest mit drei verzierten Bögen, im mittleren findet sich ein Dreieckschild mit dem persönlichen Wappen des SF; das Podest reicht bis zum Siegelrand. Der SF ist mit einer Mitra und einem die ganze Figur umfassenden Körperschwung dargestellt. Über der Albe und der Dalmatik, beide mit reichem Volumen, liegt die Kasel. Der Amikt umgibt die Kasel kragenförmig, die auf die Beine herabfällt und Schüsselfalten bildet. Die rechte Hand mit überproportional großen Zeige- und Mittelfinger ist segnend erhoben. In der angehobenen Linken trägt er mit abgewinkeltem Handgelenk das Pedum mit einer nach innen gerichteten schmuckvollen Curva. |
| Heraldische Beschreibung: | Persönliches Wappen mit zwei Möglichkeiten:##In Rot ein silberner Schrägbalken (Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 2: 1337–1452. MSTLA 49 (1999) 68.)##Zweimal schräggeteilt von Rot, Gold und Schwarz (Basilika Seckau, Bischofskapelle, Portrait.) |
| Transkription | |
| Umschrift | |
| Schrifttyp: | Gotische Majuskel, Unziale |
| Abgrenzung innen: | Perlschnur |
| Abgrenzung außen: | Perlschnur |
| Transliteration: | RVDMARVS ☼ D𐌴I ☼ GR(ati)A ☼ ~ S𐌴COVI𐌴NSIS ☼ 𐌴P(iscopu)S |
| Übersetzung: | Rudmar von Gottes Gnaden Bischof von Seckau |
| Materialität | |
| Form: | rund |
| Maße: | 60 mm |
| Typ des Siegels: | Abdruck |
| Siegelstoff: | Siegelwachs |
| Farbe: | rot |
| Befestigung: | anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale |
| Zustand: | intakter Abdruck, Staubspuren |
| Metadaten | |
| Siegelführer: | Bischof Rudmar von Hader (Hadrer) der Diözese Seckau 1337-07 bis 1355-09-28 Rudmar von Hader wurde im Juli oder August 1337 vom Salzburger Erzbischof Friedrich III. von Leibnitz zum Bischof von Seckau ernannt. Er ist entweder am 27. oder 28.9.1355 gestorben. |
| Aufbewahrungsort: | Graz, Steiermärkisches Landesarchiv AUR 2224a Urkunde, 1343-05-22, Salzburg |
| Weitere Siegel: | se-16se-18 |
| Literatur | |
Michaela Kronthaler, Art. Rudmar von Hader. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 721. Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 2: 1337–1452. MStLA 49 (1999) 67f., 70f. Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 136. Sonja Leiss, Geistliche Siegel der Gotik in Österreich (ca. 1350–1470). Versuch einer Einordnung der Siegelplastik in die allgemeine Kunstgeschichte. Diss. (Wien 1971) Nr. 200. Eva Neukirch, Das Erscheinen von Familienwappen im bischöflichen Siegelbild. Diss. (Erlangen–Nürnberg 1994) Teil 2, C, 288. Paul Kletler, Die Kunst im österreichischen Siegel (Wien 1927) 12, 15, 25. | |
| Impressum | |
| Editorische Redaktion: | Höfer Rudolf K. |
| Datenerfassung: | Feiner Martin |
| Datenmodellierung: | Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities |
| Handle: | hdl.handle.net/11471/104.10.4.17 |
| Herausgeber: | Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz |