Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Rudmar, Seckau

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Hauptsiegel

Datierung: 1339-09-06

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Thronsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt vor einem am Bildrand befestigten und mit Blütenranken damaszierten Vorhang den auf einem Faldistorium sitzenden SF. Vom Faldistorium, über welches eine Decke gebreitet ist, sind die Stuhlbeine oben als Tierköpfe gestaltet sichtbar. Die Füße des SF ruhen auf einem Podest mit drei darunterliegenden Bögen, wobei der mittlere Bogen einen nach rechts geneigten Dreieckschild mit dem persönlichen Wappen des SF enthält; das Podest reicht bis zum Siegelrand. Der SF ist mit einer Mitra abgebildet, von der die Vittae bis zu den Schultern herabhängen. Über der Albe und der Dalmatik, beide mit reichem Volumen, liegt die Kasel. Der Amikt umgibt die Kasel kragenförmig, die auf die Beine herabfällt und Schüsselfalten bildet. Die rechte Hand mit überproportional großen Zeige- und Mittelfinger ist segnend erhoben. In der angehobenen Linken trägt er mit abgewinkeltem Handgelenk das Pedum mit nach außen gerichteter Curva.
Heraldische Beschreibung:Persönliches Wappen mit zwei Möglichkeiten:##In Rot ein silberner Schrägbalken (Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 2: 1337–1452. MSTLA 49 (1999) 68.)##Zweimal schräggeteilt von Rot, Gold und Schwarz (Basilika Seckau, Bischofskapelle, Portrait.)
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Majuskel, Unziale
Abgrenzung innen:Perlschnur
Abgrenzung außen:Perlschnur
Transliteration:[+ R]D"AR"[S] D𐌴I GR(ati)A ~ S𐌴COI"𐌴𐌿"SIS • "𐌴P"ISC[OP](us)
Übersetzung:Rudmar von Gottes Gnaden Bischof von Seckau
Materialität
Form:rund
Maße:60 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

naturfarben

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen
Zustand:leicht verschliffen, Umschrift teilweise aus- und abgebrochen
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Rudmar von Hader (Hadrer) der Diözese Seckau

1337-07 bis 1355-09-28

Rudmar von Hader wurde im Juli oder August 1337 vom Salzburger Erzbischof Friedrich III. von Leibnitz zum Bischof von Seckau ernannt. Er ist entweder am 27. oder 28.9.1355 gestorben.

Aufbewahrungsort:

Graz, Steiermärkisches Landesarchiv

AUR 2143

Urkunde, 1339-09-06, Leibnitz

Weitere Siegel:se-17se-18
Literatur

Michaela Kronthaler, Art. Rudmar von Hader. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 721.

Ludwig Freidinger, Siegelgebrauch und Wappenführung der Bischöfe von Seckau in Mittelalter und früher Neuzeit. Teil 2: 1337–1452. MStLA 49 (1999) 67f., 70f.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 136.

Sonja Leiss, Geistliche Siegel der Gotik in Österreich (ca. 1350–1470). Versuch einer Einordnung der Siegelplastik in die allgemeine Kunstgeschichte. Diss. (Wien 1971) Nr. 199.

Eva Neukirch, Das Erscheinen von Familienwappen im bischöflichen Siegelbild. Diss. (Erlangen–Nürnberg 1994) Teil 2, C, 287f.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Handle:hdl.handle.net/11471/104.10.4.16
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz