Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Erzbischof Sigmund I., Salzburg

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Hauptsiegel

Datierung: 1460-04-27

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Kombiniertes Bildnis-Erzählsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt den SF als Halbfigur mit Locken und Mitra in der Bogennische einer gotischen Architektur, die bis zum Siegelrand hinaufreicht. Der SF hat die rechte Hand segnend erhoben. In der Linken hält er vor der linken Schulter das Pedum mit einer nach außen gerichteten schmuckvollen Curva. Der Amikt mit Besatz umgibt die Kasel kragenförmig, die Schüsselfalten bildet. Auf den Schultern ruht das ringförmige mit Kreuzen bestickte Pallium.##Zu beiden Seiten der Bogennische befindet sich ein Halbrundschild, rechts das Erzbistumswappen, links das persönliche Wappen des SF. Oberhalb der Bogennische findet sich die Darstellung der Taufe Jesu Christi im Jordan mit einer Inschrift darüber: rechts der mit der linken Hand taufende Johannes, in der Mitte Jesus und oben links eine Taube als Symbol für den Heiligen Geist.
Heraldische Beschreibung:Persönliches Wappen: In Silber neun (4:3:2) Hermelinschwänzchen.##Erzbistumswappen: Gespalten, vorne in Gold ein rot gezungter schwarzer Löwe, hinten in Rot ein silberner Balken.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Minuskel
Abgrenzung innen:Linie
Abgrenzung außen:Linie
Transliteration:+ s(igillum) + sigiſmundi + dei + g(ati)a + archie(iscop)i + salczb(u)rg(e)s(is) + ap(osto)l(ic)e ſedis leg(a)ti
Übersetzung:Siegel Sigmunds von Gottes Gnaden Erzbischof von Salzburg, Legat des Apostolischen Stuhls
Aufschrift
Schrifttyp:Gotische Minuskel
Abgrenzung:Spruchband
Transliteration:hic eſt + fili⁹(us) me⁹(us) dil(e)ct⁹(us)
Übersetzung:Das ist mein geliebter Sohn
Kommentar:Die tironische Note 9 ist ein Kürzungszeichen für die Silbe "us".
Materialität
Form:rund
Maße:41 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

rot

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:intakter Abdruck
Metadaten
Siegelführer:

Erzbischof

Sigmund I. von Volkersdorf der Erzdiözese Salzburg

1452-04-10 bis 1461-11-03

Er wurde am 10.4.1452 zum Erzbischof von Salzburg gewählt und am 9.6.1452 von Papst Nikolaus V. bestätigt. Konsekriert wurde Sigmund zwischen dem 22.6. und 8.8.1452.

Aufbewahrungsort:

Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv

Salzburg Domkapitel, AUR 1460 IV 27

Urkunde, 1460-04-27, Salzburg

Weitere Siegel:sa-81sa-83
Literatur

Franz Ortner, Art. Volkersdorf, Sigmund von. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1448 bis 1648 hg. Erwin Gatz (Berlin 1996) 726–728.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 139.

Franz Wagner, Die Siegelbilder der Salzburger Erzbischöfe des Spätmittelalters. Alte und moderne Kunst 156 (1978) 18.

Inge Anna Pedarnig, Die Siegel der Salzburger Erzbischöfe in Spätmittelalter und früher Neuzeit 1366–1612. Dipl. (Salzburg 2001) 81f. Abb. 17.

Franz Ortner, Salzburgs Bischöfe in der Geschichte des Landes: 696–2005 (Wissenschaft und Religion. Veröffentlichungen des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften Salzburg 12, Frankfurt am Main 2005) 404.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Handle:hdl.handle.net/11471/104.10.1.82
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz