Erzbischof Eberhard III., Salzburg
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Hauptsiegel
Datierung: 1418-11-21
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
| Beschreibung | |
|---|---|
| Avers-Typ: | Bildnissiegel |
| Avers-Bildinhalt | |
| Allgemeine Beschreibung: | Das Siegel zeigt den SF als Halbfigur in einer gotischen Baldachinarchitektur, die oben und unten bis zum Siegelrand reicht. In die Architektur integriert befinden sich unterhalb des SF zwei Halbrundschilde, rechts das Erzbistumswappen, links das persönliche Wappen des SF. Der SF mit Mitra ist in leicht geschwungener Haltung dargestellt, der Kopf etwas nach rechts geneigt. Der Amikt mit Besatz umgibt die Kasel kragenförmig, die Schüsselfalten bildet. Die rechte Hand ist segnend erhoben. In der Linken hält er vor der Hüfte das Pedum mit einer nach außen gerichteten schmuckvollen Curva. |
| Heraldische Beschreibung: | Persönliches Wappen: Unter rotem Schildhaupt, schräggeteilt von Silber und Schwarz.##Erzbistumswappen: Gespalten, vorne in Rot ein silberner Balken, hinten in Gold ein linksgewendeter rot gezungter schwarzer Löwe. |
| Transkription | |
| Umschrift | |
| Schrifttyp: | Gotische Minuskel |
| Abgrenzung innen: | Perlschnur zwischen zwei Linien |
| Abgrenzung außen: | Perlschnur zwischen zwei Linien |
| Transliteration: | + s’(igillum) + eberhardi + dei + g(ati)a + ~ + a(chi)e(iscop)i + saltzb(u)(gensis) + a(postolice) + s(edis) + l(egati) + |
| Übersetzung: | Siegel Eberhards von Gottes Gnaden Erzbischof von Salzburg, Legat des Apostolischen Stuhls |
| Materialität | |
| Form: | rund |
| Maße: | 45 mm |
| Typ des Siegels: | Abdruck |
| Siegelstoff: | Siegelwachs |
| Farbe: | rot |
| Befestigung: | anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale |
| Zustand: | intakter Abdruck |
| Metadaten | |
| Siegelführer: | Erzbischof Eberhard III. von Neuhaus der Erzdiözese Salzburg 1403-05-22 bis 1427-01-18 Eberhard wurde am 22.5.1403 zum Erzbischof von Salzburg gewählt. Papst Bonifaz IX. verweigerte jedoch die Bestätigung und verlieh das Erzbistum am 6.2.1404 dem Freisinger Bischof Berthold von Wehingen. Schließlich konnte sich jedoch Eberhard durchsetzen und wurde von Papst Innozenz VII. am 13.1.1406 als Erzbischof von Salzburg bestätigt. Die Konsekration erfolgte am 4.4.1406. |
| Aufbewahrungsort: | Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv Salzburg Erzstift, AUR 1418 XI 21 Urkunde, 1418-11-21, Salzburg |
| Weitere Siegel: | sa-69sa-70 |
| Literatur | |
Franz Ortner, Art. Eberhard von Neuhaus. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 674–676. Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 3, 138. Franz Wagner, Die Siegelbilder der Salzburger Erzbischöfe des Spätmittelalters. Alte und moderne Kunst 156 (1978) 18. Inge Anna Pedarnig, Die Siegel der Salzburger Erzbischöfe in Spätmittelalter und früher Neuzeit 1366–1612. Dipl. (Salzburg 2001) 76. Abb. 9. Franz Ortner, Salzburgs Bischöfe in der Geschichte des Landes: 696–2005 (Wissenschaft und Religion. Veröffentlichungen des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften Salzburg 12, Frankfurt am Main 2005) 403. | |
| Impressum | |
| Editorische Redaktion: | Höfer Rudolf K. |
| Datenerfassung: | Feiner Martin |
| Datenmodellierung: | Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities |
| Handle: | hdl.handle.net/11471/104.10.1.68 |
| Herausgeber: | Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz |