Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Erzbischof Hartwig, Salzburg

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Hauptsiegel

Datierung: zwischen 991 und 1023

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Hinweis zum Siegel
Fälschung:Oswald Redlich hat beide Urkunden und Siegel Hartwigs untersucht und festgestellt, dass dieses zweite Siegel eine Nachbildung des ersten (Salzburg Nr. 2) ist; die Urkunde ist eine Innovation aus ca. 1075. Dieses zweite Siegel kommt dem ersten nahe, die Unterschiede sind dennoch im Detail feststellbar, so fehlt z. B. das O bei ARCHIEPISCOP. In der Dissertation von Feiner zu den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe findet eine tiefergehende Analyse beider Siegel statt.
Beschreibung
Avers-Typ:Bildnissiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt ein frontales Brustbild des mit Locken abgebildeten barhäuptigen SF, der mit einer Kasel und einem Y-förmigen Pallium dargestellt ist. Der SF hält die Hände vor der Brust. In der Rechten trägt er das Pedum mit nach außen gerichteter Curva, das über seine rechte Schulter hinausragt. In der Linken trägt er ein geschlossenes Evangelienbuch, das schräg über seine linke Schulter hinausragt.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Kapitalis
Abgrenzung innen:Linie
Abgrenzung außen:Linie
Transliteration:+ HARTVVICVS ° ARCHI ° EPISC(o)P(us) °
Übersetzung:Hartwig Erzbischof
Materialität
Form:rund
Maße:50 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

naturfarben

Befestigung:vorne durchgedrückt
Zustand:intakter Abdruck
Metadaten
Siegelführer:

Erzbischof

Hartwig der Erzdiözese Salzburg

991-11-08 bis 1023-12-05

Er empfing die Bischofsweihe am 8.11.991.

Aufbewahrungsort:

Klagenfurt, Kärntner Landesarchiv

AUR C 3213; Siegelsammlung 44a

Urkunde, zwischen 991 und 1023

Kommentar: Die Urkunde ist eine Innovation aus der Zeit Erzbischof Gebhards von Salzburg (1060-1088), aus ca. 1075 (erschlossene Datierung).

Weitere Siegel:sa-2
Literatur

Franz Ortner, Salzburgs Bischöfe in der Geschichte des Landes: 696–2005 (Wissenschaft und Religion. Veröffentlichungen des Internationalen Forschungszentrums für Grundfragen der Wissenschaften Salzburg 12, Frankfurt am Main 2005) 68–70.

Eduard Richter, Die ältesten Siegel der Salzburger Erzbischöfe. Mitt. der k. k. Zentralkommission NF 8 (1882) CXXI, CXXIII.

Oswald Redlich, Ueber einige kärntnerisch-salzburgische Privaturkunden des 11. und 12. Jahrhunderts. MIÖG 5 (1884) 361–364.

Toni Diederich, Sancta Colonia – Sancta Coloniensis Religio. Zur „Botschaft“ der Bleibullen Erzbischof Pilgrims von Köln (1021–1036). Rheinische Vierteljahresblätter 75 (2011) 16.

Salzburger Urkundenbuch, ed. Willibald Hauthaler–Franz Martin, Bd. 2: 790–1199 (Salzburg 1916) Taf. 1.

Franz Martin, Das Urkundenwesen der Erzbischöfe von Salzburg von 1106–1246. Vorbemerkungen zum Salzburger Urkundenbuch. MIÖG Ergbd. 9 (1915) 663.

Monumenta historica ducatus Carinthiae. Geschichtliche Denkmäler des Herzogtums Kärnten, ed. August von Jaksch, Bd. 1: 864–1232 (Klagenfurt 1896) 49f. Nr. 11.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 2, 63.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Handle:hdl.handle.net/11471/104.10.1.3
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz