Bischof Johannes V., Gurk
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Hauptsiegel als Auditor (Richter) des apostolischen Palastes in Rechtssachen
Datierung: 1436-10-04
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
Foto: Rudolf K. Höfer
Zeichnung: Ludwig Freidinger
| Beschreibung | |
|---|---|
| Avers-Typ: | Adorantensiegel |
| Avers-Bildinhalt | |
| Allgemeine Beschreibung: | Das Siegel zeigt eine gotische Baldachinarchitektur mit einem zweiteiligen Aufbau, die oben und unten bis zum Siegelrand reicht.##In der unteren Zone ist in einer Nische der nach rechts gewendete SF in kniender Gebetshaltung dargestellt. Zu beiden Seiten der Nische befindet sich ein Halbrundschild mit dem persönlichen Wappen des SF.##Der obere Teil gliedert sich in drei Nischen. In der Mitte steht vor einem mit Ranken damaszierten Thronvelum die Mutter Gottes mit dem Jesuskind auf dem linken Arm, beide sind nimbiert. Rechts steht eine nimbierte Heilige, in der Rechten einen Palmzweig haltend, der über die rechte Schulter hinausragt, und in der Linken möglichweise ein offenes Buch. Links steht eine nimbierte Heilige, in der rechten Hand ein Kreuz haltend und in der Linken möglicherweise einen Dreschflegel. |
| Heraldische Beschreibung: | Persönliches Wappen: In Rot ein schwarzer Schrägbalken, belegt mit drei goldenen Ringen. |
| Transkription | |
| Umschrift | |
| Schrifttyp: | Gotische Minuskel |
| Abgrenzung innen: | gedrehte Schnur zwischen zwei Linien |
| Abgrenzung außen: | gedrehte Schnur zwischen zwei Linien |
| Transliteration: | s(igillum) + ioh(ann)is + schallerman + "de" + weſtpha~~lia + "de"cret(orum) + "do"ct(or) + ſacri + pal(at)ii + ap(ostolici) ca(usa)r(um) aud(itor) |
| Übersetzung: | Siegel des Johannes Schallermann von Westfalen, Doktor des Kirchenrechts, Auditor (Richter) des heiligen apostolischen Palastes in Rechtssachen |
| Materialität | |
| Form: | spitzoval |
| Maße: | 48 x 81 mm |
| Typ des Siegels: | Abdruck |
| Siegelstoff: | Siegelwachs |
| Farbe: | rot |
| Befestigung: | anhängend an Pergamentstreifen, in einer naturfarbigen Schale |
| Zustand: | intakter Abdruck |
| Metadaten | |
| Siegelführer: | Bischof Johannes V. Schallermann der Diözese Gurk 1433-01-28 bis 1453 Papst Eugen IV. ernannte Johannes am 28.1.1433 völlig überraschend gegen den Salzburger Kandidaten Hermann von Gnas und den landesfürstlichen Kandidaten Lorenz von Lichtenberg zum Bischof von Gurk. Am 31.3.1435 wurde er als solcher vom Basler Konzil anerkannt und am 22.5.1435 von Erzbischof Valaressius von Kreta in Basel konsekriert. Nach Beilegung des Bischofsstreites am 6.6.1436 - Lorenz wurde erst Administrator von Gurk und nach dem Tod des Lavanter Bischofs Hermann von Gnas wieder Bischof von Lavant - war Johannes auch de facto regierender Bischof. Im Jahr 1453 resignierte er auf sein Bistum. |
| Aufbewahrungsort: | Salzburg, Salzburger Landesarchiv Salzburg Erzstift, OU 1436 X 04 Urkunde, 1436-10-04, Salzburg Kommentar: In dieser besiegelten Urkunde, in der sich Johannes als Bischof von Gurk bezeichnet, verwendet er das Siegel als Auditor (Richter) des apostolischen Palastes in Rechtssachen. |
| Weitere Siegel: | gu-53gu-54gu-56gu-57 |
| Literatur | |
Christine Tropper, Art. Schallermann, Johannes. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1448 bis 1648 hg. Erwin Gatz (Berlin 1996) 620. Siebmacherʼs großes Wappenbuch, ed. Gustav Adelbert Seyler, Bd. 8: Die Wappen der Bistümer und Klöster (Neustadt an der Aisch 1976) 120. Bischöfliches Palais von Klagenfurt, Gemälde. | |
| Impressum | |
| Editorische Redaktion: | Höfer Rudolf K. |
| Datenerfassung: | Feiner Martin |
| Datenmodellierung: | Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities |
| Handle: | hdl.handle.net/11471/104.10.2.55 |
| Herausgeber: | Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz |