Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Dietrich I., Gurk

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Hauptsiegel

Datierung: 1181-03-11

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Thronsiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt den auf einem Faldistorium sitzenden SF, dessen Füße knapp in die Umschrift hineinragen. Vom Faldistorium sind die oben in Tierköpfen und unten in Tiergliedmaßen auslaufenden Stuhlbeine sichtbar. Der SF ist mit einer Mitra abgebildet, die bis zum Kreuz am Anfang der Umschrift reicht, und von der die Vittae bis zu den Oberarmen herabhängen. Über der Albe und der Dalmatik liegt die spitz zulaufende Kasel mit V-Falten, die zwischen den Beinen mit weit voneinander abstehenden Knien verläuft. Die Dalmatik hat zwischen den Beinen eine strahlenförmige Verzierung. Das Rationale ist als geschmückter runder Schulterkragen gestaltet. Beide Unterarme hat der SF waagrecht ausgestreckt. In der Rechten trägt er das Pedum mit nach innen gerichteter Curva. In der Linken trägt er ein offenes Evangelienbuch.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Kapitalis, Unziale
Abgrenzung innen:Linie
Abgrenzung außen:Linie
Transliteration:+ DIETRIC"VS" • D‾(e)I • GR‾(ati)A • GVRC[E]ͶSI[S 𐌴C]CȽ(esi)E 𐌴[P]ISCOPVS
Übersetzung:Dietrich von Gottes Gnaden Bischof der Kirche von Gurk
Materialität
Form:rund
Maße:71 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

naturfarben

Befestigung:hinten eingehängt, in einer naturfarbigen Schale
Zustand:Umschrift mäßig verschliffen bzw. verdrückt
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Dietrich I. von Albeck der Diözese Gurk

1179 bis 1194

Nach dem Tod des Gurker Bischofs Roman II. wählten die Gurker widerrechtlich Hermann von Ortenburg zu seinem Nachfolger. Der Salzburger Erzbischof Konrad III. ernannte daraufhin den Gurker Dompropst Dietrich von Albeck zum rechtmäßigen Bischof, der am 2.2.1180 konsekriert wurde. Er resignierte auf sein Bistum um das Jahr 1194 und starb bald darauf zwischen dem 3.3 und 21.3.1194.

Aufbewahrungsort:

Klagenfurt, Kärntner Landesarchiv

AUR C 1233; Siegelsammlung 56.b

Urkunde, 1181-03-11, Gurk

Weitere Siegel:gu-13
Literatur

Jakob Obersteiner, Die Bischöfe von Gurk: 1072-1822 (Aus Forschung und Kunst 5, Klagenfurt 1969) 59–64.

August von Jaksch, Die ältesten Siegel der Bischöfe und des Kapitels von Gurk. Mitt. der dritten (Archiv-) Sektion der k. k. Zentral-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale 2 (1894) 132.

Monumenta historica ducatus Carinthiae. Geschichtliche Denkmäler des Herzogtums Kärnten, ed. August von Jaksch, Bd. 1: 864–1232 (Klagenfurt 1896) 240f. Nr. 320, Taf. I/10.

Paula Kreiselmeyer, Die Schrift auf den Siegeln der Salzburger Erzbischöfe und deren innerösterreichischer Suffraganbischöfe von 958-1540. Archiv für Schreib- und Buchwesen 3 (1929) Teil 2, 65.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Handle:hdl.handle.net/11471/104.10.2.12
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz