Siegel der Bischöfe der Salzburger Metropole

Bischof Johann I., Chiemsee

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Hauptsiegel

Datierung: 1274-11-11

Foto: Rudolf K. Höfer

Zeichnung: Ludwig Freidinger

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Beschreibung
Avers-Typ:Bildnissiegel
Avers-Bildinhalt
Allgemeine Beschreibung:Das Siegel zeigt den auf einer Konsole stehenden SF mit Mitra. Der Amikt umgibt die Kasel kragenförmig und darunter hängt das Rationale-Pektorale in Dreipassform mit einem blütenförmigen Stein. Beide Unterarme hat der SF abgewinkelt. Die Rechte ist segnend erhoben. In der Linken trägt er mit abgewinkeltem Handgelenk das Pedum mit nach außen gerichteter Curva, die in die Umschrift hineinragt.
Transkription
Umschrift
Schrifttyp:Gotische Majuskel, Unziale
Abgrenzung innen:Perlschnur
Abgrenzung außen:Perlschnur
Transliteration:[+ S’(igillum)] ~ IO𐌷’(ann)IS : D𐌴I : GR(ati)A : 𐌴[C]CL’(es)I𐌴 : C𐌷Y𐌴𐌿(sis) : 𐌴P(iscop)I
Übersetzung:Siegel Johanns von Gottes Gnaden Bischof der Kirche von Chiemsee
Materialität
Form:spitzoval
Maße:34 x 55 mm
Typ des Siegels:Abdruck
Siegelstoff:Siegelwachs
Farbe:

naturfarben

Befestigung:anhängend an Pergamentstreifen
Zustand:Umschriftanfang ausgebrochen
Metadaten
Siegelführer:

Bischof

Johann I. von Ennstal der Diözese Chiemsee

1274 bis 1279-05-25

Johann wurde im Jahr 1274 vom Salzburger Erzbischof Friedrich II. von Walchen zum Bischof von Chiemsee ernannt. Papst Nikolaus III. bestätigte am 25.5.1279 die Translation von ihm nach Gurk.

Aufbewahrungsort:

Wien, Haus-, Hof- und Staatsarchiv

AUR 1277 XI 11

Urkunde, 1274-11-11

Literatur

Manfred Heim–Christine Tropper, Art. Johann von Ennstal. Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches: 1198 bis 1448 hg. Erwin Gatz (Berlin 2001) 210f.

Paul Kletler, Die Kunst im österreichischen Siegel (Wien 1927) 12.

Impressum
Editorische Redaktion:Höfer Rudolf K.
Datenerfassung:Feiner Martin
Datenmodellierung:Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities
Handle:hdl.handle.net/11471/104.10.3.10
Herausgeber:Institut für Kirchengeschichte und kirchliche Zeitgeschichte, Karl-Franzens-Universität Graz