Paul-Grüninger-Weg Hohenems
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Der St. Galler Polizeikommandant Paul Grüninger (1891-1972) ermöglichte an der Grenze zwischen Hohenems und Diepoldsau mehreren hundert Menschen die Flucht in die Schweiz. Obwohl der Schweizer Bundesrat am 18. August 1938 jegliche Einreise ohne Visum verboten hatte, überquerten viele, vor allem jüdische Flüchtlinge auch danach die Grenze. In dieser Situation datierte Grüninger die Grenzübertritte in den Akten zurück, so dass die Geflüchteten noch vor der Einreisesperre in die Schweiz geflohen zu sein schienen. Für die "Amtspflichtsverletzung" wurde er 1941 verurteilt. Von Yad Vashem ist Paul Grüninger Jahrzehnte später als „Gerechter unter den Völkern“ ausgezeichnet worden. 2001 wurde ein Weg in Hohenems nach ihm benannt.
