Das Denkmal in Form einer Fallblattanzeige zeigt die Namen und Lebensdaten von 100 Personen, die stellvertretend für WiderstandskämpferInnen, Wehrdienstverweigerer und Deserteure, sowie Vorarlberger BürgerInnen stehen, die gegenüber Verfolgten und Misshandelten trotz Verbots Menschlichkeit geübt haben. Nach einer langjährigen Kontroverse um die Errichtung eines Deserteurdenkmals wurde das von der Künstlerin Nataša Sienčnik entworfene Denkmal 2015 im Zentrum von Bregenz errichtet. Ausgehend vom Widerstandsmahnmal führt ein Rundgang an verschiedene Orte in Bregenz, wo Formen von Widerstand und Widersetzlichkeit anhand von Biografien thematisiert werden.
Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Vorarlberg 1938-1945 Nataša Sienčnik, 2015 Das Denkmal erinnert an jene Vorarlbergerinnen und Vorarlberger, die dem nationalsozialistischen Unrechtsregime den Gehorsam verweigert oder aufgekündigt haben. Die Anzeigetafel zeigt Namen und Daten von 100 Personen, die stellvertretend für WiderstandskämpferInnen, Wehrdienstverweigerer und Deserteure, sowie BürgerInnen stehen, die gegenüber Verfolgten und Misshandelten trotz Verbots Menschlichkeit geübt haben. Die österreichische Medienkünstlerin Nataša Sienčnik verwendet dafür eine Faltblattanzeige, die an Bahnhöfe erinnern mag und so auch auf mögliche Konsequenzen verweist, die während des Nationalsozialismus in vielen Fällen mit einem Anders-Denken und Handeln einher gingen: Haft, Deportation und Mord. Die Daten basieren auf dem Lexikon der Johann-August-Malin-Gesellschaft (Hg.): „Von Herren und Menschen. Verfolgung und Widerstand in Vorarlberg 1933-1945“, Fink’s Verlag 1985 (aktualisiert 2015). Realisiert mit Mitteln der Landeshauptstadt Bregenz, des Landes Vorarlberg und des Vorarlberger Gemeindeverbands. www.widerstandsmahnmal-bregenz.at